Stefan Dreysel
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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat in der Sporthalle Hamburg vor 2.768 Zuschauern in der 2. Handball-Bundesliga nach dem 32:25 (16:12) über den Aufsteiger HSG Konstanz einen blendenden Saisonstart hingelegt. Mit nun 11:5 Punkten liegen die Hamburger derzeit auf Platz 3 und halten mit nur einem Punkt Rückstand direkten Kontakt zur Tabellenspitze.

Nach dem 0:1 in der 2. Minute mussten die Zuschauer lange auf den 1:1-Ausgleich (4.) durch Lukas Ossenkopp warten. Die Abwehr war in der Folgezeit Herr der Situation und auch Aron Edvardsson im Tor hielt kurz nach einander zwei Bälle. So setzten sich die Hamburger auf 5:2 (9.) -erneut durch Ossenkopp – ab. Leichte Fehler im Angriff und Übergabeprobleme in der Abwehr nutze die HSG zu drei schnellen Toren zum 5:5 (11.).

Trainer Torsten Jansen brachte nach der Zeitstrafe gegen Niklas Weller mit Dominik Vogt einen neuen Kreisläufer, der auch der Abwehr Stabilität gab. Dadurch setzten sich die Hamburger auf 11:8 (22.) ab, nahmen aber wenig später den Anschlusstreffer hin. Jetzt schlug die Zeit von Jens Schöngarth, der mit drei Treffern das 14:11 (26.) erzielte. Die Abwehr kam zu leichten Ballgewinnen und legte den Grundstein für das 16:12 zur Halbzeit.

Beide Mannschaften wechselten in der Pause ihre Torhüter, beim HSV Hamburg kam für Edvardsson Marcel Kokoszka und bei der HSG Konstanz kam Simon Tölke für Michael Haßferter. Beide hatten einen guten Einstand in der zweiten Halbzeit. Gestützt auf eine immer souveräner auftretende Abwehr setzte sich der HSVH durch einfache Tore auf 20:14 (38.) per Gegenstoß von Philipp Bauer ab. Dieser Sechs-Tore-Vorsprung hatte in der 45. Minute beim 23:17 weiterhin Bestand, als der Gast seine zweite Auszeit nahm.

Flüchtigkeiten im Angriff der Gastgeber brachten den Aufsteiger mit drei Treffern in Folge beim 20:23 (47.) zurück ins Spiel – jetzt zog Toto Jansen die grüne Karte. Die Ansage traf auf fruchtbaren Boden, die Hamburger legten ein 26:21 (50.) vor, bevor die Gäste sich durch eine doppelte Zeitstrafe in doppelte Unterzahl brachten. Dieses nutzte die Jansen-Truppe und ging entscheidend mit 28:21 (52.) in Führung. Der Rest war nur noch Schaulaufen, das am Ende einen nie gefährdeten 32:25-Sieg des Gastgebers sah.

Fazit: Aus einer über weite Strecken kompakten Abwehr sorgte der HSV Hamburg nach den ersten 20 Minuten für recht klare Verhältnisse und zog die Zügel immer wieder an, wenn der Gast den Abstand verkürzte. Am Ende brachte eine geschlossenen Mannschaftsleistung den fünften Sieg und wenigstens für einen Tag Platz 3 bei 11:5 Punkten ein.

Torschützen für den Handball Sport Verein Hamburg:
Jens Schöngarth (6), Niklas Weller (5/1), Lukas Ossenkopp (5), Philipp Bauer (4), Tobias Schimmelbauer, Jonas Gertges, Jan Forstbauer und Thies Bergemann (je 2), Leif Tissier, Dominik Axmann, Marius Fuchs und Dominik Vogt (je 1)