Anzeige
Kanzlei Proff

Berlin – Von Karfreitag bis zum Ostersonntag wurde um den Rookie-Cup der Handball-Bundesliga gespielt. HL-SPORTS berichtete bereits in Kurzform darüber und gibt hier nochmal einen ausführlichen Gesamteindruck dazu ab. Zu dem Turnier wurden jeweils die besten vier A-Jugend-Bundesligisten geladen (Stichtag: Ende der Hinrunde), deren Herrenteams in der 1. oder 2. Liga spielen.

In verschiedenen Publikationen wird der Rookie-Cup als das bestbesetzte Handballturnier Europas geführt, zumindest aber gilt dies unstrittig für Deutschland.
Die A-Jugend des VfL Bad Schwartau stellte ihr Leistungsvermögen nach der abgelaufenen Saison noch einmal unter Beweis. Mit dem sensationellen 6. Platz der 18 Teilnehmer (16 Bundesligisten, DHB-Auswahl Jg. 1997, U–17 Katar) legte der VfL nach 2012 wieder eine Platzierung im ersten Drittel des Teilnehmerfeldes hin.

Für den Zweitliganachwuchs ist dies ein überragendes, sportliches Ergebnis. Bereits am ersten Turniertag sorgten die Schwartauer für Furore, als sie im Gruppenspiel den Deutschen Meister und späteren Rookie-Cup-Sieger, die Füchse Berlin, mit 19:18 besiegten.
Der VfL ist damit innerhalb der vergangenen fünf Jahren das einzige Team, das die Füchse in deren Halle schlagen konnte. Vor großem Publikum avancierte der Underdog aus Bad Schwartau zu einer kämpferischen Einheit, die allen Beteiligten höchsten Respekt abverlangte. Unter den Augen von Jugend-Nationalcoach „Blacky“ Schwarzer und DHB-Nationalcoach Martin Heuberger qualifizierten sich die Schwartauer für das Viertelfinale. Die abschließende Niederlage mit 16:17 gegen Wetzlar machte da nichts mehr aus.

Im Viertelfinale leisteten sich die Schwartauer gleich zu Beginn vier Abwehrfehler, die dann im Laufe des Spiels nicht mehr einzuholen waren. Zudem verletzte sich der überragende Jan-Ove Litzenroth und fiel für den restlichen Turnierverlauf aus.
Damit stand der Jugendbundesligist im Halbfinale um die Plätze 5 bis 8. Der Gegner HC Erlangen wurde verdient mit drei Toren Differenz besiegt. Auch der dann spielende „zweite Anzug“ passte gut und die Mannschaft drehte nach einem Zwei-Tore-Rückstand das Spiel in der zweiten Halbzeit. Wieder einmal warfen die VfL-Jungs ihre geschlossene Kampfbereitschaft in die Waagschale.

Die aus dem übergreifenden Fördersystem hervorgegangene Erfahrung, die den Spielern Einsätze in der 4. und sogar auch in der  2. Bundesliga bescherten, machte sich hier wieder positiv bemerkbar. Insbesondere Amoey, Litzenroth, Claasen, Bruhn und Hanisch agierten deutlich abgeklärter als der Gegner. Hinzu wurde die Mannschaft über alle drei Tage von einer tadellosen Leistung des Torhütergespanns Tjorven Hömberg und Marino Mallwitz getragen.
In der abschließenden Partie gegen den SC Magdeburg hatte der VfL dann keine Siegesaktien mehr in der Hand. Zum Ende des Turniers war in dem Spiel nichts zu gewinnen, die drei Tage hatten ihre Spuren hinterlassen.

Anzeige

Die herausragende Platzierung feierten die VfLer mit ihren Fans auf der Tribüne dennoch.

„Es wird deutlich, dass wir in Bad Schwartau in der Lage sind, in der Spitzengruppe des deutschen Jugendhandballs mitzuhalten und auch Akzente zu setzen. Wir sind nicht vermessen und sehen uns ganz oben, nachdem wir nun jedoch zum wiederholten Male im ersten Drittel der Teams der Republik liegen, kann man wohl annehmen, dass wir ein paar Dinge beim VfL auch richtig machen.“

Die Vernetzung zwischen der A-Jugend bis zur Herrenmannschaft des VfL wurde nach dem Turnier deutlich: So gehörten neben Bundesligatrainer Torge Greve auch Geschäftsführer Christian Fitzek und Teammanager Michael Friedrichs zu den ersten Gratulanten.

Kader Rookie-Cup VfL Bad Schwartau:
Tjorven Hömberg, Marino Mallwitz, Jan-Ove Litzenroth, Tim Claasen, Jasper Bruhn, Rune Hanisch, Torge Schwartz, Tim Lücke, Jonas Deelmann, Niklas Koch, Thimo Steinfurth, Niklas Mendle, Danial Amoey, Fynn Weis, Markus Warschun, Jarrit Maaßen, Tjark Wege

Alle Platzierungen des 4. Rookie Cups 2014:
1. Füchse Berlin
2. SG Kronau/Östringen
3. THW Kiel
4. TuSEM Essen
5. SC Magdeburg
6. VfL Bad Schwartau
7. SG Flensburg-Handewitt
8. HC Erlangen
9. GWD Minden
10. HSG Wetzlar
11. U17 Katar
12. JSG Balingen-Weilstetten
13. JSG Echaz-Erms
14. TSV Burgdorf
15. HG Saarlouis
16. TV Hüttenberg
17. U17 DHB
18. TSG Friesenheim

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -