„Wir wären stolz, wenn wir uns in dem oberen Tabellendrittel festbeißen können“

VfL Rethwisch zeigt sich mit neuem Trainer selbstbewusst und mutig

Der VfL Rethwisch hat auf der Trainerposition frühzeitig für Klarheit sorgen können. Dies war im vergangenen Jahr noch nicht der Fall. Foto: Lobeca/Niklas Runne
Anzeige

Rethwisch – Der VfL Rethwisch startet am heutigen Freitagabend mit dem Auswärtsspiel beim ATSV Stockelsdorf in die Kreisliga Süd. Es ist zugleich das erste Ligaspiel unter der Leitung des neuen Cheftrainer. Wie seine Ambitionen aussehen? Wie die Vorbereitung verlief und worn man noch arbeiten muss, verriet der neue Coach. Zudem hat man in diesem Jahr deutlich bessere Voraussetzungen als im vergangenen, auch wenn es keine personellen Veränderungen gab.

Frühzeitig Klarheit auf der Trainerposition

Vor der vergangenen Saison waren die Voraussetzungen beim VfL Rethwisch nicht gerade optimal. Nach einigen Jahren in denen Tobias Chylla die Mannschaft als Trainer betreute, brauchte es im Sommer 2025 einen neuen Chef. Die Suche nach diesem erwies sich als enorm schwer, sodass es eine interne Lösung brauchte. Der erfahrene Walter Thielenhaus, der zuvor in der Jugend des VfL tätig war, übernahm die Verantwortung. Dies allerdings erst kurz vor dem Saisonstart, sodass lange Zeit Ungewissheit herrschte und keine ideale Vorbereitung möglich war. Mit Thielenhaus belegten die Stormarner zum Winter einen gesicherten Platz im Tabellenmittelfeld. Der Start war noch sehr durchwachsen, doch vor allem durch die Heimspiele im Pappelstadion sollte es genügend Punkte geben um den Abstand nach unten groß zu halten. Auswärts gab es kaum etwas zu holen. Zum Winter gab es dann eine erneute Veränderung auf der Trainerposition. Thielenhaus machte nicht mehr weiter, sodass Rethwisch erneut vor der Herausforderung stand, einen neuen Coach zu finden. Der bisherige Co-Trainer Malte Gerich übernahm die Verantwortung und wurde zum Interimscoach bis zum Saisonende. Die Ausbeute war dabei sehr dürftig, denn es gab nur zwei Siege aus zwölf Spielen. So richtig zittern musste man mit Blick auf den Tabellenkeller allerdings nicht, auch wenn es am Ende der 13. Platz mit 24 Punkten war. Acht Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze hatten die Stormarner zum Saisonabschluss.

Kader bleibt zusammen

In einer starken Liga hielt der VfL Rethwisch die Klasse, auch wenn die Rückrunde nicht zufriedenstellend war. Doch man schaute frühzeitig optimistisch in die neue Saison, denn anders als im Vorjahr, konnte nun frühzeitig für Klarheit auf der Trainerbank sorgen. Till Kniffka wurde vorgestellt, der im Kreis bereits als Spieler durch Stationen beim SV Eichede, SV Hammoor oder aber SSC Hagen Ahrensburg bekannt war. Die Rolle des Trainers ist für ihn relativ neu, sodass es auch für ihn eine Chance ist, die er am Buchrader Weg wahrnimmt. Vorgefunden hat er eine eingespielte, harmonische Truppe, die in diesem Sommer auch keine Abgänge zu verkraften hatte. Die Mannschaft der vergangenen Saison blieb zusammen. Neuzugänge gab es allerdings ebenfalls keine, denn die Suche nach Verstärkungen erwies sich als sehr schwer. Dennoch bekam der neue Coach einen positiven Eindruck von seiner Mannschaft, auch wenn die Vorbereitung nicht optimal lief: „Die Vorbereitung verlief durchwachsen. Oft eine Trainingsbeteiligung von circa 18 Leuten, aber bei den Spielen dann wieder nur eld Leute. Das ist in der Urlaubszeit aber auch normal.“

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
rethwisch jubel @ „Wir wären stolz, wenn wir uns in dem oberen Tabellendrittel festbeißen können“
Der VfL Rethwisch überzeugte vor allem in Heimspielen vergangene Saison. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Neuer Trainer schaut aufs obere Tabellendrittel

Die Testspiele verliefen gemischt, denn nach einer 0:5-Niederlage gegen den FC Ahrensburg, nahm man beim Mares-Cup in Bargfeld teil. Nach einem Sieg, einer Niederlage und einem Remis in der Vorrunde, spielte man um Platz Fünf. Dort gewann der VfL gegen den Tralauer SV. Im Anschluss unterlag Rethwisch Blau-Weiß 96 II mit 2:3. Ins Gesamt war auffällig, dass die Offensive durchaus funktioniert, doch es hinten Schwächen gab. Dies verdeutlichten die Ergebnisse in den Testspielen und auch das erste Pflichtspiel. In diesem traf die Knifka-Elf auf die FSG Südstormarn. Man setzte sich mit 7:4 durch, doch nach 65 Minuten stand es noch 4:4. Defensiv gibt es daher noch Schwächen. Mit Blick auf die Kreisliga Süd zeigt man sich am Buchrader Weg ambitioniert und selbstbewusst. Der neue Trainer sagt: „Wir wären stolz, wenn wir uns in dem oberen Tabellendrittel festbeißen können. Wir möchten gerne mutigen Fußball spielen und uns nicht verstecken. Sehr Leidenschaftlich und zweikampfbetont mit gesundem Selbstvertrauen zum Sieg.“

Rethwisch möchte fitter und präsenter sein

Damit man eine bessere Saison als im vergangenen Jahr spielt und den eigenen Ambitionen gerecht wird, muss man sich in einigen Punkten noch steigern. Diese nennt Kniffka: „Wir möchten gerne im Gegensatz zur Vorsaison fitter und Präsenter in den Spielen auftreten. Mental müssen wir auch noch dazulernen und uns nach Rückständen nicht verstecken oder aufgeben.“ Dies soll bereits am heutigen Abend, wenn man in Stockelsdorf gastiert, gezeigt werden. Anschließend empfängt man den TSV Travemünde, bevor in Eichholz gastiert wird. Der Start ist alles andere als einfach, denn es folgen die Duelle gegen Breitenfelde/Mölln (H) und die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg (A).

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein