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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat in der Sporthalle Hamburg vor 2.725 Zuschauern im Spitzenspiel der 2. Handball-Bundesliga gegen den neuen Tabellenführer ASV Hamm-Westfalen mit 26:32 (12:15) den Kürzeren gezogen. Die Hintermannschaft fand nur in den ersten zehn Minuten Zugriff auf die quirligen und lauffreudigen Angreifer des Gastes. Sie liefen anschließend ständig einem Rückstand hinterher, spielten im Angriff zu sehr in die Breite statt in die Tiefe und so schaltete und waltete Hamm-Westfalen nach Belieben. Am Ende fiel die verdiente 26:32-Niederlage ein wenig zu hoch aus.

Die einzige Führung des Spiels erzielte Thies Bergemann in der 3. Minute per Gegenstoß nach einer guten Abwehraktion. Postwendend fielen der Ausgleich und die Führung für die Gäste zum 2:1 (4.) ebenfalls per Gegenstoß. Bis zum 5:5 (9.) durch Hamburgs Goalgetter Niklas Weller – insgesamt neun Tore – war das Pulver bereits verschossen. Drei Treffer von Fabian Huesmann brachten die Hammer mit 8:5 (12.) in Front. Der HSV Hamburg bäumte sich auf, doch zu mehr als dem Anschlusstreffer beim 7:8 (14.) reichte es nicht. Der neue Tabellenführer setzte sich bis zur Pause auf 15:12 ab.

Nach der Halbzeit eröffnete Jens Schöngarth den Torreigen zum 13:15 und die Partie wurde zum offenen Schlagabtausch. Es ging Schlag auf Schlag, die Tore fielen im Minutentakt, doch die Hamburger kamen nicht näher heran. Mit einem Zwischenspurt war es der ASV, der sich bis zur 43. Minute auf 24:19 vorentscheidend absetzte.

Das Team Time Out von Trainer Torsten Jansen ließ seine Mannschaft kurzfristig wieder Hoffnung schöpfen, als Bergmann auf 25:27 (52.) verkürzte. Eine Zeitstrafe gegen die Gastgeber nutzen die Gäste, um sich endgültig auf die Siegerstraße zu bringen. Mit einem 4:0-Lauf zogen sie uneinholbar auf 31: 25 (56.) davon. Weller erzielte noch seinen neunten Treffer des Tages – bei keinem Fehlversuch – doch am Ende blieb eine bittere 26:32-Niederlage für des HSV Hamburg übrig. Trotz der Niederlage blieben sie mit 6:2 Punkten auf Platz 3 der Tabelle hinter den beiden Spitzenreitern ASV Hamm-Westfalen und TuSEM Essen mit je 7:1 Punkte.

Fazit: Der Gast hatte die beweglichere und aggressivere Abwehr und die Torhüter hatten eine deutlich bessere Quote, was den Unterschied des Abends ausmachte.

Torschützen für den Handball Sport Verein Hamburg:
Niklas Weller (9/6), Thies Bergemann (4), Leif Tissier und Jens Schöngarth (je 3), Jan Forstbauer und Dominik Vogt (je 2), Tobias Schimmelbauer, Dominik Axmann und Philipp Bauer (je 1)