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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hatte beim Zweitliga-Absteiger HSG Nord HU nur in der Anfangsphase des Spiels eine kleine Chance. Zu viele technische Fehler, ausgelassene Chancen und zu geringe Durchschlagskraft gegen die robuste Abwehr waren Auslöser für die deftige 26:36 (13:17) Niederlage in der mit 1600 Zuschauern ausverkauften Moorbekhalle in Norderstedt.

In den ersten Minuten produzierte der HSV Hamburg zu viele technische Fehler und warf viele Bälle einfach weg. Dieses nutze die HSG Nord, auf eine rustikale Abwehr und einen gut aufgelegten Torhüter Jan Peveling gestützt, konsequent und führte in der 9. Minute mit 4:1. Bereits nach zehn Minuten, beim Stand von 2:5, nahm Trainer Jens Häusler das erste Team Time Out, um die Mannschaft in die Spur zu bringen.

Die Hamburger kamen besser ins Spiel und Routinier Stefan Schröder erzielte in der 15. Minute den Ausgleich zum 7:7, was HSG Trainer Bilanovic die grüne Karte legen ließ. Das Spiel schwappte hin und her, die einzige Führung zum 9:8 erzielte Lukas Ossenkopp in der 17. Minute. Nach 21 Minuten hieß es 10:10. Jetzt schlichen sich erneut Flüchtigkeitsfehler beim HSV ein, innerhalb von 15 Sekunden setzten die Hausherren zwei Bälle ins Netz zum 12:10 und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause auf 17:13 aus.

Unmittelbar nach Wiederbeginn verkürzten die Gäste auf zwei Tore, bissen sich anschließend aber immer wieder die Zähne an der kompakten Deckung und dem überragenden Peveling im Tor aus. Dieses nutze der wieselflinke Außen Jens Thöneböhn zu seinen Gegenstoßtoren, dieses zwang die harmlos und ideenlos agierenden Hamburger endgültig in die Knie.

So schalteten die Hausherren den Turbo ein und überrannten die Gäste förmlich und führten bereits in der 47. Minute mit zehn Toren. Über 34:20 in der 54. Minute brachte die HSG Nord HU einen hochverdienten Sieg mit 36:26 auf die Habenseite und übernimmt mit 16:2 Punkten wieder die Tabellenführung in der 3. Liga. Der Handball Sport Verein Hamburg rangiert mit 12:4 Punkten auf dem 4. Platz.

Torschützen für HSV Hamburg:
Lukas Ossenkopp (7/5), Jan Forstbauer (6), Niklas Weller (4), Christopher Rix (3), Jan Torben Ehlers und Finn Wullenweber (je 2), Stefan Schröder und Finn Nowacki (je 1)

Stimmen zum Spiel
Trainer Jens Häusler (Handball Sport Verein Hamburg):
„Eine bittere Niederlage. Die HSG Nord HU gewinnt in der Höhe absolut verdient. Wir waren heute zu harmlos und ideenleer. Wir haben uns nicht an die taktischen Vorgaben gehalten, die wir uns vor dem Spiel vorgenommen haben. Wir hätten uns heute deutlich besser verkaufen können, zumal die Hälfte der Zuschauer von uns kam. Das ist wie in Oranienburg: Wir müssen den Kopf wieder hoch nehmen und aus dieser Niederlage lernen. Wir müssen gerade nach solchen Partien breite Schultern beweisen und das nächste Spiel wieder umso konzentrierter angehen.“

Trainer Dusko Bilanovic (HSG Nord HU):
„Wir haben 60 Minuten richtig Gas gegeben und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben uns auf dieses Spiel schon die letzten drei Wochen vorbereitet. Heute hatten wir einen Sahnetag und haben unsere beste Saisonleistung gezeigt und haben von der ersten bis zur letzten Sekunde richtig Gas gegeben. Heute hat alles 60 Minuten lang gestimmt, jeder hatte seinen Anteil an diesem großartigen Sieg. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“

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