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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg demontierte nach Startschwierigkeiten in seinem fünftes Heimspiel, in der mit 2737 Zuschauern gut gefüllten Sporthalle Hamburg, die SG Flensburg-Handewitt II mit 27:18 (12:10). Mit diesem Sieg festigten die Hamburger, nach einem Drittel der Saison, den 3. Platz mit 16:4 Punkten hinter der HSG Nord HU (20:2 Punkte) und dem TSV Altenholz (18:2 Punkte).

Das Spiel begann wie so viele vorher schon, der HSV Hamburg tat sich im Angriff gegen die sehr offensive Deckung schwer und die Abwehr packte nicht richtig zu. So lagen die Hamburger bereits nach zwei Minuten 0:2 hinten, bevor Jan Torben Ehlers in der 3. Minute das erste Tor erzielte. Nach dem 4:4 in der 7. Minute durch Stefan Schröder gelang die erste Führung, knapp 40 Sekunden später, erneut durch Ehlers zum 5:4.

Zwei Tore für die SG ließen die Gastgeber wieder ins Hintertreffen geraten. Nachdem Lukas Ossenkopp, der etatmäßige Siebenmeter-Schütze eine Zeitstrafe absitzen musste, übernahm Schröder Verantwortung beim fälligen Siebenmeter. Er hämmerte diesen an den Pfosten, was den Ausgleich verhinderte.

Wenig später eine Schrecksekunde, als ein Scheinwerfer in der Decke zerbirst und die Glasscherben das Spielfeld übersäten, wurde das Spiel für ungefähr zehn Minuten unterbrochen. Direkt nach Wiederanpfiff das nächste Tor der Gäste zum 5:7 und im Anschluss der nächste vergebene Siebenmeter, jetzt durch Ossenkopp dem Spezialisten. Der Teufelskerl Dominik Plaue im Tor, der so mache gute Chance der Gäste noch verhinderte, belohnte sich durch einen direkt ins leere Tore geworfenen Ball zum 6:7 Anschlusstreffer.

Die Initialzündung blieb aus, die Hamburger liefen weiter hinterher und schafften erst in der 22. Minute die 10:9 Führung. Nach dem Ausgleich ließ der HSV noch zwei Tore bis zu Halbzeit zum 12:10 folgen. In dieser Phase vergaben sie noch zwei weitere Siebenmeter durch Christopher Rix und Jan Forstbauer. Alleine den guten Reaktionen von Torhüter Plaue war es zu verdanken, dass der HSV Hamburg eine Führung mit in die Pause nahm.

Direkt nach dem Start in die zweite Halbzeit und dem Anschlusstreffer der SG zum 11:12 fielen erneut Glasteile der defekten Scheinwerfers herunter, das Spiel wurde bis zu Demontage des Scheinwerfers und der kompletten Reinigung des Spielfeldes erneut für längere Zeit unterbrochen.

Von dieser Zwangsunterbrechung erholte sich der Handball Sport Verein Hamburg am schnellsten und brannte ein Feuerwerk ab. Die Abwehr agierte auf schnellen Beinen, war immer einen Schritt schneller und Torhüter Plaue vernagelte sein Tor. Die Mannschaft von Trainer Jens Häusler schaltete schnell von Abwehr auf Angriff um, was zu einfachen Toren führte. Der SG Flensburg-Handewitt II gelang, trotz Team Time Out von Trainer Wiechers, 14 Minuten kein Tor, während der HSV einen 9:0-Lauf zur 21:11 Führung hinlegte. Die Zuschauer riss es förmlich von den Sitzen und sie brachen in Jubelstürme aus, denn das Spiel war jetzt entschieden.

Ein erneutes Team Time Out der Flensburger begrenzte den Sturmlauf etwas, aber auch begünstigt durch größere Wechsel auf Seiten der Hamburger, ob im Tor oder bei den Feldspielern. Trotzdem kontrollierte der HSV weiterhin das Spiel und brachte den sicheren Sieg ins Ziel, der aber erst in der zweiten Halbzeit in trockene Tücher kam.
Es war auf beiden Seiten nicht der Tag der Siebenmeter-Schützen, Hamburg vergab alle vier Siebenmeter, während die SG zwei von vier vergab.

Torschützen für den Handball Sport Verein Hamburg:
Jan Torben Ehlers (7), Niklas Weller (6), Jan Forstbauer (5), Christopher Rix (4), Stefan Schröder (2), Dominik Plaue, Ole Stabick und Lukas Ossenkopp (je 1)

Stimmen zum Spiel
Trainer Jens Häusler, Handball Sport Verein Hamburg:
„Wir haben einen Sieg in dieser Höhe natürlich nicht erwartet. Dennoch brauchen wir immer extrem lange Zeit um in das Spiel zu finden. Wir haben das Flensburger Spiel genau analysiert und wussten auch genau was wir machen wollten, haben es aber zu Beginn nicht gemacht. Nach der Pause haben wir das dann besser gemacht und konnten ordentlich Druck auf unsere Gegner aufbauen und viel Zeitspiel provozieren. Auch unser Konterspiel hat heute wieder besser geklappt und ich bin besonders mit der zweiten Hälfte sehr zufrieden.“

Rückraumspieler Jan Torben Ehlers, Handball Sport Verein Hamburg:
„Es war ein geiles Gefühl gegen meine alten Teamkameraden zu spielen und alle wieder zu sehen. Ich habe mit vielen von der SG gesprochen und bis jetzt nur Komplimente für die Handballbegeisterung in Hamburg bekommen. Das freut mich sehr! Ich muss aber auch sagen, dass ich sehr froh darüber bin, mir in den nächsten Wochen keine Sprüche von meinen alten Kollegen anhören zu müssen. Die heutige Leistung meiner Mannschaft macht mich sehr stolz.“

Trainer Till Wiechers, SG Flensburg-Handewitt II:
„Es fällt mir sehr schwer dieses Spiel zu bewerten. Ich kann meinen Jungs heute keinen Vorwurf machen. In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe. Nach der zweiten langen Pause haben wir es einfach nicht geschafft, wieder ins Spiel zu kommen. Da haben wir heute einfach Pech gehabt.“

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