Zwischen Schneefall und Bundesliga-Restart: FC St. Pauli hält Kurs – Einer ist bereits in den Niederlanden

Wetter, Wechsel und Wiederbeginn

Schnee am Millerntor. Archivfoto: Lobeca/Andreas Hannig

Hamburg – Der FC St. Pauli steht vor einem intensiven Jahresauftakt, der sportlich wie organisatorisch höchste Aufmerksamkeit verlangt. Während heftige Schneefälle die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen RB Leipzig begleiten, laufen im Hintergrund die personellen Weichenstellungen – und auf dem Trainingsplatz richtet sich der Fokus längst wieder auf den Bundesliga-Alltag.

Organisation im Ausnahmezustand

Seit Tagen beobachtet der Verein die Wetterlage sehr genau. Ziel ist es, das Spiel gegen Leipzig wie geplant über die Bühne zu bringen – doch eine Garantie gibt es nicht. „Angesichts der Wetterlage können wir nicht dafür garantieren, dass das Spiel unter den gegebenen Umständen stattfinden kann“, heißt es aus dem Verein. Entsprechend arbeiten die Verantwortlichen an verschiedenen Szenarien und stehen im engen Austausch mit Behörden, der DFL und externen Dienstleistern. Klar ist: Für Stadion und Spielfeld trägt der FC St. Pauli die Verantwortung, auf die Verkehrssituation rund um das Millerntor hat man hingegen nur begrenzten Einfluss. Besonders in Hamburg soll „Elli“ noch ihr Unwesen treiben. Wenn die Begegnung gegen Rasenball steigt, dürfte es nicht nur auf dem Platz und auf den Rängen stürmisch werden.

Ahlstrand sammelt Spielpraxis in den Niederlanden

Parallel dazu gibt es Bewegung im Kader: Erik Ahlstrand wechselt bis Saisonende auf Leihbasis zum niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Der Deal beinhaltet eine Kaufoption für den Sommer. Sportchef Andreas Bornemann erklärt die Entscheidung offen: „Erik ist mit dem Wunsch an uns herangetreten, bei einem anderen Verein mehr Spielpraxis sammeln zu können. In der Eredivisie ist dies auf hohem Niveau möglich. Im Sinne seiner sportlichen Entwicklung haben wir dem Wunsch deshalb entsprochen.“ Der Schwede kam bislang auf sechs Pflichtspiele für die Profis sowie 23 Einsätze in der U23 – nun soll der nächste Schritt folgen.

Erik Ahlstrand (FC St.Pauli II) Archivfoto: Lobeca/Ralf Homburg

„Wir stellen uns darauf ein, dass das Spiel stattfindet“

Trotz aller Unwägbarkeiten rund ums Wetter richtet Cheftrainer Alexander Blessin den Blick konsequent nach vorn. Eine Spielabsage beschäftigt ihn nicht: „Uns stellt sich die Frage einer Absage nicht. Wir stellen uns darauf ein, dass das Spiel stattfindet. Wir wollen spielen, entsprechend bereiten wir uns auch vor.“ Mit RB Leipzig wartet zum Restart ein Gegner mit großer Qualität, auch wenn die Sachsen mit zwei Niederlagen in die Winterpause gingen. Blessin bleibt realistisch – und dennoch optimistisch: „An einem guten Tag können wir etwas reißen. Wir brauchen auf jeden Fall einen guten Tag, um was zu holen. Es muss vieles zusammenpassen, ich bin aber guter Dinge.“

Peter Nemeth, Co-Trainer, Alexander Blessin, Cheftrainer (FC St. Pauli). Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Flexibel bleiben, Stärken ausspielen

Taktisch will St. Pauli an dem festhalten, was das Team stark gemacht hat. Große Umbrüche sind nicht geplant. „Wir wollen Flexibilität haben“, sagt Blessin. „Es ist wichtig, dass wir an dem anknüpfen, was uns stark gemacht hat. Wir werden nicht viel verändern. Dann wird es auch schwierig, gegen uns zu punkten.“

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Bildquellen

  • Ahlstrand: Lobeca/Ralf Homburg
  • Blessin: Lobeca/Henning Rohlfs
  • Schnee im Millerntor: Lobeca/Andreas Hannig
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