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Lübeck – Heute wird das vorletzte Spieler-Quartett des HSV Handball, die in der Zeit von 2002 bis 2016 beim HSV Handball gespielt haben, vorgestellt. Die Vorstellung stellt keine Wertigkeit oder Rangfolge dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es soll lediglich die Erinnerung an große Erfolge und namhafte Spieler wecken.

Blazenko Lackovic (2008 bis 2014)
Der Kroate Blazenko Lackovic mit Spitznamen „Lac“, im linken Rückraum spielend, kann zur Saison 2008/09 von der SG Flensburg-Handewitt zum HSV Handball. Er bestritt bis zum Juli 2013 für Kroatien 195 Länderspiele, in denen er 571 Tore erzielte. Mit der Nationalmannschaft wurde er 2003 Weltmeister und 2004 Olympiasieger. Weiterhin 2005 und 2009 Vize-Weltmeister und 2008 und 2010 Vize-Europameister.
Mit dem HSV errang er 2009 und 2010 den DHB-Supercup, 2010 zusätzlich den DHB-Pokal. Die Höhepunkte waren 2011 die deutsche Meisterschaft und 2013 der Gewinn der EHF Champions League in Köln.
Für den HSV Handball bestritt er insgesamt 174 Bundesligaspiele, in denen er 452 Treffer erzielte. Nach der Saison 2013/14 verließ Lackovic den HSV in Richtung RK Vardar Skopje.

Per Sandström (2006 bis 2011)
Torhüter Per Sandström, Spitzname „Pelle“, kam 2006 vom schwedischen Club IK Sävehof zum HSV Handball. Für Schweden bestritt er 56 Länderspiele. Er hütete in der ersten Saison mit Goran Stojanovic und danach mit Johannes Bitter das Tor des HSV. In beiden Fällen ergänzten sich die Torhüter ausgezeichnet.
Mit den Hamburgern errang er gleich in seiner ersten Bundesligasaison den DHB Supercup und den Europapokal der Pokalsieger. DHB-Supercup-Sieger wurde er nochmals 2009 und 2010, auch den DHB Pokal gewann er 2010 und wurde 2011 mit dem HSV deutscher Meister. Anschließend wechselte Sandström zur MT Melsungen.

Igor Vori (2009 bis 2013)
Der kroatische Kreisspieler Igor Vori wechselte zur Saison 206/07 von RK Zagreb zum HSV Handball. Für die kroatische Nationalmannschaft absolvierte Vori bis Dezember 2014 insgesamt 223 Spiele und erzielte 562 Tore. Mit der Nationalmannschaft wurde er 2004 Olympiasieger, sowie 2003 Weltmeister und 2005 und 2009 Vize-Weltmeister. Weiterhin bei den Europameisterschaften 2008 und 2010 errang er die Vize-Meisterschaft.
Mit dem HSV Handball gewann er 2009 und 2010 den DHB-Supercup, 2010 zusätzlich den DHB-Pokal. Die Höhepunkte seiner Hamburger Zeit waren 2011 die deutsche Meisterschaft und 2013 der Gewinn der EHF Champions League in Köln.
Im Trikot des HSV bestritt Vori 136 Bundesligaspiele, bei denen er 441 Tore erzielte.
Zur Saison 2013/14 wechselte Igor Vori zum französischen Club Paris Saint-Germain HB.

Kyung-shin Yoon (2006 bis 2008)
Der südkoreanische Linkshänder Kyung-shin Yoon, Spitzname „Nick“, wechselte ab der Saison 2006/07 vom VfL Gummersbach zum HSV Handball an die Elbe und spielte dort im rechten Rückraum. Mit seinen 2,04 m Körpergröße ist er der elftgrößte Südkoreaner und bestritt bis Dezember 2013 für Südkorea 263 Länderspiele. Mit der Nationalmannschaft gewann er 1990, 1994, 1998, 2002 und 2010 Gold bei den Asienspielen.
Beim HSV holte er gleich in der ersten Bundesligasaison den DHB Supercup und den Europapokal der Pokalsieger und wurde 2007 Bundesliga-Torschützenkönig mit 236 Toren.
Den Titel des Bundesliga-Torschützenkönigs trug er in den Jahren 1997 (209), 1999 (228), 2000 (256), 2001 (324), 2002 (263), 2004 (261) und 2007 (236).
In der Saison 2000/01 erzielte Yoon 324 Tore (durchschnittlich 8,5 Tore pro Spiel), ein Rekord, der wohl ebenfalls für die Ewigkeit gemacht ist, wie der absolute Bundesligarekord mit insgesamt 2905 Toren in 406 Spielen (durchschnittlich 7,2 Tore pro Spiel). Ebenfalls bei den Weltmeisterschaften 1993 (41), 1995 (86) und 1997 (62) wurde er der beste Torschütze gefeiert.
Mit Abschluss der Saison 2007/08 kehrte Kyung-shin Yoon in seine Heimat Südkorea zum Werksteam Doosan zurück.
Der Linkshänder Kyung-shin Yoon war ein Spieler der Superlative als Torschütze (2905 Tore in 406 Spielen), die wohl nicht übertroffen wird. Dicht auf den Fersen war ihm Lars Christiansen mit 2875 Toren, aber in 457 Spielen. Was einem Durchschnitt von 6,3 Toren je Spiel entspricht, also fast 1 Tor pro Spiel weniger als Yoon.

Fortsetzung folgt