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Hamburg – In der 2. Handball-Bundesliga hat der Handball Sport Verein Hamburg sein Auswärtsspiel beim Erstliga-Absteiger VfL Gummersbach mit 26:29 (8:11) verloren und scheiterte dabei am gut aufgelegten VfL-Torhüter Filip Ivic, der in der Partie auf Augenhöhe den Unterschied ausmachte.

Die 1:0-Führung in der 3. Minute durch Jan Forstbauer glich der VfL Gummersbach postwendend aus. Aron Edvardsson kam gut ins Spiel und hielt mit seinen Paraden die Gäste im Spiel. Der HSV Hamburg lief immer einem Rückstand hinterher, biss sich die Zähne an der beweglichen und robusten Abwehr der Gastgeber aus. Der direkte Weg zum Tor wurde den Hamburger Angreifern schnell zugestellt und der Rückraum der Hamburger offensiv attackiert. Nach dem 3:3 (10.) durch Niklas Weller gelang ebenfalls Weller erst in der 17. Minute das nächste HSV-Tor zum 4:5 per Siebenmeter, was auch die gute HSV-Abwehrarbeit bewies. Nur Alexander Hermann im linken Rückraum bereitete den Hamburgern Probleme, er traf in der ersten Hälfte gleich fünfmal ins Schwarze. Auch scheiterten die Angreifer des HSVH immer wieder an Ivic im Tor der Hausherren, der neun Paraden zur Pause auf sein Konto brachte. So gingen beide Mannschaften mit der 11:8-Führung der Gummersbacher in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit zeigte von Beginn einen offenen Schlagabtausch, wobei der Gastgeber weiterhin die Nase mit drei Toren vorne behielt. Als Thies Bergemann in Unterzahl das 16:17 (43.) per Gegenstoß erzielte, waren die Hamburger auf Schlagdistanz. Einen Holztreffer von Forstbauer und einen geblockten Wurf von Philipp Bauer nutzte der VfL Gummersbach und zog wieder auf 19:16 (46.) davon. Mit einem Doppelschlag erzielte Weller erneut den Anschluss zum 18:19 (47.).

Es blieb ein Spiel auf des Messers Schneide, so hieß es fünf Minuten vor dem Ende 22:23 durch Hamburgs Haupttorschützen Weller. Nachdem der VfL in der 57. Minute zum 25:22 ins leere Tor traf, nahm Trainer Torsten Jansen seine dritte Auszeit des Spiels, um letzte Instruktionen zu geben. Bauer verkürzte 20 Sekunden später auf 23:25, doch sofort stellte der Gastgeber den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Am Ende stand der 29:26-Sieg für den VfL Gummersbach fest, dank des Züngleins an der Waage mit Namen Filip Ivic im Tor der Gastgeber.

Fazit: Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten, nach den Abwehrbollwerken in der ersten Hälfte gab es in der zweiten ein wahres Torfestival, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Am Ende machte die Torhüter-Quote an diesem Abend den Unterschied aus, aber der HSV Hamburg hat dem Favoriten über 60 Minuten Paroli geboten und nie aufgegeben.

Torschützen für den Handball Sport Verein Hamburg:
Niklas Weller (10/5), Jan Forstbauer (7), Lukas Ossenkopp und Philipp Bauer (je 3), Thies Bergemann (2), Tobias Schimmelbauer (1)