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Lübeck – Am vorletzten Spieltag der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein hat der VfL Bad Schwartau U23 seine Chance auf den Klassenerhalt durch einen 24:16 (11:6)-Erfolg über den Tabellennachbarn AMTV Hamburg gewahrt. Den Klassenerhalt gesichert hat hingegen der ATSV Stockelsdorf mit seinem 27:27 (16:14) beim Tabellenvierten SG Todesfelde/Leezen und kann beruhigt in die Osterpause gehen.

Frauen
SG Todesfelde/Leezen – ATSV Stockelsdorf 27:27 (14:16)
Trainer Nicolai Schmidt hatte zum Derby bei der SG Todesfelde/Leezen nur zehn Spielerinnen zur Verfügung, darunter nur eine Torhüterin, da Simone Reese noch kurzfristig ausfiel. Trotzdem war der ATSV Stockelsdorf über weite Strecken des Spiels die tonangebende Mannschaft. Auch wenn der Rückraum von Todesfelde mit Anna-Lena Grell – zehn Treffer steuerte sie bei, sowie mit der Schlusssirene den Ausgleich – doch einige Probleme bereitete. „Wir fuhren mit einem sehr guten Gefühl aus Todesfelde weg, gehen mit diesem Punkt in die Osterpause“, so Nico Schmidt nach dem Spiel. „Rechnerisch ist der Klassenerhalt auch gesichert.“

Der ATSV schaltete gleich zu Beginn den Turbo ein und legte bis zur 4. Minute ein schnelles 4:0 vor. Nach dem 2:5 (6.) von Todesfelde gab es gegen bis dahin dreifache Torschützin Angelina Gravile eine Disqualifikation, somit waren die Wechselmöglichkeiten für Stodo noch weiter eingeschränkt. Im Anschluss an das 7:3 (9.) gab es einen Hänger im Angriff bei den Stockelsdorferinnen und die SG Todesfelde/Leezen erzielte mit einem 4:0-Lauf das 7:7 (15.), was Trainer Schmidt zur Auszeit zwang. Anschließend übernahm der ATSV wieder die Initiative und ging mit einer 16:14-Führung in die Pause.

Auch in der zweiten Hälfte blieb der Gast spielbestimmend, lag noch in der Schlussphase mit bis zu drei Treffern in Front. Es machte sich beim kleinen Kader in der Endphase des Spiels der Kräfteverschleiß bemerkbar und mit der Schlusssirene gelang dem Gastgeber der glückliche Ausgleich zum 27:27. Mit diesem Punktgewinn kann der ATSV Stockelsdorf endgültige für die nächste Oberliga-Saison planen.

Torschützen für den ATSV Stockelsdorf:
Justine John (13/6), Sophia Bulgrin und Angelina Gravile (je 3), Denise John, Jule Nieuwstraten und Amelie Carstensen (je 2), Fenja Schreiber und Christin Steinweg (je 1)

Männer
VfL Bad Schwartau U23 – AMTV Hamburg 24:16 (11:6)
Nachdem der TSV Ellerbek sein Spiel siegreich beendete, hieß es für den VfL Bad Schwartau U23: Nachlegen war Pflicht gegen den nur einen Punkt vor den Schwartauern platzierten AMTV Hamburg. In einem guten Spiel – in dem er besonders in der ersten und zum Schluss der zweiten Hälfte überzeugte – brachte der VfL U23 mit dem 24:16 (11:6)-Sieg die Punkte auf die Habenseite und kletterte auf Platz 10.

Der Gastgeber startete – mit einem starken Marino Mallwitz im Tor – fulminant mit einem 3:0 in der 5. Minute durch einen Treffer von Danial Amoey und zwei Tore durch Janik Schrader. Es folgten fünf Minuten ohne Torerfolg bis zum 4:2 (11.). Nach dem erneuten Anschlusstreffer netzte der Gastgeber dreimal zum 7:3 (17.) und baute seinen Vorsprung durch Jacob Cordes auf 10:4 (27.) aus. Aus einer guten Hintermannschaft übernahm jeder Verantwortung, was die geschlossene Mannschaftsleistung ausmachte und mit einer 11:6-Führung ging es in die Kabine.

Nach Wiederbeginn hatte der Gast den besseren Start und verkürzte kontinuierlich bis zum 10:13 (39.) auf drei Tore, was durch liegen lassen klare Chancen verursacht wurde. Diesen Drei-Tore-Rückstand hielt der AMTV bis zum 15:18 (48.). Schrader startete den Endspurt mit seinem Treffer zum 19:15 (49.) und beendete das Vier-Punkte-Spiel mit dem 24:16 in der vorletzten Spielminute. Dieser wichtige und ungefährdete Sieg bescherte dem VfL Bad Schwartau U23 Tabellenplatz 10, lässt – nach zuletzt 6:0 Punkten – weiter auf den Klassenerhalt hoffen und brachte auch den direkten Vergleich auf seine Seite.

„Jeder Spieler hat Verantwortung übernommen und wir konnten unser Spiel aufzwingen“, war Trainer Stephan „Tiffy“ Schlegel nach dem Spiel begeistert. „Eine Mannschaftsleistung mit einem starken Marino dahinter.“

Torschützen für den VfL Bad Schwartau U23:
Janik Schrader (7/1), Danial Amoey (4/1), Till Meisner (3), Thimo Steinfurth (2/1), Jannes Schlegel und Niklas Jung (je 2), Melf Hagen (1/1), Jacob Cordes, Jannes Farschchi und Jasper Bruhn (je 1)

Alle Spiele des Spieltages in der Übersicht:
Männer
THW Kiel II – HSG Eider Harde 41:32 (21:19)
TSV Hürup – SG Hamburg-Nord 38:24 (19:8)
SG WIFT Neumünster – TuS Esingen 26:20 (15:10)
HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve – FC St. Pauli 30:26 (18:11)
TSV Ellerbek – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg 22:21 (10:12)
VfL Bad Schwartau U23 – AMTV Hamburg 24:16 (11:6)
MTV Herzhorn – HG Hamburg-Barmbek 25:30 (14:13)

Frauen
SV Preußen Reinfeld – ATSV Stockelsdorf 29:26 (17:18)
MTV Heide – SG Wilhelmsburg 48:17 (24:9)
Bredstedter TSV – SG Bergedorf VM 28:18 (17:8)
TSV Altenholz – FC St. Pauli 22:16 (9:8)
SG Todesfelde/Leezen – ATSV Stockelsdorf 27:27 (14:16)
TSV Ellerbek – SV Preußen Reinfeld 25:22 (15:11)
AMTV Hamburg – TuS Esingen 34:17 (15:7)

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