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Lübeck – In der Landesliga-Süd der Frauen hat Tabellenführer ATSV Stockelsdorf II seine Spitzenposition durch den 34:27 (19:13)-Erfolg über den TSV Wattenbek II verteidigt. Ebenfalls siegreich blieb TuS Lübeck 93 mit 28:22 (15:11) über die SG Kollmar/Neuendorf und festigte Platz 5. Bei den Männern entschied der MTV Lübeck das Derby beim TuS Lübeck 93 mit 22:19 (11:8) für sich und marschiert weiterhin im Gleichschritt im Spitzentrio. Die Lübecker Turnerschaft hat nach 1:7 Punkten mit dem II 25:20 (13:12)-Erfolg über die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II die Kurve zurück in die Erfolgsspur gefunden.

Frauen
ATSV Stockelsdorf II – TSV Wattenbek II 34:27 (19:13)
Der ATSV Stockelsdorf II ließ bei seinem Start-Ziel-Sieg keinen Zweifel daran, wer an der Tabellenspitze steht und dort bleiben wollte. Hatte Wattenbek im Hinspiel noch einen Punkt ergattert, gelang die Revanche von Stodo II. In der Anfangsphase war es noch ein Abtasten der Mannschaften, doch setzte sich Stodo durch Ninja Krause auf 3:1 in der 3. Minute ab, ließ aber das 5:5 (9.) zu. Nach dem 11:7 (15.) durch Stephanie Markmann war der erste Vier-Tore-Vorsprung heraus gespielt, was allerdings noch keine Sicherheit brachte. Die Gäste ließen sich nicht abschütteln und verkürzten beim 13:15 (23.) wieder auf zwei Tore. Im Endspurt legte der ATSV II mit einem 4:0-Lauf das Halbzeitergebnis von 19:13 fest.

Die zweite Hälfte verlief nahezu ausgeglichen, wobei Stodo II den Gegner immer auf Distanz hielt und ihn nicht näher heran kommen ließ. Der beruhigende Vorsprung blieb, auch wenn der TSV Wattenbek II in der 51. Minute auf 23:28 verkürzte. Nadja Glass und erneut Markmann per Siebenmeter machten endgültig den Sack zu. Am Ende brachte der Tabellenführer durch eine geschlossene Mannschaftsleistung – mit guter erster und zweiter Welle – einen nie gefährdeten 34:27-Erfolg ins Ziel.

Am Sonnabend (2.2.) heißt es für den ATSV Stockelsdorf II um 18 Uhr zum Derby beim TuS Lübeck 93 anzutreten, um die Tabellenführung zu verteidigen.

Torschützen für den ATSV Stockelsdorf:
Kathi Werdin und Stephanie Markmann ( je 9/1), Nadja Glass (6), Susen Grotzky (3/2), Claudia Danger (2/2), Johanna Andersson (2), Ninja Krause, Petra Meyer und Christina Schlabritz (je 1)

Männer
Lübecker Turnerschaft – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II 25:20 (13:12)
Trainer Heiko Hemmerich musste auf Jesper Dannhauer verzichten, dafür stießen mit Kevin Möller und Sebastian Sielmann zwei Langzeitverletzte wieder zur Mannschaft, die gleich für Stabilität sorgten. Mit Fabian Riepert vermeldete die Lübecker Turnerschaft einen Linkshänder als Neuzugang, der sein Debüt bereits gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II gab.

Nach einem grandiosen Start der Lübecker Turnerschaft mit einer 8:1-Führung in der 13. Minute und bereits fünf Treffern von Kai Ole Litzenroth, fing sich die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II. Durch kleine Fehler baute die LT den Gast wieder auf, der Tor um Tor näher kam. Nachdem LT in Unterzahl den Treffer zum 11:9 hingenommen hatte, nahm Trainer Heiko Hemmerich in der 23. Minute seine Auszeit. Der Gast blieb dran und mit einer 13:12-Führung für die Lübecker ging es in die Halbzeit.

Auch nach der Pause kam die Spritzigkeit der ersten viertel Stunde des Spiels nicht zurück, die HSG ließ sich nicht wieder überraschen. Es dauerte bis zur 40. Minute, bis die Turnerschaft eine Überzahl nutzte, um sich wieder etwas deutlicher absetze. Es war erneut der Haupttorschütze des Tages Litzenroth, der seine Farben mit 18:14 (42.) wieder mit vier Toren in Front brachte. Auch Kapitän und Geburtstagskind Max Gottwald hatte großen Anteil daran, dass das Spiel weiter unter Kontrolle blieb und der 25:20-Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.

„Ich bin froh, dass wir endlich wieder einen etwas breiteren Kader haben. Nun müssen wir unser Tempospiel schnellstmöglich umsetzen, um an die gute Angriffsleistung der ersten fünf Spiele anzuknüpfen“, blickte LT-Trainer Hemmerich positiv nach vorne.

Am kommenden Sonnabend (2.2.) tritt die Lübecker Turnerschaft um 19.30 Uhr beim Tabellenletzten TSV Ellerau an und will dort seinen nächsten Sieg einfahren. „Wer weiß, wer beim Heimspiel wieder alles mit dabei ist“, warnt Co-Trainer Jan Ole Horn vor dem Spiel. „Denn alle Punkte haben die Ellerauer nur zu Hause geholt.“

Torschützen für die Lübecker Turnerschaft:
Kai Ole Litzenroth (9/1), Kjell Schröder und Benjamin Reppin (je 4), Alexander Peters und Kevin Möller (je 3/1), Sebastian Sielmann und Marcel Schuppenhauer (je 1)

TuS Lübeck 93 – MTV Lübeck 19:22 (8:11)
Derbys schreiben ihre eigenen Gesetze und kein Trainer hat Probleme seine Mannschaft zu motivieren. So war auch dieses Spiel von diesem Charakter geprägt, als der MTV Lübeck als Tabellendritter beim Neunten TuS Lübeck 93 in der Meesenhalle auflief. Der MTV erwischte den besseren Start und lag nach fünf Minuten mit 2:0 in Front. Keine drei Minuten später hatte TuS 93 beim 2:2 den Ausgleich erzielt und legte gleich nach zum 4:2 in der 13. Minute. Der Gastgeber hatte durch einen 4:0-Lauf aus dem Rückstand eine Führung gemacht. Hier kaufte TuS-Torhüter Tom-Niklas Heruth – trug sich auch in die Torschützenliste ein – den Angreifern des MTV so manchen Ball ab.

Bis zur 21. Minute übernahm der MTV, final durch drei Tore in Folge, beim 6:5 erneut die Führung, was auf eine gut agierende Abwehr zurück zu führen war, die das Tempospiel forcierte. Dieses veranlasste den Gastgeber zum Team Time Out. Die Führung baute allerdings der Gast bis zur Halbzeit auf 11:8 aus.

Die zweite Halbzeit gestaltete sich über weite Strecke völlig ausgeglichen. Der Derby-Charakter zeigte weiter seinen Einfluss, es standen sich starke Abwehrreihen gegenüber, welche wenig Tore zuließen. Beim MTV zeigte sich Nils Münchenberger besonders motiviert und aktiv, war er doch erst im Winter vom Gastgeber gekommen. Erst als Jetalong Khotsakit das 19:14 (52.) erzielte, war die Vorentscheidung in diesem Derby gefallen. In der heißen Schlussphase gelang TuS Lübeck 93 das Ergebnis noch freundlicher zu gestalten, zur Wende reichte es nicht mehr. So brachte der MTV Lübeck am Ende ein 22:19 ins Ziel und blieb weiter im Führungstrio.

Am Sonnabend (2.2.) empfängt TuS Lübeck 93 um 20 Uhr den Tabellenvierten SG Bordesholm/Brügge und will dort seine nächsten Punkte verbuchen. Während der MTV Lübeck am Sonntag (3.2.) um 16 Uhr zum Spitzenspiel in Mölln bei der HSG Tills Löwen antritt, wo eine bessere Trefferquote von Nöten sein wird. In der Partie geht es darum, welche der beiden Mannschaften weiter auf Tuchfühlung zum Spitzenreiter HSG Holsteinische Schweiz bleibt.

Torschützen für TuS Lübeck 93:
Andreas Jurgeleit (5), Jonas Albeck und Joop Dölemeyer (je 3), Alexander Ott (2), Nick Mebius (1/1), Tom-Niklas Heruth, Marius Bölling, Tjark Junge, Johannes Mengs und Patrick Pohl (je 1)

Torschützen für den MTV Lübeck:
Ole Jansen (4/2), Lukas Prösch und Mathias Deppisch (je 4), Jetalong Khotsakit und Max Köppe (je 3), Christopher Lau (2), Carlo Röseler (1/1), Nils Münchenberger (1)

Alle Spiele der LL-Süd des Spieltages auf einen Blick:
Frauen
ATSV Stockelsdorf II – TSV Wattenbek II 34:27 (19:13)
TuS Lübeck 93 – SG Kollmar/Neuendorf 28:22 (15:11)

Männer
SG Bordesholm/Brügge – Büdelsdorfer TSV 40:27 (21:9)
HSG Holsteinische Schweiz – SV Wahlstedt 33:23 (12:11)
HSG Wagrien – TSV Ellerau 41:29 (18:13)
Lübecker Turnerschaft – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II 25:20 (13:12)
TuS Lübeck 93 – MTV Lübeck 19:22 (8:11)
TSV Plön – HSG Tills Löwen 27:32 (16:14)

So geht es in der LL-Süd weiter
Frauen
TSV Ellerau – SV Henstedt-Ulzburg II (Sa., 2.2., 17.30 Uhr)
TuS Lübeck 93 – ATSV Stockelsdorf II (Sa., 2.2., 18 Uhr)
SG Kollmar/Neuendorf – HSG Tills Löwen (Sa., 2.2., 18 Uhr)
TSV Wattenbek II – SC Nahe 08 (So., 3.2., 14.30 Uhr)
SG WIFT Neumünster – BSV Kisdorf (So., 3.2., 15 Uhr)
SG Todesfelde/Leezen II – HSG Horst/Kiebitzreihe (So., 3.2., 15.45 Uhr)

Männer
Büdelsdorfer TSV – HSG Wagrien (Fr., 1.2., 20.30 Uhr)
HSG Ostsee N/G II – TSV Plön (Sa., 2.2., 18.15 Uhr)
HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II – HSG Holsteinische Schweiz (Sa., 2.2., 18.45 Uhr)
TSV Ellerau – Lübecker Turnerschaft (Sa., 2.2., 19.30 Uhr)
TuS Lübeck 93 – SG Bordesholm/Brügge (Sa., 2.2., 20 Uhr)
HSG Tills Löwen – MTV Lübeck (So., 3.2., 16 Uhr)
HSG Störtal Hummeln – SV Wahlstedt (So., 3.2., 17 Uhr)