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Hamburg – Oscar Carlén kehrt vorerst in seine Heimat zurück. Die gut überlegte Entscheidung des 25-jährigen Schweden ist gefallen: Nach drei Operationen am Kreuzband im rechten Knie wird er sich Ende Oktober/Anfang November einer vierten Operation unterziehen. Bis dahin zieht es den Rückraum Rechte in seine Heimat Ystad zurück. Am heutigen Sonntag 1. September wird der junge Schwede die Hansestadt Hamburg verlassen. „Ja, es ist eine sehr schwere Entscheidung. Ich habe in den letzten Jahren in Hamburg viele gute Freunde gefunden und mich immer wohl gefühlt. Jetzt muss ich aber an meine Gesundheit denken“, so Oscar Carlén zur Situation und fügt weiter hinzu: „Ich möchte mich bei allen für die unendliche Unterstützung bedanken.“ Einhergehend mit dieser Entscheidung ist auch die Entscheidung für ein Studium gefallen. „In den kommenden Monaten werde ich mir Gedanken zu meiner beruflichen Zukunft machen. Ich will gerne im Januar ein Studium beginnen“, blickt der Schwede positiv voraus. Eine Vorstellung bezüglich der Studienrichtung hat er auch bereits: Ein sportmedizinischer und wirtschaftswissenschaftlicher Studiengang soll es werden. „Jetzt geht es nicht nur um meine Karriere als Handballer, sondern auch um Alternativen für meine Zukunft“, begründet der 25-jährige seinen Schritt.

Noch sechs Tage sind es bis zum ersten Bundesliga-Auftritt des neuen HSV Handball in der O2 World Hamburg. Neun neue Gesichter werden in dieser Saison auf dem Parkett zu sehen sein und die Fans der Hanseaten können sich bereits am kommenden Sonnabend (7.9.) um 15.00 Uhr auf den ersten Auftritt des umformierten Teams auf der heimischen Platte freuen: gegen den THW Kiel. Der HSV Handball hat seinerseits den größten Umbruch in der Vereinsgeschichte in die Tat umgesetzt und Martin Schwalb vor der Herausforderung gestellt, aus 20 Einzelakteuren ein Team zu formen. Seit dem Trainingsauftakt am 16. Juli hat sich viel getan. Bereits bei der Champions-League-Qualifikation über die Füchse hat man sehen können, dass die Spieler als Einheit zusammengewachsen sind. Bestätigt wurde dies nochmal durch das Erreichen des Finales im Super Globe, wo man nur denkbar knapp gegen den FC Barcelona (25:27) den Kürzeren zog. „Die Mannschaft hat sich in den letzten Wochen gut entwickelt und wir sind auf einem guten Weg, aber in dieser Woche werden wir erstmals richtig sehen können, wie weit wir sind“, so Martin Schwalb und spricht damit neben dem Bundesligaauftakt gegen den Bergischen HC (4.9., 19.00 Uhr) auch indirekt das große Duell gegen den THW Kiel am kommenden Sonnabend (7.9., 15.00 Uhr) an.

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Im Sommer haben Davor Dominikovic (Abwehrchef), Marcus Cleverly (Torwart), Adrian Pfahl (Rückraum Rechts), Zarko Markovic (Rückraum Rechts), Joan Cañellas (Rückraum Mitte), Kentin Mahé (Linksaußen), Petar Djordjic (Rückraum Links), Henrik Toft Hansen (Kreismitte) und Kevin Herbst (Rechtsaußen) den Weg in den Bundesliga-Kader der Hanseaten gefunden. Nun brennen alle darauf, zusammen mit den Teamkollegen, gleich im ersten Heimspiel eine Duftmarke zu setzen. „Es ist wichtig für uns, dass es jetzt richtig losgeht. Wir haben viel und intensiv gearbeitet. Wir wollen unbedingt gewinnen und wenn man einen Titel holen will, dann muss man Kiel schlagen“, gibt der 26-jährige Katalane Joan Cañellas die Marschroute vor. Verstecken will man sich als amtierender Champions-League-Sieger nicht, schließlich hat man in der noch sehr jungen Saison schon gezeigt, dass man in der Lage ist mit Top-Clubs mitzuhalten. „Wir haben in kurzer Zeit schon viel geschafft und wissen, das ist erst der Anfang. Ich hätte Respekt, wenn ich nach Hamburg fahren würde. Gegen Berlin hat man gesehen, wie ein Spiel laufen kann, wenn eine Mannschaft funktioniert. Wir sind bereit“, zeigt sich Davor Dominikovic, der neue Abwehrchef im defensiven Verbund, entschlossen. Auch den Neuen ist nicht verborgen geblieben, wie sehr es aber auch auf das Publikum ankommen kann. „Die Stimmung hier beim Qualifikationsspiel gegen die Füchse, war unglaublich. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass am Sonnabend doppelt so viele Zuschauer in der O2 World sein werden, bekomme ich schon Gänsehaut. Ich freue mich sehr auf eine volle Hütte“, befindet der noch 22-jährige Petar Djordjic und fügt hinzu: „Wir wollen den Fans gleich im ersten Heimspiel einen großen Sieg schenken.“ Bis dahin bedarf es jedoch noch einige Vorbereitung. Morgen richtet sich der Focus im Training zunächst dem Bergischen HC, gegen den die Mannschaft am Mittwochabend (4.9.) um 19.00 Uhr antreten muss. Gegen den Aufsteiger erwartet Linksaußen Matthias Flohr kein Spaziergang: „Der Bergische HC ist zwar ein Aufsteiger, aber die sind gerade am Anfang einer Saison sehr gefährlich. Das dürfen wir nicht unterschätzen.“

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