Zwischen Leidenschaft und Perspektive: Yannik Galda verbindet Fußball mit Psychologie

Aus dem Silber-Team der Trainerbank 2026

Yannik Galda (Cheftrainer VfB Lübeck U15) im Fokus. Foto: Sven Maly/oH

Lübeck – Yannik Galda gehört zu den jungen, ambitionierten Trainern im Nachwuchsfußball. Der C-Jugend-Coach des VfB Lübeck ist Teil der „Trainerbank 2026“, einem Förderprogramm der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck. Der angehende Sportpsychologe bringt nicht nur fachliches Know-how mit, sondern vor allem eine klare Haltung: Fußball ist für ihn weit mehr als nur ein Spiel. Im Gespräch mit HL-SPORTS gibt er Einblicke in seine Motivation, seine Ziele und seine Philosophie als Trainer.

Liebe zum Fußball

Für Yannik Galda steht die Leidenschaft für den Fußball im Mittelpunkt seiner Arbeit. „Mich fasziniert vor allem die Liebe zum Fußball, die mich schon seit meiner Kindheit begleitet“, sagt er. Als Trainer sehe er es als seine Aufgabe, genau diese Begeisterung weiterzugeben. Besonders wichtig ist ihm dabei die Entwicklung der Spieler – nicht nur sportlich, sondern auch persönlich. „Am schönsten ist für mich, ihre Freude und ihren Spaß am Fußball zu sehen und ihre Entwicklung live mitzuerleben.“

Psychologie in den Sport integrieren

Auch mit Blick auf seine eigene Zukunft verfolgt Galda klare Ziele. Kurzfristig gehe es für ihn darum, sich stetig weiterzuentwickeln – sowohl fachlich als auch persönlich. Parallel befindet er sich aktuell in den letzten Zügen seines Psychologie-Masterstudiums. „Langfristig ist mein Ziel, Fußball und Psychologie so zu verbinden, dass ich beruflich im Sport arbeiten kann“, erklärt er. Eine Spezialisierung im Bereich Sportpsychologie soll dabei den Grundstein legen.

Yannik Galda (VfB Lübeck, Dritter v.r.) auf der wortwörtlichen Trainerbank. Foto: Yannik Galda/oH

Chance und Ehre zugleich

Die Teilnahme an der „Trainerbank 2026“ sieht Galda als große Chance. Er erhofft sich vor allem neue Impulse und Perspektiven durch den Austausch mit anderen Trainerinnen und Trainern. „Das erweitert meinen Horizont und gibt mir neue Ideen, wie ich meine Arbeit als Trainer noch besser machen kann.“ Gleichzeitig empfindet er die Aufnahme in das Programm als besondere Auszeichnung: „Teil der Trainerbank zu sein, ist für mich eine riesige Ehre. Einer von 20 zu sein, weiß ich sehr zu schätzen.“ Für ihn ist es aber nicht nur Anerkennung, sondern auch Verpflichtung, das Gelernte später weiterzugeben.

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VfB Lübeck

Ehrgeiz und Menschlichkeit

Seine eigene Rolle als Trainer beschreibt Galda als Mischung aus Ehrgeiz und Menschlichkeit. Er lebt Leistungsbereitschaft vor und erwartet diese auch von seinen Spielern. „Von meinen Spielern erwarte ich Einsatz und die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln.“ Gleichzeitig legt er großen Wert auf Vertrauen, Offenheit und Spaß im Team. Dass ihm dieser Spagat gelingt, zeigen Rückmeldungen aus seinem Umfeld. Ein ehemaliger Trainer beschreibt ihn als „sehr nahbar für die Jungs“ und hebt hervor, dass er „kritische, aber immer konstruktive Gedanken“ äußere. Auch von Spielern bekommt er positives Feedback: „Man konnte immer mit dir reden“ oder „Ohne dich wäre meine Zeit nicht so schön gewesen“ – Aussagen, die seine Arbeit bestätigen.

Ergebnisse nicht allein entscheidend

Erfolge misst Galda dabei nicht ausschließlich an Ergebnissen. Zwar war er sechs Jahre im Nachwuchsleistungszentrum von Arminia Bielefeld tätig und konnte dort mit seinen Teams an großen Turnieren teilnehmen, doch wichtiger ist ihm die individuelle Entwicklung seiner Spieler. „Für mich zählen vor allem die individuelle Entwicklung und die Freude der Spieler als wichtigste Erfolge.“ Besonders stolz ist er darauf, dass einige seiner ehemaligen Schützlinge den Sprung in U-Nationalmannschaften und sogar in den Profibereich geschafft haben.

So steht Yannik Galda exemplarisch für eine neue Generation von Trainern, die sportliche Leistung und persönliche Entwicklung gleichermaßen im Blick haben – und den Fußball dabei aus einer ganzheitlichen Perspektive denken.

Bildquellen

  • VfB U15: Sven Maly/oH
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