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Lübeck – Kollektives Aufatmen beim VfL Lübeck-Schwartau! Nach einer richtig guten Leistung gewann der Zweitligist gestern Abend sein Heimspiel gegen den TV Emsdetten mit 28:22 (15:11) und kann nach einem katastrophalen Oktober einmal durchatmen. Bester Torschütze beim VfL war Steffen Köhler mit sechs Treffern. Vorrangig war es aber die Defensivleistung und ein alles überragender Dennis Klockmann, welche den Ausschlag in Richtung Schwartau gaben.

Doch der Reihe nach: Zu Beginn war allen VfL-Akteuren die Nervosität und Unsicherheit anzumerken. Vor allem aus dem Rückraum kam am Anfang zu wenig und so führten die Gäste aus dem Münsterland nach sieben Minuten mit 4:2. Mit Wut und Willen glich Schwartau aber aus und ging durch Köhler erstmals in Führung (5:4/12.). Wesseling glich im Gegenzug nochmal zum 5:5 aus, danach rollte aber der VfL-Express.

Klockmann mauerte sein Tor zu (fünf Paraden in Serie) und vorne wurden die einfachen Tore gemacht. Und so zog der VfL bis zur 21. Minute (10:5) davon, gab diesen Vorsprung bis zur Halbzeit (15:11) nicht mehr her.

Nach dem Seitenwechsel waren es wieder drei schnelle Tore zum 18:12 (33.) und starke Paraden von Klockmann (am Ende 44% gehaltene Bälle), die für die Vorentscheidung sorgten. Trotz diverser Emsdettener Varianten mit dem siebten Feldspieler kam der TVE nicht mehr heran. Spätestens mit dem 27:21 von Eigengewächs Janik Schrader (57.) war die Messe dann gelesen. 

Entsprechend zufrieden war VfL-Coach Piotr Przybecki nach der Partie: „Wir waren aggressiv und das von Anfang an. Klocki hat dazu überragend gehalten und uns einige Tempogegenstöße ermöglicht. Ich hatte viel Respekt vor Emsdetten, denn sie haben sich in dieser Saison gut entwickelt. Die Siege gegen Gummersbach und Bietigheim sprechen eine eigene Sprache. Aber wir haben es häufig geschafft, ihre Angriffe zu stoppen.“ 

Co-Trainer Matthias Deppisch ergänzte: „Das war heute ein Spiel der Emotionen, nicht nur weil wir im Tabellenkeller stecken, sondern auch weil in der vergangenen Woche die Ära von Michael Friedrichs zu Ende gegangen ist. Beides ist an uns nicht spurlos vorbeigegangen. Dieser Sieg war ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg in höhere Tabellenregionen. Außerdem glaube ich, dass wir die zwei Punkte auch ein bisschen für Friedel geholt haben, der durch seine Arbeit in den vergangenen Jahren dafür gesorgt hat, dass wir hier in Lübeck mit dem VfL ein Top-Produkt haben.“

Die Wichtigkeit des Sieges unterstreicht der Blick auf die anderen Partien. Sowohl der TV Hüttenberg (31:19 gegen Krefeld)  wie auch die HSG Konstanz (31:28 gegen Dormagen) siegten und halten den Tabellenkeller damit eng. Von daher sollte der Blick des VfL zumindest vorläufig noch nach unten gehen.

Spielfilm: 1:0 (1.) – 2:4 (7.) – 5:4 (12.) – 10:5 (21.) – 15:12 (31.) – 18:12 (33.) – 20:16 (39.) – 24:18 (48.) – 27:21 (57.) – 28:22 (60.)

Der VfL spielte mit: Klockmann (15 Paraden/1 Tor), Mallwitz – Köhler (6 Tore), Hansen (5), Schrader (4/2), Raguse (4), Glabisch (4/1), Kretschmer (3), Schult (1)