„Wir möchten für attraktiven Fußball stehen und spielerische Lösungen finden, wo der Zuschauer gerne zuschaut“

Mischt ein Neuling die Liga auf?

Die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg geht als Tabellenfünfter der Kreislga Stormarn in die neue Liga. Was man sich dort vornimmt und worauf man sich freuen darf, verrieten die Verantwortlichen HL-SPORTS. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Wentorf – Die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg ist nach einem Jahr Abstinenz zurück in der Lübecker Kreisliga. Dort war man bereits 2024/25. Nun gibt es das Comeback und die Lauenburger gelten durchaus als ambitioniert. Was man sich für die neue Spielzeit vornimmt und worauf man sich bei ihnen freuen darf, verrieten die Verantwortlichen im Gespräch mit HL-SPORTS.

Rückkehr nach Lübeck

Die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg belegte in der Saison 2024/25, als man bereits in der Lübecker Kreisliga an den Start ging, den neunten Tabellenplatz. Der Vorsprung nach unten war groß, doch der Rückstand aufs obere Drittel noch größer. Im Folgejahr kehrte die SG zurück in die Süd-Staffel nach Stormarn, wo man Platz fünf belegte. 49 Punkte holten die Lauenburger, wobei vor allem sieben Remis ein Dorn im Auge waren. Sie verhinderten ein noch besseres Abschneiden. Dennoch war die Platzierung im ersten Jahr unter der Leitung von Cheftrainer Niklas Oelrichs keine schlechte, sodass man nicht unzufrieden war. Die Truppe ist jung, gespickt mit einigen talentierten Spielern. Einer davon ist Luis Zak, der mit zwölf Saisontoren die meisten der SGWSS erzielte. Ebenfalls sehr torgefährlich ist Lennart Krüger bei zwei Treffern weniger. 22 Tore gingen also auf das Konto des Duos.

Torjäger kehrt zurück

Nun geht Wentorf bereits in sein elftes Kreisligajahr in Serie, seitdem man 2015/16 aus der Kreisklasse A aufstieg. Seitdem war die beste Platzierung der fünfte Rang, der nun allerdings getoppt werden soll. Dazu hat man sich personell nochmal richtig verstärkt. Lucas Molter kommt vom Ratzeburger SV und bringt Landesligaerfahrung mit. Diese wird der Defensive nochmals helfen. Aus der Verbandsliga kommt mit Florian Allner ein abschlussstarker Stürmer vom SSV Güster, der in der abgelaufenen Saison zehn Tore erzielte und bereits im Vorjahr für die SGWSS spielte. Der Dritte im Bunde ist Leon Zak, Bruder des besten Torschützen der Vorsaison, der aus der Jugend vom FC Eintracht Norderstedt kommt. Er war zuletzt länger verletzt, doch möchte nun wieder durchstarten. Klar ist, dass das Trio den Kreisligisten definitiv weiterbringen wird. Der Kader ist nochmal verbessert worden. Doch auch neben dem Platz hat man ein Ausrufezeichen gesetzt. Dennis Hadler kommt von Aufsteiger Krummesse und wird als zweiter Trainer an die Seite von Chefcoach Oelrichs rücken. Hadler ist in der Region kein Unbekannter und von seiner Erfahrung unter anderem als Jugendtrainer im Nachwuchsleistungszentrum von Hannover 96 wird er dem gesamten Verein enorm guttun.

florian allner @ „Wir möchten für attraktiven Fußball stehen und spielerische Lösungen finden, wo der Zuschauer gerne zuschaut“
Florian Allner kehrte zurück vom SSV Güster nach Wentorf. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Vorbereitung nicht optimal

Die Vorbereitung bei der SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg verlief mit Blick auf die Testspiele durchaus positiv. Beim eigenen Turnier belegte man nach einer Niederlage gegen S.I.G. Elmenhorst (3:4) und einem 7:5-Sieg gegen die SG Breitenfelde/Mölln den dritten Platz. Zuvor wurde bereits der TuS Hoisdorf (4:2) bezwungen. Das erste Pflichtspiel im Kreispokal gegen den ambitionierten A-Klassen-Aufsteiger TSV Seedorf-Sterley wurde mit 5:1 gewonnen. Mit 19 Toren aus vier Spielen kristallisiert sich bereits die Stärke der SGWSS heraus. Die Offensive glänzt mit einer hohen Qualität und Durchschlagskraft. Dies war bereits vor zwei Jahren der Fall, als man mit 68 Saisontoren die fünftbeste Offensive stellte. Bester Torschütze war damals Florian Allner mit 20 Toren, der nun seine Rückkehr feierte. Großes Problem war in dem Jahr mit 77 Gegentoren allerdings die Defensive. Dennis Hadler zog zur diesjährigen Sommervorbereitung ein Fazit: „Die Vorbereitung lief bisher von den Testspielen (Hoisdorf/Elmenhorst/Mölln) her gut und wir konnten gute Spiele bestreiten und wichtige Erkenntnisse ziehen. Auch im Pokal konnten wir problemlos in Runde zwei einziehen. Leider begleitet uns im ersten Teil der Vorbereitung ein hoher Kranken- und Verletztenstand, was die Vorbereitung nicht optimal gestaltet. Die Jungs haben vor der Vorbereitung ihre Laufpläne sehr gut absolviert, sodass wir körperlich fit in die Vorbereitung starten konnten und nun hauptsächlich taktisch und spielerisch arbeiten können.“

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Konstanz und Defensive soll verbessert werden

Die Lauenburger deuteten bereits an, dass sie auch in der Liga für munteren, unterhaltsamen Fußball stehen. Sie haben durchaus eine hohe Qualität durch Spieler wie die besagten Neuen oder aber Marcel Gevert im Mittelfeld, der einst bei Borussia Dortmund in der Jugend und später in Eichede noch als Torhüter agierte. Man darf sich in dieser Saison auf die SG freuen, denn sie haben großes Potenzial, in dieser Liga für Furore zu sorgen. Was man den Zuschauern bieten möchte, verriet Hadler: „Wir möchten für attraktiven Fußball stehen und spielerische Lösungen finden, wo der Zuschauer gerne zuschaut.“ Dabei hat man allerdings auch einige Punkte, die man im Vergleich zur Vorsaison verbessern möchte: „Mit Blick auf die Vorsaison möchten wir vor allem konstanter werden und die Defensive weiter verbessern.“

dennis hadler @ „Wir möchten für attraktiven Fußball stehen und spielerische Lösungen finden, wo der Zuschauer gerne zuschaut“
Dennis Hadler, kam vom Krumeeser SV, ist an die Seite von Niklas Oelrichs gerückt. Er verriet, welche Ziele man für die neue Saison anvisiert. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Saisonziel

Zum Start in die Saison trifft man auf den SV Grün-Weiß Siebenbäumen und somit einen der Favoriten auf den Aufstieg. Im Anschluss warten die Partien gegen Lübeck 1876 (A), TSV Kücknitz (H) sowie beim SV Viktoria 08 (A). Es ist ein spannendes, doch auch keineswegs leichtes Startprogramm, das früh zeigen könnte, in welche Richtung es geht. Bezüglich Zielsetzung heißt es: „Wir selbst peilen in der für uns neuen Liga einen Platz in der oberen Tabellenhälfte an.“

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