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Lübeck – Der Punktgewinn vor einer Woche war balsam für die Seele der Handballfrauen des TSV Travemünde, zeigte er doch, dass der Drittligist auch mit den Spitzenteams der Liga mithalten kann. Doch nun wartet ein noch härterer Test auf die Raubmöwen, denn es geht zum Tabellenzweiten SV Henstedt-Ulzburg. Und die Lady Frogs sind aktuell das heißeste Team der Liga, daher dürfen sich die jungen Mädels von Christoph Nisius wohl auf einen ebenso heißen Tanz gefasst machen.

Der Raubmöwen-Trainer ist sich sicher: „Der Meister am Ende der Saison wird Henstedt heißen.“ Und hat man wenige Argumente, wenn man gegen Nisius wettet. Denn nach einem etwas holpringen Saisonstart gewannen die Ladyfrogs sieben ihrer letzten acht Spiele und da Spitzenreiter TV Oyten zuletzt Nerven zeigte, hat der SVHU das Thema Meisterschaft wieder in der eigenen Hand. Denn der Rückstand auf die Vampires beträgt nur ein Punkt und das zweite, direkte Duell steht noch an. Doch zunächst will Henstedt-Ulzburg die Raubmöwen schlagen. Und der Respekt in Travemünde ist groß. „Der SVHU ist das technisch wohl beste und vielleicht kompakteste Team der Liga“, so Nisius. Neben der aktuell zweitbesten Abwehr ist auch der drittbeste Angriff der Liga in der Maurepass-Halle zu Hause, wobei die Torlast auf viele Schultern verteilt ist.

Es wird also ein ganz schwieriges Unterfangen für die Raubmöwen, die dazu auch noch enorm ersatzgeschwächt zum Landesderby reisen. Neben den Langzeitverletzten Rike Claasen, Katrin Strauß und Jeannine Bollmann werden Aleksandra Adamczewska (erkrankt) und Freya Welchert (privat verhindert) fehlen. Dafür hilft Charlotte Riesner aus der A-Jugend wieder aus, so dass Trainer Nisius zumindest zwei Auswechselspielerinnen zur Verfügung hat.

Ansonsten blicken die Raubmöwen nur auf sich selbst, wie Nisius bekräftigt: „Wir wollen den nächsten kleinen Schritt gehen, stabil stehen und Nadelstiche setzen.“ Ein Erfolg wäre auch aus Sicht des stets optimistischen 33-Jährigen eine Überraschung, zumal der Fokus eh auf dem März liegt. Denn dann spielt man gegen die drei direkten Konkurrenten Minden, Oldenburg und Wismar. Dennoch wird die Partie nicht abgeschenkt, die Hoffnung auf eine Überraschung besteht ja immer. Das Selbstvertrauen haben die Raubmöwen jedenfalls.