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Lübeck – Irgendwie war es schon ein Schock, als die Mannschaft der Raubmöwen am vergangenen Montag den Rücktritt ihres Chefcoach Christoph Nisius erfuhren – doch es muss beim Aushängeschild des TSV Travemünde weitergehen. So packten die Co-Trainer Christian Neubauer (Foto rechts) und Nils Küssner (links) die Arbeit an, bereiteten die Frauen aus der 3. Liga auf das kommende Auswärtsspiel beim TSV Nord Harrislee (Samstag, 17 Uhr) vor und feiern so ihr Debüt als Interimslösung.

Neubauer schätzt die vergangenen Tage und das Spiel beim Tabellendritten bei HL-SPORTS wie folgt ein: „Die Trainingswoche nach dem Rücktritt von Christoph Nisius Bekanntgabe war sehr effektiv und die Mädels haben gut gearbeitet. Harrislee ist eine kompakt stehende Mannschaft mit der Ex-Raubmöwe Lara Fischer.“

Zu verlieren haben die Travemünderinnen nichts. Man erwartet keine Wunder. Mit zwei Niederlagen und einem Sieg steht man auf Rang zehn. Die Gastgeberinnen weisen zwei Siege und eine Niederlage (20:24 gegen den Frankfurter HC) vor, sind Favorit für die Partie, doch eine Überraschung ist drin.

Im Kader der Raubmböwen scheint sich Besserung abzuzeichnen. Nine Bollmann und Jamila Popiol sind noch im Aufbautraining. Jule Nieuwstraten (Ellenbogenverletzung) und Rike Claasen (Meniskusverletzung) fehlen ebenso und Uschi Lange unterzog sich am Freitag der notwendigen Kreuzband-Operation. Dafür sind die „Klausuren-Schülerinnen“ wieder dabei, die noch beim Pokalsieg in Slesvig aussetzten. Das macht etwas Mut. Wenn man gemeinsam anpackt, hat man eine Chance und die gilt es zu packen. Ausreden gibt es dabei nicht.

Wer neuer Cheftrainer bei den Mädels vom Steenkamp wird, ist noch unklar. Teammanager Christian Görs will sich hier nicht stressen lassen. Zudem verweilt er noch bis Ende der kommenden Woche im Urlaub und hat volles Vertrauen in das Interimsteam auf der Bank. „Nils und ich arbeiten gut zusammen und sprechen viel mit dem Team, da wir ja auch beide relativ neu dabei sind“, unterstreicht Neubauer das Vertrauen von Görs.