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Berlin – Nein, die Hauptstadt war für die U19 des VfL Bad Schwartau keine Reise wert. Am Sonntag verlor die Mannschaft von Martin Nirsberger bei den favorisierten Füchsen Berlin am Ende klar mit 28:36 (15:23). Dennoch bleibt der VfL weiter auf Rang fünf in der Bundesliga Nord.

Schleppend ging es in die Partie, erst nach mehr als drei Minuten traf Marius Nargosen zum 1:0 für Bad Schwartau. Und die Anfangsphase verlief relativ ausgeglichene. Bis zum 5:5 (9.) hielt der VfL gut mit, dann setzten sich der viermalige deutsche A-Jugend-Meister langsam, aber sicher ab. Vor allem dank stark herausgespielter Gegenstöße setzte sich Berlin ab. Rolando Urios Gonzalez traf zum 11:7 (16.).

Noch einmal kam der VfL heran, Jacob Cordes verkürzte auf 9:11 (17.), doch dann zog der Favorit weiter davon. Über 14:10 (20.) und 19:13 (25.) ging es bis zum Halbzeitstand von 23:15, den der beste Berliner Werfer Erik Gerntke erzielte. „In dieser Phase verloren wir leider zu oft die 1:1-Situationen im Abwehrverbund, so dass es mit einem Acht-Tore-Rückstand in die Kabine ging“, analysierte VfL-Coach Nirsberger.

Die zweite Hälfte wollten die Schwartauer dennoch nicht herschenken und zeigen, dass man auch  ordentlich Handball spielen kann. Und dies gelang, trotz der Belastung aus dem Israelspiel am Vortag, ziemlich gut. Zwar konnte man den Rückstand nicht weiter als auf sechs Tore verkürzen (19:25 durch Brünger/36.), allerdings ließ man sich auch nicht von der zwischenzeitlichen Zehn-Tore-Führung der Jungfüchse (32:22/47.) irritieren. „Bedenkt man sogar, dass man noch einige Fehlwürfe hatte, zeigten wir uns gefestigt“, meinte Nirsberger „Wir gestalteten die zweiten 30 Minuten ausgeglichen. Inoffiziell hieß 13:13 und damit können wir zufrieden sein.“ Den Schlusspunkt setzte Berlins Robert Lüdtke per Siebenmeter zum 36:28-Endstand.
 
Viel Zeit zum Stirnrunzeln bleibt dem VfL-Nachwuchs nicht. Am Samstag kommt es zum heißersehnten Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt. Anwurf gegen den Tabellenvierten ist um 17.30 Uhr in der heimischen Jahnhalle, die wieder zu einem Hexenkessel werden soll, um gegen die Gäste von der dänischen Grenze bestehen zu können.

Der VfL spielte mit: Rost, Müller – Nargosen (1 Tor), Ott, Möller (3), Schlegel (2), Barthel, Knorr (2), Brünger (1), Cordes (5), Schrader (1/1), Mißling (8), Steinborn (2), Kohl (3/2)

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