Lobeca/Michael Raasch
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Hamburg/Lübeck – Abstiegskampf, here we come – die vierte Niederlage in Serie hat den VfL Lübeck-Schwartau endgültig in den Tabellenkeller gerissen. Beim 21:29 (9:12) in Hamburg (Spielbericht findet ihr hier) spielte die Mannschaft von Piotr Przybecki ganz schwach und offenbarte nicht nur die bekannten offensiven Schwächen. Vor allem in der zweiten Halbzeit wurde man förmlich demontiert. Und so ist man mittendrin im Schlamassel namens Abstiegskampf. Und die Fans gehen mit der VfL-Sieben hart ins Gericht.

Rund 400 VfL-Fans hatten am Reformationstag die kurze Reise nach Hamburg angetreten und versucht, ihre Mannschaft nach vorne zu treiben. Doch nach dem Spiel war die Enttäuschung groß. „Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander“, „Der Blick geht nach unten“ , „Leider war das gestern eher drittliga-tauglich“, „Die haben auch ganz schlecht gespielt“ – nur ein paar der Reaktionen, die man über die sozialen Netzwerke mitbekommen konnte. Auch Kritik an der Mannschaftszusammenstellung und der Aufstellung des Trainers kam deutlich zur Sprache.

Lediglich zwei Spieler kamen in der Betrachtung der Anhänger gut weg. „Mr. Zuverlässig“ Dennis Klockmann hielt den VfL ohne echte Abwehr lange im Spiel und kam ebenso wie der eingewechselte Marino Mallwitz (ab Minute 43) auf eine solide 30-%-Quote. Und auf dem Feld wusste Linksaußen Thees Glabisch mit neun Treffern und einer 100-%-Quote vom Punkt zu überzeugen.

Ansonsten gab es wenig, bis nichts zu sehen, was einem Hoffnung machen könnte. Die Abwehr ließ sich nach der Roten Karte gegen Kapitän Martin Waschul (dritte Zeitstrafe in der 24. Minute) auseinander nehmen. Ohne ihren Chef fehlten Mittel und phasenweise auch der Wille, um sich gegen den HSV aufzulehnen. Auch offensiv lässt der VfL viel vermissen. Es fehlen Ideen und Durchsetzungswille, vor allem aus dem Rückraum.

„Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren und individuelle Fehler gemacht, dadurch konnte Hamburg einfache Tore erzielen“, anaylisierte Przybecki zum Spiel in Hamburg, den es auch ärgerte, dass der VfL die gute Torhüterleistung nicht nutzen konnte: „Wir haben jetzt durch das Wochenende etwas Zeit, um abzuschalten und uns dann schnellstmöglich wieder zu sammeln. Gegen Emsdetten müssen wir in der Lage sein, 60 Minuten lang Paroli zu bieten. Das haben wir heute nicht geschafft.“

Das klingt sehr nach Durchhalteparolen vor dem Duell mit dem Tabellennachbarn in acht Tagen. Denn Rang 14 klingt nicht nur bedrohlich – er ist es auch! Der Abstand zu den Abstiegsrängen beträgt gerade zwei Punkte (und 13 Tore), dazu könnte Emsdetten mit einem Sieg am Sonnabend sogar vorbeiziehen. Von daher darf man konstatieren: Der VfL Lübeck-Schwartau muss schnellstmöglich den Abstiegskampf annehmen.