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Lübeck – In der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein hat der ATSV Stockelsdorf im Schlussspurt mit 22:21 (11:12) den Tabellennachbarn SG Bergedorf VM auf Distanz gehalten und sich auf Platz 5 verbessert. Dem VfL Bad Schwartau U23 fehlte am Ende die Kraft um die Überraschung perfekt zu machen, er unterlag dem TSV Hürup nach langem, zähem Kampf mit 23:28 (13:15) und steht weiterhin auf einem Abstiegsplatz.

Frauen
ATSV Stockelsdorf – SG Bergedorf VM 22:21 (11:12)
Nach dem schnellen 1:0 durch Lisa Füllgraf per Gegenstoß nach 33 Sekunden, setzte der ATSV Stockelsdorf das Spiel sehr nervös fort. Drei unnötige Ballverluste luden die SG Bergedorf VM förmlich zu einfachen Toren ein und Stodo sah sich nach drei Minuten mit 1:3 hinten. In der Hintermannschaft bekamen die Gastgeber nicht den nötigen Zugriff und im Angriff wurden zusätzlich noch gute Chancen nicht verwertet. Der Gast schaffte es durch eine einfache Passtäuschung und einer Gegenbewegung die Abwehr auf dem falschen Fuß zu erwischen und relativ ungehindert zum Torerfolg zu kommen. So führte die SG in der 16. Minute mit 7:3 und legte weiter zum 10:6 (22.) nach.

Nachdem Trainer Nicolai Schmidt die Abwehr umstellte und Nina Blociszeski für Simone Reese ins Tor beorderte, kam etwas mehr Konstanz ins Spiel des ATSV. Die Abwehr agierte beweglicher und es wurde besser zugepackt, was beim Gast Fehler produzierte. Nach dem Treffer von Amelie Carstensen zum 7:10 (22.) nahm die SG Bergedorf VM eine Auszeit, von der sich Stockelsdorf aber nicht beeindrucken ließ. Erneut Füllgraf und dreimal Justine John stellten den 11:12-Halbzeit-Stand sicher.

Kurz nach dem Wiederbeginn erzielte Carstensen den Ausgleich zum 12:12, das Spiel war wieder auf null gestellt. Trotz einer Zeitstrafe setzte sich der Gast erneut mit drei Toren auf 17:14 (37.) ab. Nach dem 15:17 besaß der ATSV erneut Überzahl, schlug aber wieder kein Kapital daraus. Doch die Abwehr hatte die Angreifer nun besser unter Kontrolle – Inke Steffen erfreute sich seit längerem einer Sonderbewachung durch Stephanie Markmann – und der Gastgeber holte Tor um Tor auf. Der Schalter war umgelegt und die Tore durch John und Füllgraf brachten das 17:17 (43.).

Jetzt geriet der ATSV Stockelsdorf in Unterzahl, eroberte trotzdem einen Ball in der Hintermannschaft und Markmann erzielte per Gegenstoß das 18:17 (44.), die erste Führung nach dem 1:0. Als John wieder im Spiel war, netzte sie zum 19:17 ein und nach der Auszeit der Gäste legte sie das 20:17 (49.) nach. Mit einem 6:0-Lauf hatte Stodo das Spiel gedreht und wollte den Sack nun mit aller Macht zumachen. Doch die SG Bergedorf VM gab sich nicht geschlagen und setzte die heimischen Angreifer unter Druck. Sie ließen sich zu überhasteten Abschlüssen und Fehlern verleiten und kassierten, trotz Team Time Out von Nico Schmidt, den Ausgleich zum 21:21 (58.).

In der hektischen Schlussphase zeichneten sich die Torhüter beider Mannschaften aus, wobei Blociszeski Stockelsdorf vor einem Rückstand bewahrte, als sie einen Gegenstoß entschärfte. Nach einen Ballgewinn in der Abwehr wurde Markmann in den Gegenstoß geschickt und sie verwandelte eine Sekunde vor der Schlusssirene unter starker Bedrängnis zum viel umjubelten 22:21-Siegtreffer. Nach diesem Sieg kletterte der ATSV Stockelsdorf mit 14:16 Punkten auf Platz 5 und verschaffte sich ein wenig Luft zu den Abstiegsplätzen.

Torschützen für den ATSV Stockelsdorf:
Justine John (9/3), Stephanie Markmann (4/1), Lisa Füllgraf (4), Amelie Carstensen (3), Lynn Kahler und Jule Nieuwstraten (je 1)

Männer
VfL Bad Schwartau U23 – TSV Hürup 23:28 (13:15)
Vor dem Spiel gab es noch eine Hiobsbotschaft für Trainer Stephan „Tiffy“ Schlegel, Niklas Jung verletzte sich an der Leiste, dass er gar nicht mit auflief. Nach der Abtastphase ging der TSV Hürup in Führung, aber der VfL Bad Schwartau U23 blieb dran und glich nicht nur aus sondern übernahm beim 3:2 in der 5. Minute die Führung. Die Hintermannschaft um Tom Patallas, Till Meisner und Jannes Schlegel sowie den beiden Torhütern Alexander Haß und Christopher Lautwein zeichnete sich aus.

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Im Angriff setzten Thimo Steinfurth, Jacob Cordes und der A-Jugendliche Sebastian Protz die Akzente. So blieb es in der ersten Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe, auch wenn der VfL U23 seit dem 4:5 (8.) einem Rückstand hinterher lief. So ging es mit einem 13:15-Rückstand in die Pause.

In der zweiten Hälfte gaben zwei schnelle Tore das 15:15 (32.), doch die Führung wollte nicht gelingen. In der 39. Minute lagen die Schwartauer erneut mit drei Toren hinten beim 17:20. Die Mannschaft von „Tiffy“ Schlegel kämpfte sich wieder auf 21:23 (48.) heran, doch am Ende fehlte die Kraft im Angriff, das Spiel noch zu kippen. Auch der Einsatz von Felix Hirth, dem man seine Verletzung noch anmerkte, brachte keine Entlastung. So ging das Spiel gegen den Tabellenzweiten TSV Hürup am Ende mit 23:28 verloren.

„Leider fehlte uns die Kraft im Angriff die letzten 18 Minuten und wir konnten das Blatt nicht mehr wenden“, so die Aussage von Schlegel zu HL-SPORTS.

Der VfL Bad Schwartau U23 belegt weiterhin mit 10:22 Punkten den vorletzten Tabellenplatz und muss sich langsam strecken, sollen die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt noch eingefahren werden. Es warten in den verbleibenden zehn Spielen auch noch Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel, aber auch genügend Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt.

Torschützen für den VfL Bad Schwartau U23:
Jacob Cordes (5/1), Sebastian Potz (5), Till Meisner und Thimo Steinfurth (je 4), Jannes Farschchi und Vincent Klepp (je 2), Tom Patalas (1)

Alle Spiele des Spieltages in der Übersicht:
Frauen
TSV Altenholz – HSG Holstein Kiel/Kronshagen 24:21 (18:8)
ATSV Stockelsdorf – SG Bergedorf VM 22:21 (11:12)
SG Todesfelde/Leezen – MTV Heide 30:37 (11:18)
SV Preußen Reinfeld – SG Wilhelmsburg 32:23 (13:15)
FC St. Pauli – Bredstedter TSV 32:25 (18:11)

Männer
SG WIFT Neumünster – TSV Ellerbek 23:19 (12:11)
TuS Esingen – HSG Eider Harde 26:28 (11:12)
SG Hamburg-Nord – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg 29:41 (14:20)
AMTV Hamburg – HG Hamburg-Barmbek
FC St. Pauli – MTV Herzhorn 31:19 (16:10)
VfL Bad Schwartau U23 – TSV Hürup 23:28 (13:15)
HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve – THW Kiel II 23:23 (13:13)

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