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Lübeck – Es ist ein richtungsweisendes Wochenende für die Mannschaften in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Bei den Frauen hat der ATSV Stockelsdorf die scheinbar leichteste Aufgabe und will sich gegen den punktlosen Tabellenletzten den Punsch verdienen. Ungleich schwerer wird die Aufgabe für den VfL Bad Schwartau, der auswärts in Todesfelde ran muss und als klarer Außenseiter gilt. Bei den Männern hat die U23 des VfL ein „Vier-Punkte-Spiel“ vor der Brust und will dort einen direkten Konkurrenten mit einem Sieg auf Distanz halten.

Oberliga Frauen
ATSV Stockelsdorf – HT Norderstedt (Samstag, 17.30 Uhr, GSH Stockelsdorf)
Ein Kellerduell wartet auf den ATSV Stockelsdorf und vom Papier ist die Mannschaft von Matthias Steinhoff der Favorit. Denn Aufsteiger HT Norderstedt ist noch nicht in der Oberliga angekommen und hält mit 0:20-Punkten die Rote Laterne. Aber gerade deshalb könnte HTN gefährlich sein, denn es ist die praktisch letzte, realistische Chance nochmal Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu schaffen. Doch Stockelsdorf blickt positiv auf das Duell mit dem letztjährigen Vierten der Hamburg-Liga, denn das Lazarett lichtet sich so langsam. Kristin Schröder, Alisa Lang und Susen Langanke kehren ins ATSV-Aufgebot zurück. Auch die A-Jugendliche Anna Judycka wird wieder aushelfen.

Lediglich die privat verhinderte Laura Hirt und die verletzte Katha Pünner werden Steinhoff fehlen, welcher ein klares Ziel für die Partie ausgegeben hat: „Es ist ein wichtiges Spiele, welches wir unbedingt gewinnen wollen. Damit uns auch der Punsch beim anschließenden „Stodo-Weihnachtszauber“ besonders gut schmeckt!“

SG Todesfelde/Leezen – VfL Bad Schwartau (Samstag, 18 Uhr, Todesfelde)
Es ist ein etwas ungleiches Duell zwischen dem Aufsteiger und dem vermeintlichen Titelaspiranten. Die SG Todesfelde/Leezen ist gespickt mit erfahrenen Spielerinnen, die über reichlich Erfahrung aus der ersten, zweiten und dritten Liga verfügen. Franziska Haupt, Katharina Naleschinski, Malin Stammer oder Anna-Lena Grell sind allen Frauen-Handballfans der Region ein Begriff. Umso überraschender ist da die Tatsache, dass man in Todesfelde die Meisterschaft praktisch abhaken kann. Bereits acht Punkte beträgt der Rückstand auf das Spitzenduo AMTV/Wattenbek.

Dennoch ist die SG natürlich der Favorit, zumal der VfL genug eigene Probleme hat. „Unsere letzten Begegnungen gingen weniger an unseren zweifelos vorhandenen Stärken als an den eigenen Unzulänglichkeiten verloren“, meint VfL-Spielerin Marit Genz, die aus beruflichen Gründen am Samstag passen muss. Auch Carina Schröder (erkrankt) wird dem VfL fehlen. Nach zuletzt zweimal 33 Gegentoren zeigt die Tendenz bei den Schwartauerinnen nach unten, entsprechend gibt man die Favoritenrolle gerne an Todesfelde weiter. Doch Genz weiß auch: „Eine positive Überraschung ist nie auszuschließen. Es braucht aber eine große Portion Willensstärke.“

Oberliga Männer
HT Norderstedt – VfL Bad Schwartau U23 (Sonntag, 16 Uhr, Norderstedt SZ Süd)
„Mit der Niederlage gegen Esingen haben wir uns unnötig selbst unter Druck“, befindet VfL-Coach Thomas Steinkrauß und ganz unrecht hat er damit nicht. Statt recht entspannten sechs Punkten Vorsprung auf die verbotene Zone sind es nur derer vier und damit wird das Duell mit dem Tabellennachbarn aus Norderstedt automatisch ein Vier-Punkte-Spiel. Zumal das HandballTeam aus dem Norden Hamburgs noch ein Spiel weniger absolviert hat. Doch der Trend bei den Gastgebern zeigt nach unten, seit dem ersten Spieltag hat Norderstedt nicht mehr gewonnen, zuletzt verlor man gegen den Preetzer TSV und droht „dank“ der schlechtesten Defensive der Oberliga noch weiter abzurutschen.

Doch dass dies nichts heißt, dass weiß man beim VfL nur zu Genüge, denn zuletzt hatte man ja dem punktlosen Schlusslicht aus Esingen die Zähler geschenkt. Doch die Niederlage ist aufgearbeitet und die junge Schwartauer Mannschaft brennt auf auf Wiedergutmachung. „Die Jungs haben in der Woche konzentriert gearbeitet und wollen diese Pleite vergessen machen“, zeigt sich Steinkrauß mit dem Training seiner Mannen zufrieden. Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen, so dass erst nach dem Abschlusstraining entschieden wird, welcher Kader nach Norderstedt reist.

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