„Wir wollen gemeinsam mit unseren Fans alles dafür tun, diesem besonderen Abend einen erfolgreichen Abschluss zu geben“ – Landesliga-Duell im Kreispokalfinale

Pokalfinaltag in Schlutup

Beim Pokalfinale 2022 in Travemünde, wurde der Eichholzer SV bereits von zahlreichen Fans begleitet. Nun wird dies erneut der Fall sein. Foto: Lobeca/Andre Porath

Lübeck – Am morgigen Donnerstag (14.5.) ist es soweit. Der Finaltag des Kreispokals Lübeck steht auf dem Programm und es werden gleich mehrere Titelträger gesucht. Den gesamten Tag rollt am Palinger Weg, auf der Sportanlage des TSV Schlutup, der Ball und es sind Spannung, Spektakel und eine Menge Emotionen garantiert. Man darf sich somit auf einen großen Fußballtag freuen.

Kreispokal Ü32

TSV Travemünde Ü32 – TSV Schlutup Ü32 (Do., 10.45 Uhr)

Bereits ab 10.45 Uhr erfolgt der Startschuss auf dem Rasenplatz. Es steigt das Finale der Ü32-Altherren und dort kommt es zu einem echten Derby. Der TSV Schlutup trifft dort nämlich auf dem heimischen Platz auf niemand Geringeren als den TSV Travemünde. Die Motivation auf einen Titel auf der eigenen Sportanlage ist beim Gastgeber sicherlich riesig. Beide Mannschaften kennen sich sehr gut, denn sie trafen bereits in der Ü32-Kreisliga zweimal aufeinander. Dort sind die Teams enorm dicht beieinander, denn Schlutup als Tabellendritter und Travemünde als Vierter sind direkte Nachbarn. Die Punktausbeute in einer starken Liga ist sicherlich bemerkenswert, denn 37 von 42 Punkten holte der Viertplatzierte. Vier weniger haben die Monte-Kicker auf dem Konto. Es könnte also richtig spannend werden. Der Weg ins Finale lässt sich durchaus sehen. Die Mannschaft von der Ivendorfer Landstraße bezwang zunächst AKM Lübeck (3:1), anschließend den Türkischen SV (7:0), bevor es im Halbfinale ein dickes Ausrufezeichen gab. Der VfB Lübeck, der ausnahmslos alle Kreisligaspiele gewonnen hat, wurde mit 4:1 bezwungen. Dadurch wurde das Ticket für das Endspiel am Donnerstag gebucht. Personell ist die Truppe vom Rugwisch stark besetzt, denn viele ehemalige Landesliga-Kicker des TSV schnüren dort nun die Schuhe. Auch David Klak als Ex-VfB-Lübecker und deutscher U19-Meister mit Hansa Rostock sowie Tommy Gruppe laufen für die Ü32 Travemündes auf. Doch auch auf Seiten der Schlutuper sind einige Spieler dabei, die bereits in der Vergangenheit, aber auch aktuell ordentlich performen. Vor allem die Brüder Dennis-Jan und Marcel-Sven Meier. Letzterer erzielte in dieser Saison 22 Tore. Man darf sich zum Start in den Finaltag also auf ein hochklassiges Endspiel freuen, in dem es spannend und umkämpft werden könnte.

Kreispokal Herren untere Mannschaften

SV Azadi Lübeck II – 1.FC Phönix Lübeck II (Do., 12.30 Uhr)

Um 12.30 Uhr treffen die unteren Mannschaften der Herren aufeinander. Zwei Lübecker Zweitvertretungen treffen aufeinander, um den Nachfolger des TSV Eintracht Groß Grönau III zu finden. Dieser bezwang im Vorjahr die eigene Zweite mit 6:3. Diesmal treffen sich zwei höherklassige Mannschaften, die somit eine hohe Qualität versprechen. Der SV Azadi Lübeck II geht als Kreisligist und klarer Underdog ins Duell mit dem Oberligisten und Top-Favoriten 1. FC Phönix Lübeck II. Beide Mannschaften sind Aufsteiger und spielten in ihrer neuen Liga eine sorgenfreie erste Saison, dennoch scheint es, als würde im Endspurt etwas die Luft ausgehen. Beide schwächelten in den vergangenen Wochen etwas. Dies gilt es nun auszublenden, denn der Fokus liegt klar auf dem „kleinen“ Finale in Schlutup. Gespielt wird auf dem Kunstrasen, was beiden Teams wohl zugutekommt. Der SV Azadi Lübeck II erreichte das Achtelfinale durch einen Nichtantritt des FC Dornbreite II. Anschließend zog man durch einen 3:0-Sieg gegen die Dritte des FCD ins Viertelfinale ein. Dort wurde mit 5:0 am grünen Tisch gegen den ATSV Stockelsdorf III gewonnen, wobei man sich sportlich eigentlich 0:2 geschlagen geben musste. Den letzten Schritt für den Einzug ins Finale machte der Kreisligist gegen den Ligakonkurrenten Groß Grönau II. Mit 5:2 wurde dieser bezwungen. Phönix startete erst im Viertelfinale so richtig in diese Pokalsaison. Nach einem Freilos und dem Nichtantritt des TSV Kücknitz II wartete der SV Viktoria 08 II. Mit 2:0 wurde gewonnen und die Runde der letzten Vier klargemacht. Dort wurde Stockelsdorf II mit 21:0 bezwungen. Nun will der Oberligist den Titel klarmachen, so wie es bereits vor zwei Jahren der Fall war. Damals gab es einen 7:1-Sieg gegen den SC Rapid Lübeck II und kurioserweise geschah auch dies am Palinger Weg in Schlutup.

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Der 1.FC Phönix Lübeck II gewann 2024 bereits in Schlutup den Kreispokal untere Mannschaften. Foto: Lobeca/Roland Kenzo

Kreispokal der Herren

Eichholzer SV II – FC Dornbreite Lübeck (Do., 17 Uhr)

Das große Finale der Herren steigt auf dem Rasenplatz um 17 Uhr. Dann kommt es zum Duell zweier Landesligisten im Kampf um den Titel und die Nachfolge des SV Azadi Lübeck. Der Eichholzer SV trifft auf den FC Dornbreite und beide Mannschaften sind sich in dieser Spielzeit bereits zweimal begegnet. In der Hinrunde gewann die Mannschaft vom Steinrader Damm noch zu Hause mit 2:1, doch am Pöbelberg war es ein turbulentes 4:4. Spannung gab es somit in beiden Duellen, sodass diese auch am Donnerstagnachmittag wieder garantiert ist. Die Favoritenrolle geht dabei durchaus an Eichholz. Man steht in der Liga auf dem dritten Platz und holte insgesamt 46 Punkte. Mit 77 erzielten Toren sind die Mannen von der Guerickestraße die drittbeste Offensive der Landesliga, was vor allem an einem Duo liegt. Yasin Varol (17 Tore) und Niklas Hamer (15) erzielten zusammen 32 Treffer. Zuletzt war dies beim 5:5 an der Lohmühle gegen die U21 des VfB Lübeck der Fall. Im neuen Jahr tut sich die Mannschaft von Rene Sternberg allerdings ziemlich schwer. Nur drei der zwölf Partien nach der Winterpause wurden gewonnen, sodass man den Anschluss nach ganz oben verlor. Aktuell wartet der ESV seit sieben Partien auf einen Dreier. Die personelle Situation hatte dabei einen großen Anteil, denn viele Spieler standen nicht zur Verfügung, sodass sogar Teile der Zweiten aushelfen mussten.

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Weg vom Ligaalltag geht der Blick an der Guerickestraße nun allerdings in Richtung Pokal und dieser hat nun mal seine eigenen Gesetze. Was in den vergangenen Wochen war, das spielt in den 90 beziehungsweise 120 Minuten, die am Donnerstagabend anstehen, wohl kaum eine Rolle. Dass man solche Spiele gut kann, das hat Eichholz in der Vergangenheit bereits oft genug gezeigt. In den vergangenen vier Jahren holte man zweimal den Titel. Es gab die Pokalsiege in Travemünde 2022 gegen Rivale SC Rapid sowie im Folgejahr einen 2:0-Erfolg in der Verlängerung gegen Groß Grönau am Koggenweg in Buntekuh. Der Weg ins Finale in diesem Jahr begann nach dem Nichtantritt von Rot-Weiß Moisling mit einem 2:1-Sieg gegen den TSV Kücknitz. Im Halbfinale behauptete sich der Landesligist gegen den klassentieferen Türkischen SV im Elfmeterschießen. Es war also durchaus ein hartes Stück Arbeit, das diesjährige Endspiel zu erreichen, doch man hat es geschafft. Dies auch durch den gewohnten Anhang vom Pöbelberg, der für die Sternberg-Elf sowohl zu Hause als auch in der Fremde ein absoluter Faktor ist. Der Cheftrainer sagte vor dem Finale zu HL-SPORTS: „Wir machen keinen Hehl daraus, wer sich bis ins Pokalfinale kämpft, möchte den Pokal am Ende auch gewinnen und genau das ist unser Ziel. Die Kadersituation entspannt sich zunehmend, wodurch wir in den letzten Trainingseinheiten noch einmal gezielt an den entscheidenden Stellschrauben arbeiten werden, um unserem Spiel den letzten Feinschliff zu geben. Wir fahren mit Respekt nach Schlutup. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze und unser Gegner hat sich das Finale genauso verdient wie wir. Demut und Respekt sind daher selbstverständlich vorhanden, Angst jedoch nicht. Wir vertrauen unserer Qualität, dem Charakter unserer Mannschaft und unseren Stärken. Am Donnerstag wollen wir mutig auftreten, unser Spiel auf den Platz bringen und alles investieren, um den Pokal mit nach Hause zu nehmen. Jeder Spieler, der das Vereinswappen auf der Brust trägt, wird bereit sein, an seine Grenzen zu gehen und den Kampf anzunehmen, wenn nötig über 120 Minuten. Für unseren Verein, für unsere Farben, für all den Schweiß, die Kraft, die Rückschläge, die besonderen Momente und für das Lachen unserer Fans vom Pöbelberg. Die Vorfreude innerhalb der Mannschaft ist riesig und wir wollen gemeinsam mit unseren Fans alles dafür tun, diesem besonderen Abend einen erfolgreichen Abschluss zu geben.“

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Sascha Strehlau, Trainer des FC Dornbreite möchte ausgerechnet im Pokkalfinale den ersten Sieg in 2026 einfahren. Foto: Lobeca/Roland Kenzo

Der FC Dornbreite Lübeck schielt ebenfalls auf den Erfolg im Kreispokal, auch wenn die Saison anders als beim Gegner noch keineswegs entschieden ist. Dornbreites Formkurve nach dem Winter zeigte steil nach unten, denn man ist Schlusslicht der Rückrundentabelle. Insgesamt steht der FCD auf dem 13. Platz, sodass nach dem Oberligaabstieg im Sommer nun sogar der Gang in die Verbandsliga droht. Ein Sieg im Ligafinale am Sonntag gegen den TSV Pansdorf ist daher dringend nötig, denn sonst muss gezittert werden. 14 Spiele ohne einen einzigen Sieg sind die Rückrundenbilanz, sodass man nun schon seit dem 1. November auf einen Dreier wartet. Dieses Finale soll nun das Ende der Sieglosserie sein. In dieser Pokalsaison gab es zum Start im Achtelfinale einen 4:1-Sieg gegen Lübeck 1876. Im Anschluss wurde die Pflichtaufgabe gegen Olympia Bad Schwartau mit 15:0 gemeistert, bevor man gegen Landesliga-Meister SC Rapid durch einen 4:2-Sieg den Einzug ins Halbfinale feierte. Dort traf man auf den Kreisligisten TSV Travemünde, den man trotz torloser erster Hälfte mit 4:0 bezwang.

Die vergangenen Pokaljahre des FC Dornbreite waren durchwachsen. In der vergangenen Saison schied man bereits im Achtelfinale gegen den späteren Titelträger SV Azadi aus. Ein Jahr zuvor wurde durch einen 2:1-Erfolg gegen Rapid der Pokal selbst eingefahren, doch 2022/23 gab es ein Achtelfinal-Aus. Ansonsten gab es 2018/19 und 2020/21 noch Pokalsiege. Man holte also in den zurückliegenden sieben Jahren dreimal den Titel. Nun soll dieser erneut gewonnen werden, doch gleichzeitig ist auch das Ligaendspiel gegen den Abstieg in den Köpfen. Sascha Strehlau sagte zu HL-SPORTS: „Wir bestreiten diese Woche zwei Endspiele. Es geht um Mentalität und noch einmal alles rauszuholen, was im Tank ist.“

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