Mirroche (Phönix II) und Warnemünde (Eichholz) im fairen Zweikampf
Foto: Lobeca/Raasch
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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Szenen, die der Amateursport nicht sehen möchte, gab es am vergangenen Sonntag an der Guerickestraße in der Verbandsliga-Begegnung zwischen Eichholzer SV und 1. FC Phönix II: Böses Foul, Tritte und Rudelbildungen – Abbruch (HL-SPORTS berichtete).

Nachdem bereits die Polizei die Ermittlungen aufnahm, kommt natürlich nun der Fußballverband ins Spiel. Irgendwie muss eine Wertung her oder eine Neuansetzung. Natürlich liegt die Sache nun in den Händen des Sportgerichtes. Dr. Tim Cassel, Geschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) hat Erfahrungen in solchen Fällen und sagt zu HL-SPORTS: „Ich habe von dem Fall gehört und die ganze Sache geht nun an das Sportgericht. Das wird nach gründlicher Prüfung aller Fakten entscheiden. Alles weitere muss man sehen. Es geht dabei um Sanktionierung von Spielern und ob der gastgebende Verein ebenfalls eine Strafe erhält, wird sich zeigen. Wir hatten solch vergleichbare Fälle schon, aber man keine Faustformel daraus ziehen. Das hängt von der Prüfung der Vorfälle ab.“

Eile ist dem Sportgericht nicht geboten, denn für beide Clubs geht es nun in die Winterpause. Cassel fügte dazu an: „Jeder Vorfall ist einer zu viel. Das muss klar sein. Allerdings bewegen wir uns im Promillebereich, was solche Dinge angeht. Bundesweit macht das 0,05 Prozent aus, wo etwas passiert. Da darf man nicht die Spiele vergessen, die völlig friedlich ablaufen. Dennoch darf man so etwas nicht herunterspielen. Das ist immer besorgniserregend.“

Ob dem Eichholzer SV, als Heimverein, nun mit einer Strafe rechnen muss ist ebenfalls unklar. „Klar ist, dass der platzstellende Verein für die Sicherheit verantwortlich ist, aber man muss so einen Fall konkret betrachten. Ist so ein Zuschauer genau einem Verein zuzuordnen. Das kennt man aus der Bundesliga. Wenn aus dem Gästeblock etwas fliegt, dann wird auch nicht zwingend der Heimverein sanktioniert.“

Nun werden alle Beteiligten vom Sportgericht angehört. Dann gibt es eine Entscheidung.

Während diese eine Szene mit dem bösen Foul von Jahnke an dem Doppeltoschützen der Partie Ramm einen interessanten Fußballnachmittag in den Schatten stellt, muss man auch Mal die gute Leistung des Schiedsrichtergespanns loben. Sie hatten alles im Griff und haben am Ende die einzig richtige Entscheidung getroffen. Das Spiel hatte eine tolle Kulisse und zwei bissige Mannschaften, die sich ein richtiges Derby lieferten.

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Fussballer

Das das bei dem engen platzverhaeltnissen irgendwann passiert war nur eine frage der zeit