„Wir haben eine super Weiterentwicklung genommen, jeder Einzelne, aber auch als Mannschaft.“

Zweite Vizemeisterschaft in Folge

Jasper Frahm blickt auf die vergangenen Saison zurück. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Eutin – Wie bereits in der Saison 2024/2025 sicherte sich Eutin 08 II auch in der abgelaufenen Spielzeit die Vizemeisterschaft in der Kreisliga Ost. Man qualifizierte sich für die Aufstiegsspiele zur Verbandsliga, doch hatte erneut hauchdünn das Nachsehen. Dennoch fällt das Fazit nicht schlecht aus. HL-SPORTS sprach mit Jasper Frahm, dem Cheftrainer der vergangenen Saison.

Top-Zwei das Ziel

Als Top-Favorit ging Eutin 08 II in die neue Saison. Mit einer guten Rückrunde 2024/25 im Rücken und zwei guten Auftritten, trotz Pleite in den Aufstiegsspielen gegen den MTV Ahrensbök, wollte man den Frust in Vorfreude auf die nächste Chance umwandeln und mindestens noch mal die Vizemeisterschaft einfahren. Die Top Zwei war das Ziel. Man kam gut in die Saison, gewann die ersten Spiele allesamt, auch wenn es mehrfach knapp war und man sich mühte. Die Spiele wurden allerdings für sich entschieden, sodass für viele eigentlich früh klar war, dass die Mannen vom Waldeck der Top-Favorit auf die Meisterschaft sind.

Krise im Herbst

Es folgte im Herbst allerdings eine Phase, die kaum zu erklären war. Die Punkte blieben aus, die Gegentore häuften sich und offensiv tat man sich in einigen Spielen schwer. Eutin war kaum wiederzuerkennen und die Tabellenführung war spätestens mit der 4:5-Pleite im Spitzenspiel gegen Dobersdorf verspielt. In den letzten Wochen vor dem Winter fand man allerdings zurück in die Spur und zeigte, was sie so stark macht.

Wieder fehlte nicht viel

Die Zweitvertretung überwinterte, aufgrund von mehr absolvierten Spielen, doch auch einem Patzer der Dobersdorfer, an der Spitze. Die Ostholsteiner kamen gut aus der Winterpause. Doch schnell gab es wieder einen kleinen Leistungseinbruch. Vier Spiele blieb man sieglos, auch im wichtigen Spitzenspiel gegen den direkten Konkurrenten. So geriet man ins Hintertreffen und hatte die Meisterschaft nicht mehr in der eigenen Hand. Zudem erhöhten die Verfolger, insbesondere Dersau/Kalübbe, den Druck, sodass plötzlich sogar Platz zwei nicht mehr sicher war. In den letzten Wochen der Saison fanden sie allerdings zurück in die Spur und machten die Vizemeisterschaft perfekt. Somit ging es erneut in die Aufstiegsspiele, in denen man einen starken Kampf und gegen den TSV Pansdorf II ein Duell auf Augenhöhe lieferte. Am Ende fehlte nicht viel, doch ein spätes Gegentor im Rückspiel ließ den Traum von der Verbandsliga platzen. Erneut war man so nah dran, doch wieder fehlten Kleinigkeiten. Die Enttäuschung war sichtbar.

08 ii pan @ „Wir haben eine super Weiterentwicklung genommen, jeder Einzelne, aber auch als Mannschaft.“
Eutin 08 II verpasste knapp den Aufstieg. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Positives Fazit

Mit etwas Abstand von den beiden Spielen zog Trainer Jasper Frahm ein Saisonfazit. Dieses fiel positiv aus: „Unter dem Strich sind wir zufrieden. Wir haben unser Ziel in der Liga erreicht, sind Vizemeister geworden, haben unseren Platz aus dem letzten Jahr bestätigt. Wir haben eine super Weiterentwicklung genommen, jeder Einzelne, aber auch als Mannschaft. Wir mussten mit Schwierigkeiten umgehen, haben aber auch viele erfolgreiche Dinge erlebt, sei es, das Pokalheimspiel gegen Oldenburg/Göhl hochverdient zu gewinnen. Am Ende haben wir in glorreichen Relegationsspielen, wo wir diszipliniert in der Defensive agiert, aber leider zu wenig Tore gemacht haben, den Kürzeren gezogen. Da auch nochmal meine Glückwünsche nach Pansdorf.“

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Einstellung wird hervorgehoben

Der Coach, der zur neuen Saison als Co-Trainer in die Erste aufsteigt, verriet, was besonders positiv war: „Man muss schon die Einstellung innerhalb der Mannschaft hervorheben. Wenn man bedenkt, was wir für Verletzungssorgen und -probleme hatten. Rick Jacobsen ist lange ausgefallen mit einer schwerwiegenden Schambeinverletzung, mit Dustin Uchneytz, der sich während der Saison schon verletzt hat und jetzt wieder die Bänder gerissen hat, Lauri Bünning, der sich den Fuß gebrochen hat, Jasper Schnoor, der sich beim Hallenturnier das Kreuzband angerissen, sich zurückgekämpft und bei seinem Debüt den Meniskus gerissen hat und daher operiert wurde und lange ausfällt, haben wir eine Vielzahl von großen Verletzungen gehabt, die wir aber insgesamt als Mannschaft aufgefangen und nie lamentiert haben. Auch wenn wir mal nur mit 13 oder 14 Mann zum Spiel gefahren sind, waren wir immer fokussiert, das muss man wirklich hervorheben. Dennoch haben wir uns auch fußballerisch weiterentwickelt. Wir waren offensiv ein Stück weit erwachsener, auch wenn es dort auch noch Entwicklungspotenzial gibt. In der Saison muss man sagen, dass wir nicht dafür standen, auf ein 1:0 zu spielen, sondern haben eher auf ein 5:4 gespielt, was sich auch bei den Gegentoren so ein bisschen herauskristallisiert. Da wird es sicher Verbesserungspotenzial geben, sodass wir dort Nachholbedarf haben und trotzdem auch weiter fokussiert sein wollen und erwarten, was die Offensive angeht, auch noch einen weiteren Schritt nach vorne.“

08 jubel @ „Wir haben eine super Weiterentwicklung genommen, jeder Einzelne, aber auch als Mannschaft.“
Eutin 08 II glänzte mit einer starken Offensive. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Trainer zeigt sich beeindruckt

Für Frahm stand vor allem das Kollektiv im Fokus. Er sagte: „Ich bin kein Freund davon, einzelne Personen hervorzuheben, sondern die Geschlossenheit der Mannschaft. Das hat mich wirklich beeindruckt, wie sie dauerhaft mitgezogen haben und auch in schwierigen Phasen im Herbst und Frühjahr, wo es mal nicht so lief und es personell enger war. Trotzdem hat jeder mitgezogen, hat immer sein Bestes gegeben und alles für die Mannschaft und den Erfolg reingeschmissen und das ist eher hervorzuheben. Nichtsdestotrotz sind wir auch extrem stolz, den erneuten Torschützenkönig in unseren Reihen zu haben. Was eine einzelne Auszeichnung ist, ist unter dem Strich auch eine Mannschaftsauszeichnung, weil alleine schießt er die Tore nicht. Die wurden entsprechend auch vorbereitet, sodass es auch eine Auszeichnung für die Mannschaft ist.“

Neue Saison mit neuem Chef

Zur neuen Saison stellt man sich auf der Trainerposition neu auf. Florian Schumacher wird die Nachfolge angehen, dennoch gibt Frahm einen Einblick in die Planungen für die kommende Saison: „Die Planungen für die kommende Saison sehen ein Stück weit so aus, dass sich im Spieler-, aber auch Trainerbereich ein Stück weit etwas ändert. Das neue Trainerteam hat die Arbeit aufgenommen, federführend Florian Schumacher an der Spitze. Wir können auf jeden Fall darauf zurückgreifen, dass wir viele junge Spieler aus der A-Jugend einbinden können, was auch immer ein Steckenpferd und Vorgabe war, die wir einhalten wollten. Zusätzlich haben wir mit Christian Witt einen sehr erfahrenen Spieler, der extrem wichtig sein wird für die Mannschaft. In einem Alter, in dem er auch als Führungsspieler vorangehen kann. Zusätzlich mit Tom Buhmann jemanden, der nach einer Pause zurückkommt, dem man sicherlich noch ein bisschen Zeit geben möchte, der aber eine riesige Bereicherung sein wird. Aber es kommt aus der Pause auch Lenn Isenberg zurück.“

Kurze Sommerpause

Die Vorbereitung läuft bereits seit dem 20. Juni. Die Sommerpause war daher sehr kurz, doch man möchte sich ideal auf die kommende Spielzeit vorbereiten. Bereits am Sonntag steigt der erste Test, wenn man bei Lübeck 1876 gastiert. Zudem stehen bereits die Partien gegen den TSV Neustadt (11.7.) und den BCG Altenkrempe (18.7.) an.

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