
Todesfelde – Viele Fans in Schleswig-Holstein hatten sich schon auf ein Lübecker Stadtderby im Landespokalfinale auf der Lohmühle eingestellt. Der 1. FC Phönix hielt sich dran und setzte sich bereits im Juli des vergangenen Jahres knapp mit 4:3 nach Elfmeterschießen beim SV Eichede durch. Der VfB Lübeck verpasste seine Chance mit einer enttäuschenden Leistung am Karsonnabend beim SV Todesfelde. Der Oberliga-Spitzenreiter besiegte die Grün-Weißen mit 2:0 und zog zum dritten Mal ins Endspiel ein. Nun lockt die Teilnahme am DFB-Pokal – auch hier durften die Segeberger bereits einmal ran.
2020 kam der VfL Osnabrück
Mitten in der Corona-Zeit empfing der SVT den damaligen Zweitligisten VfL Osnabrück und verlor nur knapp mit 0:1. Christian Rave war 2020 schon dabei und will es dieses Mal wieder schaffen. Für die Qualifikation sorgte damals ein 3:2-Erfolg über den VfB.
Gegner war Borussia Dortmund
Nun ist Phönix der Gegner – und mit den Adlern hat man noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr scheiterte man nach einer 1:3-Niederlage an der Dorfstraße. Die Lübecker zogen damals das große Los, durften gegen Borussia Dortmund spielen, unterlagen in einem sehr gut besuchten Volksparkstadion allerdings mit 1:4.
Lohmühle wird es nicht
Todesfelde und Phönix: Beide gewannen den Landespokal bisher einmal. Beide trafen im Vorjahr aufeinander. Beide wollen ein Heimspiel im Finale. Doch wer bekommt den Zuschlag?
Es sieht danach aus, dass der Pott nach Todesfelde wandert. Dort also, wo es im Vorjahr bereits das Duell gab. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass das Endspiel auf der Lohmühle ausgetragen wird. Doch ohne den VfB wird das für den Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) vermutlich zu teuer. Der Buniamshof ist für TV-Übertragungen der ARD (dort wird der Finaltag der Amateure live ausgestrahlt) nicht geeignet. Der Flugplatz an der Travemünder Allee fällt völlig raus, selbst wenn man dort bis dahin mit den Arbeiten fertig ist. Somit steht nur noch der JODA-Sportpark als realistische Option für den 23. Mai zur Auswahl. Mit einem Fassungsvermögen von 1.500 Zuschauern dürfte der Rahmen dafür ausreichend sein. Die Adlerträger haben eine überschaubare Fangemeinde. Im Schnitt kommen sie bei Heimspielen derzeit auf 579 Zuschauer pro Begegnung. Ohne das Stadtderby läge man bei 502 Personen, die Phönix bisher sehen wollten.







