Zwei Spiele, 14 Tore: Der Auftakt in die Eichholzer Sportwoche

Favoriten setzen sich durch

Zum Start in die Sportwoche des Eichholzer SV gab es zwei deutliche Siege. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Lübeck – Am Dienstagabend war es soweit. Die Sportwoche des Eichholzer SV wurde eröffnet und es stiegen gleich zwei Spiele parallel auf dem Rasen- und Kunstrasenplatz. In zwei Turnieren trafen jeweils vier Mannschaften an, die in je zwei Halbfinalspielen die beiden Finalisten ermitteln, welche sich am Sonnabend im Rahmen des Finaltags duellieren. Das Teilnehmerfeld war insbesondere beim Hauptturnier sehr gut besetzt, sodass sich die Besucher am Pöbelberg auf ein spannendes und ansehnliches Turnier freuen durften. Doch auch parallel zwischen den „unteren“ Mannschaften sollte einiges geboten werden.

Eichholzer SV – TuS Dassendorf 0:8 (0:3)

Es war direkt einmal ein richtiger Kracher zum Start in die Sportwoche des Eichholzer SV. Der Gastgeber ging an den Start und traf auf den Top-Favoriten. Die TuS Dassendorf reiste nämlich in die Hansestadt, die in der abgelaufenen Spielzeit den dritten Platz in der Oberliga Hamburg belegte und in diesem Sommer einen Umbruch einläutete. So hat man mit Oliver Zapel einen neuen Cheftrainer, der in Lübeck aus seiner Zeit beim 1. FC Phönix Lübeck, aber auch vom JFV Lübeck kein Unbekannter ist. Unter seiner Regie verstärkte man sich namhaft, auch wenn der wohl bekannteste Name der TuS nicht mehr dabei ist. Martin Harnik, über mehrere Jahre Torjäger der Mannen vom Wendelweg sowie ehemaliger Bundesligaprofi, verließ den Hamburger Oberligisten.

Der Kader wurde allerdings keineswegs schwächer, denn man hat bereits einige namhafte Neuzugänge präsentiert, die auch in Lübeck und der Region keine Unbekannten sind. So zog es mit Manuel Farrona Pulido einen langjährigen Spieler des VfB Lübeck zu Dassendorf. Auch der Ex-Adler Ibonna Iloka oder aber das Duo Jens Wollesen und Lucas Irmler, das im Vorjahr noch für den SV Eichede spielte, läuft künftig in Hamburgs höchster Spielklasse auf.

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Manuel Farrona Pulido kam vom VfB Lübeck. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Auf Seiten der Eichholzer gab es ebenfalls den ein oder anderen neuen Mann, wobei Sebastian Haut als Defensivspieler der wohl namhafteste ist. Er spielte in der Jugend des Hamburger SV und kam nun vom SV Drochtersen/Assel. Am Dienstagabend setzte Rene Sternberg durchaus auf den ein oder anderen Neuzugang. Ganz vorne begann Lönne Christiansen, der mit zahlreichen Toren beim SV Viktoria 08 in der Kreisliga auf sich aufmerksam machte und nun den Schritt in die Landesliga machte. Er agierte gemeinsam mit Niklas Hamer. Dassendorf bestimmte auf dem Rasenplatz an der Guerickestraße das Spiel, wobei durchaus zu sehen war, dass die Abläufe noch nicht vollständig saßen. Eichholz versuchte aus einer sicheren Defensive um Morten Rüdiger die gefährliche TuS-Offensive vom eigenen Tor fernzuhalten, doch gleichzeitig auch selbst Nadelstiche zu setzen. So kam man zu ersten Annäherungen, unter anderem durch Christiansen.

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Nach rund 20 Minuten fand die Mannschaft vom Wendelweg allerdings immer besser ins Spiel, sodass sie nach und nach mehr die Oberhand gewann. Die Folge war das Führungstor durch Eyke Kleine. Dassendorf fiel vor allem durch Sven Möller im Mittelfeld, aber auch auf der linken Außenbahn um Lucas Irmler und Manuel Farrona Pulido auf, worüber man immer wieder für Gefahr sorgte. So auch bei den weiteren beiden Toren vor der Pause, als Irmler Jens Wollesen bediente und wenig später andersherum. Das Duo, das aus Eichede kam, überragte in den ersten 45 Minuten und hatte einen großen Anteil an der 3:0-Pausenführung. Zur zweiten Hälfte wechselten beide Mannschaften durch. Auf Seiten der Eichholzer kamen nun unter anderem David Bany, Alex Hammerschmidt, Vico Dombrowski oder auch Vincent Janelt.

Verhindern konnten sie die am Ende deutliche 0:8-Pleite allerdings nicht mehr, sodass der erste Finalist des Turniers mit der Mannschaft von Oliver Zapel feststeht.

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Das aus Eichede gekommene Duo aus Lucas Irmler und Jens Wollesen glänze in der Offensive. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Eichholz-Trainer Rene Sternberg sagt zum ersten Turnierspiel: „Mit dem TuS Dassendorf hatten wir einen sehr starken Gegner, der uns unsere Grenzen aufgezeigt hat. Trotzdem bin ich mit den ersten 60 bis 65 Minuten sehr zufrieden. Die Jungs haben engagiert gearbeitet, sich nie aufgegeben und gute Ansätze gezeigt. Natürlich haben wir Fehler gemacht, aber genau dafür sind Vorbereitungsspiele da. Jetzt gilt es, diese zu analysieren, daraus zu lernen und uns als Mannschaft weiterzuentwickeln.“

TSV Schlutup – Eintracht Groß Grönau II 6:0 (1:0)

Im Turnier der „unteren“ Mannschaften kam es zum Wiedersehen zweier Mannschaften, die sich aus der abgelaufenen Kreisliga-Saison kennen. Der TSV Schlutup traf auf den Absteiger TSV Eintracht Groß Grönau II. Die Favoritenrolle ging an die Mannen vom Palinger Weg, bei denen mit Robertino Borja ein neuer Cheftrainer auf der Bank Platz nahm. Zudem starteten mit Ömer Ünsal und Bünyamin Celik zwei Neuzugänge, Mehmet Sütlü blieb zunächst auf der Bank. Schlutup war spielbestimmend und kam zu Chancen. Lars Steinhauer traf zur 1:0-Führung. Im zweiten Durchgang wechselten sie durch und schraubten das Ergebnis in die Höhe. Joker Sütlü war mit drei Toren der auffälligste Schlutuper. Groß Grönau setzte offensive Nadelstiche, ließ gute Gelegenheiten jedoch ungenutzt. Defensiv machte man bei einigen Gegentoren keine gute Figur, dennoch macht der Auftritt für Coach Alexander Wollmer Mut. Am Sonnabend steht Schlutup im Finale entweder gegen den VfL Vorwerk oder aber Ligakonkurrent Eichholzer SV II.

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Schlutup machte das halbe Dutzend voll. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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