
Lübeck – Die Winterpause ist vorbei und war in diesem Jahr besonders schwer. An eine normale Vorbereitung war nicht zu denken, denn die Plätze in der Region waren zahlreich gesperrt. Dementsprechend musste improvisiert und Alternativen gefunden werden. Testspiele absolvierten die Mannschaften der Kreisliga Südost wenige, sodass der Start ins neue Pflichtspieljahr Spannung verspricht.
VfL Vorwerk – SV Fortuna St. Jürgen (Sa., 16.30 Uhr)
Das neue Jahr soll für den VfL Vorwerk deutlich besser starten, als das letzte endete. Der Klassenerhalt soll irgendwie gelingen, doch es ist ein hartes Stück Arbeit, das auf die Mannschaft aus dem Teichstadion wartet. Hoffnung machen dabei die Neuzugänge, denn man hat mehrere Spieler aus der Verbandsliga an Land ziehen können. Namentlich sind es Niclas Thiessen, Mehmet Sütlü und Ömer Ünsal. Das Trio kommt aus Siebenbäumen und verstärkt den Kader nochmals. Vier Punkte holte Vorwerk in den ersten 16 Spielen, punktete bisher nur gegen den TSV Gudow und SV Fortuna St. Jürgen. Letzterer kommt nun am Sonnabend an die Vorwerker Straße. Im Hinspiel trennten sich beide Teams torlos in einem überschaubaren Spiel, das wenig mit Kreisligafußball zu tun hatte. Damals waren beide Mannschaften tief im Tabellenkeller, was sich seitdem geändert hat. Der Gegner aus St. Jürgen hat sich nämlich stabilisiert und ein ordentliches Polster angesammelt. Dieses soll im neuen Jahr noch dicker werden, damit der Ligaverbleib bereits früh in trockene Tücher gewickelt wird. Getestet wurde am Donnerstagabend gegen den Ratzeburger SV II. Es ist der einzige Test nach der Winterpause. Gegner Vorwerk absolvierte ein Spiel gegen den Verbandsligisten SV Hamberge. Man sammelte dort trotz einer 0:3-Niederlage viele positive Erkenntnisse.
Benjamin Schramm (VfL Vorwerk): „Eine wirkliche Vorbereitung gab es ja eigentlich, bis auf eine Einheit auf dem Platz und drei Einheiten im orangetheory nicht. Diese Woche sind wir in guter Besetzung auf dem Platz und bereiten uns so gut wie möglich auf das Spiel gegen Fortuna vor. Unser Testspiel gegen Hamberge hat gezeigt, dass die Neuzugänge uns sofort weiterbringen werden. Demnach gehen wir optimistisch in die Partie und wollen gleich mit Punkten unsere große Herausforderung beginnen.“
Nikolay Frech (SV Fortuna St. Jürgen): „Am Samstag geht es endlich wieder los mit der Punktspielrunde. Nach einer sehr kuriosen Vorbereitung und kaum Training sowie Testspielen hat sich das Wetter wieder stabilisiert. Im Rahmen der Möglichkeiten konnten wir trotzdem vernünftig trainieren und haben im Kraft-Ausdauer-Bereich einige Indoor-Einheiten absolviert. Wir freuen uns auf die Herausforderung Vorwerk, welche wohl ein ganz anderes Gesicht als in der Hinrunde haben wird. Wir sind gewarnt und werden den Gegner nicht unterschätzen.“
TSV Eintracht Groß Grönau II – SG Reinfeld/Kronsforde (Sa., 17 Uhr)
Auf das erste Spiel des TSV Eintracht Groß Grönau II nach dem Trainerwechsel blickt man gespannt. Wie tritt die junge Truppe unter der Leitung von Alexander Wollmer auf? Gibt es eine Überraschung oder aber startet man mit einer Niederlage? Es sind Fragen, die am Sonnabend am Torfmoor beantwortet werden sollen. Die Aufgabe für die Grönauer könnte wohl kaum schwieriger werden, denn mit der SG Reinfeld/Kronsforde ist der Ligaprimus zu Gast. Die Stormarner gewannen bisher fast alle Partien und stehen dementsprechend hochverdient an der Tabellenspitze. Die Offensive ist die große Stärke und auch hinten hat man sich im Laufe der Hinserie immer mehr stabilisiert. Zum Jahresabschluss musste das Team von Trainer Jan Fischer allerdings seine erste Saisonniederlage hinnehmen. Bei der SG Breitenfelde/Mölln gab man sich mit 0:2 geschlagen und blieb nicht nur erstmals ohne Punkte, sondern sogar ohne eigenes Tor. Es war ein Tag, an dem man sich schwertat gegen eine unbequeme Mannschaft, die vor allem gegen den Ball hohe Qualitäten hat. Nun trifft man auf eine Unbekannte, denn Groß Grönau II hat einen neuen Coach, der seinen Spielern einen individuellen Spielraum lässt, aber Kampfbereitschaft fordert. Dies wird es im Abstiegskampf benötigen, denn neben dem Spielerischen hatte man in den bisherigen Spielen oftmals Defizite darin. Man ließ sich von den erfahreneren Truppen zu oft den Schneid abkaufen, was nun nicht passieren soll. Die schwere Aufgabe gegen den Spitzenreiter ist nicht unmöglich, denn im Hinspiel zeigte die Eintracht einen starken Auftritt gegen die SG.
Alexander Wollmer (Eintracht Groß Grönau II): „Leider gab es keine richtige Vorbereitung, aber Rumjammern hilft keinem was. Wir wollen es den Jungs von Kronsforde/Reinfeld lange unangenehm machen. Wir treffen uns ja nicht zum Kaffeekränzchen, wo wir noch ’nen Stück Kuchen reichen. Wir erwarten eine Truppe, die natürlich eine enorme Qualität hat, die funktionieren schon gut zusammen. Sind dazu natürlich mit sehr guten Einzelspielern gespickt. Wir müssen unangenehm sein und versuchen, in ihre Köpfe zu kommen.“
Jakob Finnern (SG Reinfeld/Kronsforde): „Es geht endlich wieder los, wenn wir auf die Wintervorbereitung zurückblicken, dann lief diese natürlich alles andere als optimal. Das war aber bei allen Teams der Fall, wir haben das Beste draus gemacht und freuen uns jetzt, endlich wieder auf dem Platz zu stehen. Am Wochenende erwartet uns direkt ein Auswärtsspiel in Grönau, das keineswegs einfach sein wird. Unser klares Ziel heißt hier trotzdem, die drei Punkte mitzunehmen. Das Spiel ist für uns nur ganz schwer einzuschätzen, da Grönau durch den neuen Trainer sicherlich mit neuen Impulsen und neuen Ideen Fußball spielen wird. Daher ist es für uns wichtiger, dass wir in unsere Abläufe und Automatismen kommen, damit wir dieses Spiel erfolgreich bestreiten können.“
TSV Travemünde – VfL Rethwisch (So., 14 Uhr)
Beim VfL Rethwisch gab es im Winter eine Veränderung. Trainer Walter Thielenhaus ist nicht mehr Cheftrainer am Buchrader Weg, dies entschied der Verein. Der neue Mann kennt die Mannschaft sehr gut, denn er agierte bisher als Co-Trainer und schnürte sogar selbst die Schuhe. Malte Gerich hat nun das Sagen beim VfL, der in der Kreisliga als ein sehr unbequemer Gegner gilt. Die erfahrene Truppe ist vor allem auf dem heimischen Platz kaum zu schlagen und holte bisher 14 Punkte zu Hause. Auch der TSV Travemünde, auf den man am Sonntag trifft, stolperte im Kreis Stormarn. Man kam nicht über ein Unentschieden heraus, auch wenn dieses Spiel denkbar unglücklich für die Monte-Kicker lief. Ausbleibende Elfmeterpfiffe, diskutable Schiedsrichterentscheidungen und ein Platzverweis für Co-Trainer Hamza Yilmaz sorgten für Ärger aus Sicht des Verbandsligaabsteigers. Nun kommt es zum Wiedersehen mit dem VfL und auf dem heimischen Platz möchte man gut ins neue Jahr starten. 2025 wurde mit drei Niederlagen aus vier Spielen und dem Absturz bis auf den sechsten Rang beendet. Es war etwas die Luft raus nach einem harten Jahr ohne richtige Sommerpause. Nun soll wieder an die starken Auftritte, die man über weite Strecken der Saison bot, angeknüpft werden. Ein Dreier soll dazu am besten her. Dabei werden Steven Tag und Mephew Hinze allerdings nicht mehr helfen. Die beiden Stammspieler verließen „Monte“ im Winter. Auf der Zugangsseite begrüßte man mit Lennard Hesebeck einen alten Bekannten, zudem tragen auch Alexander Zlatev und Maximilian Plaumann künftig das Trikot des TSV. Im einzigen Testspiel gegen den SV Grün-Weiß Siebenbäumen kamen Hesebeck und Plaumann bereits zum Einsatz, doch es gab eine 0:3-Niederlage.
Christian Jetz (TSV Travemünde): „Die Wintervorbereitung war für alle schwierig, wir haben jedoch das Beste draus gemacht. Laufeinheiten, Soccerhalle, Zumba, Hot Iron und vor allem die Einheiten bei Orange Theory Fitness bei Jeanine und Florian waren toll, ein großes Dankeschön dafür. Wir haben mit Hesebeck, Zlatev und Plaumann drei Neuzugänge im Gepäck. Wir freuen uns auf den Auftakt und gucken, ob wir die ‚schwerwiegenden Verluste wie von HL-SPORTS beschrieben‘ kompensieren können. Wir haben auf jeden Fall Lust, die Winterdepression hinter uns zu lassen. Und wollen unseren zehnten Saisonsieg einfahren.“
Malte Gerich (VfL Rethwisch): „Die Wintervorbereitung war definitiv eine Herausforderung. Aufgrund der Witterungsbedingungen konnten wir leider kaum auf dem Platz trainieren. Deshalb mussten wir viele Einheiten in den Kraftraum verlegen, um die körperliche Basis zu legen. Zusätzlich waren wir einige Male in der Soccerhalle, was eine gute Alternative war – aber natürlich nicht eins zu eins mit Training unter freiem Himmel vergleichbar ist. Trotzdem haben wir das Beste aus den Umständen gemacht und intensiv gearbeitet. Wir müssen sehr diszipliniert verteidigen, Travemünde verfügt über starke Spieler im Eins-gegen-Eins, das müssen wir mit viel Einsatz, Laufbereitschaft und mannschaftlicher Geschlossenheit verteidigen. Wir dürfen und wollen uns aber trotzdem nicht kleinmachen und verstecken, sondern möchten im Ballbesitz mutig nach vorne spielen und unsere Chancen konsequent nutzen. Es wird ein schweres Spiel, Travemünde geht als Favorit in die Partie und wird voraussichtlich mehr Ballbesitz haben. Wir müssen kompakt stehen und wenn wir unsere Nadelstiche sauber setzen, können wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Trotz der Außenseiterrolle können wir guten Gewissens auf die Qualitäten unserer Jungs vertrauen. Wenn wir als Mannschaft geschlossen auftreten und unseren Matchplan konsequent umsetzen, sind wir davon überzeugt, dass wir etwas Zählbares mitnehmen können.“
TSV Gudow – TSV Schlutup (So., 14 Uhr)
Der TSV Gudow hat noch 13 Spiele, um den Abstieg aus der Kreisliga zu verhindern. Bisher steht gerade einmal ein Punkt auf dem Konto, sodass die Aufgabe alles andere als einfach wird. Dies trifft sicherlich auch auf das erste Spiel nach der Winterpause zu. Mit dem TSV Schlutup gastiert nämlich eine Mannschaft, die über hohe Qualität verfügt und zu den Aufstiegsfavoriten gehört. Diese ist allerdings schwierig einzuschätzen, denn im Winter gab es einen Trainerwechsel. Tim Kreutzfeldt wurde von Frank Wölffel beerbt. Wölffel feiert sein Pflichtspieldebüt am Sonntagnachmittag, bisher stand er nur im Testspiel gegen den Sereetzer SV an der Seitenlinie. Es wurde mit 0:2 verloren, doch man probierte eine Menge aus. Im ersten Durchgang stand man tief und konzentrierte sich auf das Verteidigen. Alexander Lage agierte als Innenverteidiger in einer Fünferkette. Es gab also durchaus Veränderungen im Spiel, nun wird sich zeigen, wie man in der Liga auftritt. Zu erwarten ist eine Menge Ballbesitz und Kontrolle für die Lübecker, denn Gudow kommt besonders gerne zu Konterchancen. Dies ist ihre größte Gefahrenquelle. Im Hinspiel war es eine klare Angelegenheit. 7:1 gewann Schlutup unter anderem dank des doppelten Lage. Vergangene Saison setzte sich die Mannschaft vom Palinger Weg mit 5:1 und 5:0 durch, sodass man am Segrahner Berg sicherlich deutlich mehr Stabilität benötigt.
Marcel Schaper (TSV Gudow): „Wir haben Dienstag das erste Training 2026 auf dem Platz absolviert. Dementsprechend war die Vorbereitung geprägt von vielen Laufeinheiten und einem sehr positiven Trainingslager in der Lauenburger Soccerhalle zu Vorbereitungsbeginn. Unser letztes Spiel gegen Schlutup ist nicht lange her, wir sind der klare Außenseiter und erwarten einen spielerisch starken Gegner. Wir wollen zu Hause auf unserem Rasenplatz giftig dagegenhalten. Im Hinspiel hatte sich Schlutup vorgenommen, etwas für die Tordifferenz zu tun, was leider am Ende auch so eingetreten ist. Sonntag setzen wir alles dran, diesen Plan zu vereiteln.“
Frank Wölffel (TSV Schlutup): „Unter herausfordernden Bedingungen haben wir versucht, das Beste rauszuholen. Wir hoffen, dass das Spiel am Wochenende in Gudow stattfindet und werden versuchen, das Spiel erfolgreich zu gestalten. Die beiden Testspiele haben zumindest gezeigt, dass wir uns auf einem guten Weg befinden.“
SG Breitenfelde/Mölln – TSV Pansdorf II (So., 14 Uhr)
Das Jahr 2025 war für die SG Breitenfelde/Mölln eines, das viele Höhen und Tiefen bot. Nach dem Abstieg und dem schwierigen Saisonstart kam die Mannschaft aus dem Herzogtum Lauenburg immer mehr in Fahrt und befreite sich komplett aus dem Tabellenkeller. Der Blick geht nun sogar eher nach oben. Man hat einigen Teams bereits Probleme bereitet und möchte dies auch in der Rückrunde tun. Zum Abschluss setzte die Mannschaft von Cheftrainer Arne Riewe ein dickes Ausrufezeichen, mit dem sie in der Kreisliga aufhorchen ließ. Als erste Mannschaft überhaupt schlug man die SG Reinfeld/Kronsforde. Nun kommt der Tabellenzweite und man möchte da weitermachen, wo man aufgehört hat. Der TSV Pansdorf II soll geknackt werden, doch die Mannschaft von Steven Tion ist enorm schwer zu schlagen. Einzig Travemünde und Reinfeld/Kronsforde konnten die Ostholsteiner schlagen. Man ist ein heißer Anwärter auf den Relegationsplatz, denn im Winter hat man sich nochmals verstärkt. Mephew Hinze kam aus Travemünde, Tobias Münch aus Bad Schwartau und zuletzt folgte ein weiterer Neuer. Kyle Hohmann ist künftig Pansdorfer. Der zentrale Spieler kommt aus Hamburg und war zuvor beim TSV Eintracht Groß Grönau in der Verbandsliga. Dort zeigte er sich durchaus torgefährlich. Im einzigen Testspiel gegen den TSV Trittau am Dienstagabend kam er zu seinem ersten Einsatz. Man verlor mit 2:6, zeigte jedoch einen positiven Auftritt. Breitenfelde gewann seinen einzigen Test mit 4:0 gegen Berkenthin.
Arne Riewe (SG Breitenfelde/Mölln): „Nach einer wirklich schwierigen Vorbereitung durch den Winter haben wir trotzdem alles gegeben, um in Sachen Fitness etwas Vernünftiges auf die Beine zu stellen. Glücklicherweise können wir vor dem Start gegen Berkenthin zumindest noch einen Test absolvieren. Am Wochenende kommt Pansdorf II zu uns. Das Hinspiel haben wir mit 1:0 verloren. Mal sehen, was jetzt möglich ist. Wir wollen an Leistungen wie gegen Reinfeld anknüpfen und weiter zeigen, wo wir hingehören und auch hinwollen. Pansdorf ist eine starke Truppe. Hinten abgeklärt und vorne eiskalt. Das gilt es zu überbieten. Ich glaube an meine Truppe und freue mich, dass es endlich losgeht.“
Steven Tion (TSV Pansdorf II): „Ich denke wir haben das Beste aus dieser Vorbereitung herausgeholt. Von EMS-Sport, über spinnig und Fitnessstudio bis zur Reithalle war alles dabei. Wir wollen schnell in die Spur finden und unsere Stärken auf den Platz bringen und so etwas zählbares mitnehmen auch wenn wir wissen das es brutal schwer wird. Wir erwarten einen sehr Spielstarken Gegner, der sicher zu den Spitzenteams gehört.“
SV Viktoria 08 – Lübeck 1876 (So.,14.30 Uhr)
Sowohl Lübeck 1876 als auch der SV Viktoria 08 wurden vor der Saison als Anwärter auf die oberen Plätze gehandelt. Anfangs schien es, als würden beide Teams dieser Rolle gerecht werden, doch es folgte ein Leistungseinbruch. Ausfälle konnten einfach nicht kompensiert werden, sodass sich beide nun im Tabellenmittelfeld wiederfinden. Nach oben ist der Rückstand groß, nach unten hat man ebenfalls ein dickes Polster, sodass eine Saison droht, in der man im Tabellenniemandsland endet. Beide stehen bei 25 Punkten und sind direkte Tabellennachbarn, es gibt also viele Parallelen zwischen den beiden Lübecker Teams. Im Hinspiel setzte sich Viktoria an der Travemünder Allee durch. Jan Carlos Spoddig war ein wichtiger Faktor, denn er stellte beim 5:3-Sieg mit einem Doppelpack in den ersten zehn Minuten früh die Weichen. Nun gibt es das Wiedersehen und man kann gespannt sein, wie die Mannschaften aus dem Winter kommen. 1876 beendete das Jahr 2025 nicht gerade erfolgreich, auch wenn es zum Abschluss nach fünf Niederlagen in Serie noch einen Dreier gab. Viktoria kam wieder in die Spur und blieb in fünf Partien bei elf Zählern ungeschlagen. Die Vorbereitung auf die Rückserie war auch bei den beiden Lübecker Kreisligisten schwierig, wobei es bei der Mannschaft von der Falkenwiese wohl noch einmal schwieriger war. Während Lübeck 1876 zwei Testspiele bestritt, geht das Akgün-Team ohne ein einziges Spiel in die Rückrunde.
Timur Akgün (SV Viktoria 08): „Die Wintervorbereitung war in diesem Jahr suboptimal. Dennoch haben wir Hallentraining, Gym und Challenges noch in vollen Zügen machen können. Am Wochenende möchten wir an erster Stelle spielen, das Ergebnis ist zweitrangig. Ich schätze 76 als gut vorbereitet ein, da die Möglichkeiten gegeben sind dazu. Daher sind sie klarer Favorit, aber wir werden irgendwie gegenhalten.“
Uwe Buchholz (Lübeck 1876): „Wie fast alle Mannschaftenm mussten auch wir viel improvisieren.
Soccerhalle, Laufeinheiten und Fitnesscenter. Jetzt konnten wir immerhin noch zwei, drei Trainingseinheiten auf dem Platz und ein Testspiel durchführen. Leider hatten wir auch viele Verletzte, Urlauber und Kranke sodass die Rückrundenvorbereitung nicht so verlief wie wir uns das vorgestellt haben. Trotzdem wollen wir in der Rückrunde versuchen noch ein paar Plätze in der Tabelle zu klettern. Dazu benötigen wir Punkte und die wollen am Sonntag auf der Falkenwiese holen.“
SV Azadi II – TSV Kücknitz (So., 15 Uhr)
Ein Heimspiel auf fremdem Platz. Dies wird der SV Azadi Lübeck II am Sonntagnachmittag erleben. Aufgrund der Sperrung des Kunstrasens am Koggenweg findet das geplante Heimspiel gegen den TSV Kücknitz, wie bereits in der Hinrunde, am Roten Hahn statt. Damals trennten sich beide Mannschaften in einem packenden und spannenden Spiel mit 4:4. Den Zuschauern wurde einiges geboten. Neben acht Treffern gab es auch auf beiden Seiten je einen Platzverweis. Für Kücknitz war es das erste Ligaspiel der Saison, wo man auf gleich vier Rückstände eine Antwort fand. Nun trifft man sich wieder und die Vorbereitung war für beide Mannschaften alles andere als einfach. Schnee und Regen machten sämtlichen Teams einen Strich durch die Rechnung. Azadi testete in diesem Winter kein einziges Mal und geht daher ohne Spielpraxis in die Rückrunde. Man wird also sehen, wie man sich zurechtfindet. Kücknitz hat ein Spiel absolviert. Am Dienstagabend unterlag das Team von Cheftrainer Mirco Groß dem TSV Zarpen mit 1:3.
Omar Yassin (SV Azadi Lübeck II): „Leider lief unsere Vorbereitung nur semi, da wir wetterbedingt viel in der Halle trainiert haben und kaum draußen. Auch Spielpraxis konnte wegen des Schnees nicht gesammelt werden. Dies gilt natürlich aber auch für unsere Gegner. Am Sonntag erwarten wir einen Gegner, der eine junge, dynamische Mannschaft mitbringt, die offensiv viel kreieren kann. Sie stehen nicht zu Unrecht im oberen Tabellendrittel. Unser Hinspiel endete 4:4, was zeigt, dass beide Teams Qualität haben. Daher gehen wir fokussiert und motiviert in die Partie und versuchen, alles mitzunehmen, was möglich ist. Leider musste das Heimrecht getauscht werden, da der Platz in Buntekuh noch gesperrt ist. Somit spielen wir wieder in Kücknitz. Es wird darauf hinauslaufen, dass wir diese Saison keine richtigen ‚Heimspiele‘ mehr haben werden. Ich hoffe, dass die Stadt langsam etwas unternimmt, da das Thema seit Anfang der Saison schon besteht.“
Oliver Krause (TSV Kücknitz): „Am Sonntag haben wir den SV Azadi II zu Gast am Roten Hahn. Azadi bat um Heimrechttausch, da am Koggenweg nicht gespielt werden kann. Unsere Vorbereitung war dürftig, wie wohl bei allen Mannschaften. Wir haben das Beste daraus gemacht und trotzdem gut gearbeitet, soweit es möglich war. Mit dem SV Azadi Lübeck II gastiert eine unangenehme und spielerisch starke Mannschaft am Roten Hahn, die uns alles abverlangen wird. Wir wollen vor heimischer Kulisse wieder ein Zeichen setzen und wichtige Punkte einfahren. Die Mannschaft weiß, dass wir über die gesamte Spielzeit hinweg Konzentration, Einsatzbereitschaft und mannschaftliche Geschlossenheit brauchen, um erfolgreich zu sein. Azadi bringt vor allem Tempo, Spielstärke und Einsatzwillen mit und ist bekannt dafür, mutig nach vorne zu spielen und keinem Zweikampf aus dem Weg zu gehen, deshalb wird es für uns entscheidend sein, früh Kontrolle über das Spiel zu gewinnen und unsere eigenen Stärken auszuspielen. Das Trainerteam und die Mannschaft setzen dabei auf die Unterstützung der heimischen Fans, die bereits in der Vergangenheit ein wichtiger Faktor am Kücknitzer Roten Hahn waren. Mit Leidenschaft, Kampfgeist und der richtigen Einstellung wollen wir unseren Heimvorteil nutzen, um drei Punkte einzufahren. Wir freuen uns auf zahlreiche Zuschauer und ein spannendes Kreisligaspiel.“
Der 20. Spieltag
VfL Vorwerk – SV Fortuna St. Jürgen (Sa., 16.30 Uhr)
Eintracht Groß Grönau II – SG Reinfeld/Kronsforde (17 Uhr)
TSV Travemünde – VfL Rethwisch (So., 14 Uhr)
TSV Gudow – TSV Schlutup
SG Breitenfelde/Mölln – TSV Pansdorf II
SV Viktoria 08 – Lübeck 1876 (14.30 Uhr)
SV Azadi Lübeck II – TSV Kücknitz (15 Uhr)








