Zurück in die Zukunft: eine Stadt, ein Verein – Mitglieder entscheiden über Fusion

In Grevesmühlen wollen GFC und Einheit ineinander verschmelzen

Grevesmühlener Stadtderby vor einigen Jahren zwischen GFC und Einheit. Foto: Andreas Knothe

Grevesmühlen – In Grevesmühlen sieht man der Zukunft entgegen, am besten als Team für eine Stadt. Die beiden Vereine GFC und Einheit wollen fusionieren, am besten schon bald. Am 30. September (19 Uhr) treffen sich die Mitglieder zu einer Doppelveranstaltung im Sportlerheim Tannenberg zu einer Außerordentlichen Versammlung. Dort werden die Verschmelzungsunterlagen und die neue Satzung vorgestellt. Danach soll abgestimmt werden, denn ein Notar ist dabei. Klappt alles, wird danach der Vorstand des neuen Vereins gewählt. Hintergrund ist „in einem so winzigen Einzugsgebiet wie unserem, das einzig logische Resultat, aus zwei mittelständigen Amateurvereinen aus Nordwestmecklenburg einen starken, prestigefähigen Verein zu bilden“, heißt es in der Einladung an die Mitglieder.

Bis März 2023 soll alles fertig sein

Theodor Körner, ehrenamtlicher Geschäftsführer von Einheit, sagt zu HL-SPORTS: „Beide Vereine müssen dem Prozess “Neugründung durch Verschmelzung“ zustimmen. Die Unterlagen sind einsehbar und es fehlt nur noch die Abstimmung. Es wird dann einen Übergangsvorstand geben, wo alle drei Vereine – Einheit, der GFC und der neue Verein – die eine erste ordentliche Mitgliederversammlung bis spätestens März des kommenden Jahres einberufen wollen.“

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Neuer Name

Als neuer Name könnte für den neuen Verein 1. FC Grevesmühlen gelten, wobei dieser noch festgelegt anders lauten kann. Körner: „Den kann man dann noch präsentieren.“ Die Änderungen von Vereinsnamen sind in der nordwestmecklenburgischen Stadt keine Neuheit. Die Vorgänger hießen G.F.V. v. 08 (1908 – 1945), Empor Grevesmühlen (1945 – 1957), BSG Einheit Grevesmühlen (1957 – 1990), SV Blau-Weiß (1990 – 1998) und GFC (ab 1998).

Einheit mit Erfolgsstory

Im Jahr 2017 entstand Einheit Grevesmühlen und war ein Zusammenlauf aus Fußballern mehrerer Vereine. Dort gab es einen Durchmarsch von der Kreisklasse bis in die Landesklasse, wo man im ersten Jahr auf Rang neun landete und in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Landesliga schaffte. Dort steht man nach sechs Spieltagen auf Rang vier. Der Verein hat dazu eine kleine Jugendabteilung mit zwei Mannschaften.

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GFC ohne Herren-Team

Beim GFC sieht es aktuell ganz anders aus. Die Herren-Mannschaft stieg vor zwei Jahren in die Landesklasse auf, zog dort allerdings wieder zurück. Das gemeldete Kreisoberliga-Team trat in dieser Spielzeit nicht an und steht als erster Absteiger fest. Die Jugendarbeit ist mit sieben Mannschaft etwas größer und es existiert eine Frauen-Mannschaft.

Körner schaut zehn Jahre weiter

Körner freut sich auf die Verschmelzung beider Vereine. Der frühere Vorsitzende des Kreisfußballverbandes Schwerin-Nordwestmecklenburg meint: „Konkurrenz belebt zwar das Geschäft, aber auf Dauer ist das in Grevesmühlen aus meiner Sicht nicht machbar. Es wird auch immer schwerer Menschen zu finden, die ehrenamtlich etwas leisten möchten. Warum soll man also zwei Vereine mit so einem Potential auf engstem Eng Raum haben. Ich hoffe, dass wir in zehn Jahren noch gesunden Fußball in Grevesmühlen haben und deswegen die Fusion.“

Insgesamt vier Fußballvereine in Grevesmühlen

Zwei weitere Vereine gibt es in der Stadt ebenfalls noch. Zum einen SV 77 mit einer Altherrenmannschaft, die nicht am Ligabetrieb teilnimmt und zum anderen Fortuna, der keine Mannschaft in dieser Saison gemeldet hat.

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