Anzeige
Kanzlei Proff

Lübeck – Der VfL Bad Schwartau II hat das fast „Unmögliche“ geschafft und dem hohen Favoriten aus dem hohen Norden, der DHK Flensborg, beide Punkte abgenommen. Ein äußerst wichtiger Sieg im Abstiegskampf und erstmals seit dem zweiten Spieltag auf einem Nichtabstiegsplatz. Der ATSV Stockelsdorf hat eine Punkteteilung gegen den Tabellenzweiten aus Ellerbek erreicht und bleibt weiter in der Tabellenspitze. Für Lübeck 76 wird nach der sechsten Niederlage in Folge, gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten, die Luft langsam immer dünner und die Mannschaft steckt spätestens jetzt voll im Abstiegskampf.

VfL Bad Schwartau II – DHK Flensborg 31:27 (15:16)
Das sind wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg, die am Freitagabend eingefahren werden konnten. Am Ende wird sich zeigen, wie viel dieser Sieg Wert ist, da noch drei der Mitkonkurrenten gegen den Abstieg (TSV Alt Duvenstedt, SG Wift und HSG Hohn/Elsdorf) ebenfalls gegen die Flensburger antreten müssen.

„Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit, bis auf zwei oder drei kleine Fehler direkt vor der Pause, klar dominiert. Allein durch diese Fehler, die der Gast aus Flensburg sofort bestraft hat, lagen wir zur Pause mit 15:16 hinten“, so die sachliche Erklärung von Trainer Mirko Baltic zu HL-SPORTS.

In der Pause würde über die Fehler gesprochen und die Deckung von 5:1 auf 6:0 umgestellt, was sich positiv auswirkte. „Die Jungs haben von Anfang an geglaubt, dass sie es schaffen können, was zusätzliche Kräfte freigesetzt hat. Mit Tjorven Homberg im Tor und einer sehr stark spielenden Abwehr, wurde der Grundstein für den Erfolg gelegt. Alex Mendle, auf der Mitte im Aufbau, hat in den wichtigen Phasen des Spiels immer die richtige Entscheidung getroffen. Es war eine fantastische Mannschaftsleitung“, so die glückliche Aussage des Trainers.

Torschützen für den VfL Bad Schwartau II: Alex Mendle (8), Thees Glabisch (6/3), Finn Kretschmer (6/1), Kim Reiter (5), Kim Kardel (3), Jonas Engelmann, Oliver Lindner, Daniel Amoey (je 1)

SG Niendorf/Wandsetal – Lübeck 76 22:21 (11:12)
Nun ist das passiert, was nicht passieren sollte, es gab beim Tabellenletzten in letzter Sekunde eine knappe Niederlage, was für Lübeck 76 nun den Abstiegskampf pur bedeutet. Die nächsten Spiele werden somit alles Endspiele um den Klassenerhalt.

Das Spiel begann sehr ausgeglichen, es stand nach 15 Spielminuten 5:5. Nun arbeitete die Abwehr besser und daraus entwickelt sich eine 10:6 Führung. „Wir haben leider einige technische Fehler gemacht, als wir die Möglichkeit hatten uns weiter abzusetzen, und brachten die Hausherren durch Gegenstöße wieder ins Spiel. Wir konnten somit nur ein 13:11 mit in die Pause nehmen“, so das Fazit der ersten Halbzeit von Trainer Piotr Szynwelski zu HL-SPORTS.

Direkt nach der Pause konnte der Gastgeber, unterstützt durch Fehler von Lübeck 76, das Spiel wieder offen gestalten und nach 42 Minuten stand es 17:17. Annika Kranich im Tor zeichnete sich jetzt aus und hat der Mannschaft den Impuls geben, dass doch noch was geht. So kam es in der 52.Minute zur 20:18 Führung. Es bot sich wieder die Chance den Vorsprung zu Gunsten von Lübeck 76 auszubauen, aber erneute technische Fehler ließen alle Hoffnungen platzen. „Als wir zwei Minuten vor dem Ende die Führung zum 21:20 erzielten und unsere Torhüterin einen Strafwurf halten kann, endet der nächste Angriff am Pfosten und der Gastgeber kann zum 21:21 ausgleichen. Wir erhalten erneut eine Zeitstrafe, dass wir die letzten 30 Sekunden in doppelter Unterzahl spielen mussten“, erklärt Trainer Piotr Szynwelski. Es folgt ein Team Time Out von Lübeck 76. „Wir wollten die verbleibende Spielzeit herunterspielen und den finalen Wurf ansetzten, somit wenigstens das Unentschieden halten. Aber zehn Sekunden vor Schluss verlieren wir den Ball und der Gastgeber kann Sekunden vor dem Ende per Gegenstoß die Niederlage besiegeln“, war die etwas niedergeschlagene Aussage des Trainers. „Nun stecken wir richtig im Abstiegskampf drin“.

Torschützen für Lübeck 76: Svenja Eckert (8/6), Britt Rahf, Marie Schreiber, Jana Krisat (je 3), Lea Knop (2), Svea Manthe, Svenja Müller (je 1)

ATSV Stockelsdorf – TSV Ellerbek 27:27 (14:13)
Mit diesem Teilerfolg kann sich die Mannschaft des ATSV Stockelsdorf weiter in der Tabellenspitze behaupten, wo der Kampf um Platz Zwei, hinter dem Liga-Primus TSV Kropp/Tetenhusen, weiterhin spannend bleibt. Von Trainer Nico Schmidt wurden in diesem Spiel nur 11 Spielerinnen eingesetzt, obwohl sechs weitere zur Verfügung gestanden hätten, aber diese zurzeit nicht dem Leistungstand und –vermögen genügen.

„Wir haben nach dem 0:1 aber in der ersten Halbzeit immer in Front gelegen und sind verdient mit 14:13 in die Halbzeit gegangen“, erklärt Trainer Nico Schmidt gegenüber HL-SPORTS.

Der Schwung wurde aus der Pause wieder mitgebracht und der Vorsprung wurde schnell auf 16:13 ausgebaut. „Leider haben wir jetzt unsere klare Linie nicht beibehalten und brachten dadurch den Gast aus Ellerbek immer besser ins Spiel und wir sahen uns in der 56.Minute beim Stand von 23:26 weit im Hintertreffen. Nun hat die Mannschaft aber Charakter und „Gesicht“ gezeigt und mit dem 27:27 den Ausgleich erzielt. Wir hatten mit dem finalen Wurf noch die Möglichkeit zum Sieg, aber der Ball sprang von Pfosten wieder zurück“. So das abschließende Statement des Trainers. „Wir haben uns diesen Punkt richtig verdient am heutigen Tag“.

Torschützen für den ATSV Stockelsdorf: Anja Krönert (8), Johanna Pollaks (7), Claudia Danger, Nina Mitschker (je 4), Nadja Kunze (2), Anna Lena Grell, Stina Wickberg (je 1)