„Zeigt, dass unsere intensive Arbeit der letzten Jahre Früchte trägt“

Ein beeindruckender Aufsteiger

Der Eichholzer SV II blickt auf die erste Kreisliga-Saison zurück. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Lübeck – Als Aufsteiger hat der Eichholzer SV II die erste Saison in der Kreisliga Südost hinter sich. In einer qualitativ starken Liga war man gespannt, wo die Zweitvertretung des ESV landen würde. Nach 30 Spieltagen stand die Mannschaft von Erfolgscoach Stephan Lindhoff im oberen Tabellendrittel und sorgte vor allem nach dem Winter für Staunen. HL-SPORTS sprach mit dem Chef über die Saison.

Eichholz nimmt den Aufstiegs-Flow mit

Dass der Eichholzer SV II kein gewöhnlicher Aufsteiger sein würde, das war eigentlich jedem klar. Die Mannschaft ist gespickt mit hoher Qualität, doch kommt vor allem über eine beeindruckende mannschaftliche Geschlossenheit. Dies zeichnet die offensivstarke Mannschaft aus, die im Aufstiegsjahr 143 Tore erzielte. Dabei hatte die Mannschaft nicht den einen Torjäger, sondern einige Spieler, die regelmäßig trafen. So sollte es auch in der Kreisliga sein, wo man als Aufsteiger einen starken vierten Platz belegte und 97 Tore erzielte. Die drittbeste Offensive war allerdings nicht nur vorne enorm gefährlich, sondern auch hinten gut. Zwar gab es auch 51 Gegentore, doch in Spielen wie gegen Reinfeld/Kronsforde oder Pansdorf II bewies der Aufsteiger, dass sie auch aus einer stabilen Defensive heraus spielen können.

Trainer Stephan Lindhoff zog gegenüber HL-SPORTS ein Saisonfazit: „Wir sind mit unser ersten Kreisligasaison natürlich mehr als zufrieden. Für uns war ein guter Start als Aufsteiger natürlich elementar wichtig. Mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen haben wir den Flow der Aufstiegssaison mitgenommen und uns schnell an die Liga gewöhnt. Nach den Niederlagen an Spieltag vier und fünf haben wir uns schnell wieder gefangen. Was meine Mannschaft dann ab Mitte November Woche für Woche an Einstellung und Teamgeist auf den Platz gebracht hat, ist Wahnsinn und zeigt, dass unsere intensive Arbeit der letzten Jahre Früchte trägt. Wir schließen die Saison seit November mit 15 ungeschlagenen Spielen auf Platz vier ab.“


„Es macht einfach Spaß, der Mannschaft zuzuschauen“

Die Serie lässt sich absolut sehen und zeigte klar, wie stark die Mannschaft vom Pöbelberg ist. Die Endplatzierung war keineswegs ein Resultat von Glück, sondern von einem Team, das sowohl individuell als auch über die Geschlossenheit jeden schlagen konnte. Was dieses so stark gemacht hat, verriet Lindhoff: „Besonders unser Teamgeist sowie unser schneller Offensivfußball haben viele Mannschaften vor Probleme gestellt. Man hat von Spiel zu Spiel gemerkt, welch Selbstvertrauen und welch Spaß an unserer Spielidee die Mannschaft hat. Jeder arbeitet für den anderen und das wird 90 Minuten. Es macht einfach Spaß, der Mannschaft zuzuschauen. Im Laufe der Saison haben wir uns auch im Defensivverhalten gesteigert.“

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Eichholz II überzeugt in der Kreisliga nach dem Aufstieg. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Verbesserungspotenzial

Bei einem vierten Tabellenplatz als Aufsteiger und 15 Spielen ohne Niederlage ist es schwer, Schwachstellen beim ESV II zu finden. Dennoch hat der Cheftrainer auch Verbesserungspotenzial gefunden, wo man zur neuen Saison dran arbeiten möchte: „Wir wollen weiter am Defensivverhalten arbeiten und versuchen, in der nächsten Saison weniger Gegentore zu bekommen. Offensiv sind wir jederzeit in der Lage, Tore zu erzielen, wenn wir jetzt dazu noch weniger Tore kassieren, wäre das schon gut. 51 Gegentore für einen Aufsteiger sind völlig in Ordnung, jedoch sind das im Schnitt für den Tabellenplatz doch ein paar zu viel.“

Das Kollektiv als Stärke

Mit 17 Toren war Maik Germann am Ende der Saison der beste Torschütze der Eichholzer. Dies war bereits im Aufstiegsjahr der Fall. Dennoch waren es erneut viele Spieler, die mehrfach trafen. Gleich sieben Spieler im Kader haben mehr als fünf Saisontore erzielt. Hervorheben wollte Lindhoff keinen seiner Spieler: „Grundsätzlich gibt es keinen Spieler, den es diese Saison hervorzuheben gilt, da wir als absolute Gemeinschaft auf dem Platz agieren und das Team über jedem Einzelnen steht. Wenn man einige Spieler hervorheben muss, dann sind das mit Matti und Cassy unsere beiden 20- und 21-Jährigen. Matti kam nach seiner Verletzung Anfang der Saison überragend wieder rein und hat sich Woche für Woche zu einem echten Führungsspieler entwickelt. Über Cassys fußballerische Qualitäten brauchen wir nicht sprechen.
Nach seiner Rückkehr aus Hannover hat er nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder richtig Spaß am Fußball gefunden und uns vor allem in der Rückrunde mit seinen Qualitäten verzaubert. Ein Maik Germann sowie Mo Özkaya trafen Woche für Woche und erzielten zusammen 33 Tore. All dies funktioniert aber nur, weil jeder für jeden durchs Feuer geht.“

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Mo Özkaya und Maik Germann trafen am häufigsten für den ESV II. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Vorbereitung läuft bereits

Mit Blick auf die neue Spielzeit ist man bereits heiß und kann es kaum erwarten. Bereits am vergangenen Donnerstag (18. Juni) stieg der Trainingsauftakt, bei dem der Cheftrainer eine große Anzahl an Spielern begrüßen durfte. Zur Vorbereitung sagt der Trainer der Eichholzer: „Es werden wieder harte, knappe sechs Wochen werden, in denen wir die Grundlagen für unsere intensive Spielweise legen werden. Bekanntlich ist das zweite Jahr das schwierigste und darauf wollen wir vorbereitet sein. Wir werden vier bis fünf Testspiele haben sowie an unserer Sportwoche Anfang Juli teilnehmen.“ Personell hat man dabei bereits einige Neuzugänge, die den Kader nochmals verstärken werden. So gelten Tom Meier und Nico Hoffmann als Top-Transfers, die beide höherklassige Erfahrung haben. Außerdem begrüßte man auch Tim Blociszeski und Paul Hellberg, die beide vom TSV Schlutup gekommen sind.

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