45 schwache Hamburger Minuten bescheren Leipzig zweiten Saisonsieg

Neustart nach der EM-Pause ging für HSV Hamburg daneben

Olafsson (# 23) und Schmidt (42) leisten Schwerstarbeit in HSVH-Defensive
Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat in der Sporthalle Hamburg gegen das Schlusslicht SC DHfK Leipzig vor 2.512 Zuschauern, wie bereits im Hinspiel, das Nachsehen. Die Hamburger fanden nur in der zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit zu ihrem Spiel, was am Ende gegen das stark auftretende Schlusslicht nicht für einen Erfolg reichte. So kassierte der HSV Hamburg gegen Leipzig eine verdiente Niederlage und patzte nach der EM-Pause vor heimischer Kulisse.

HSV Hamburg – SC DHfK Leipzig 33:35 (15:19)

Der Handball Sport Verein Hamburg zeigte sich im Angriff nicht durchschlagskräftig, was der SC DHfK Leipzig gnadenlos zur 2:0-Führung in der 2. Minute nutzte, bevor Neuzugang Jan-Christian Schmidt seinen ersten Treffer für die Hamburger zum 1:2 (3.) erzielte. Doch Leipzig präsentierte sich nicht wie ein Schlusslicht, sondern baute den Vorsprung auf 4:1 aus, trotz vergebenem Siebenmeter, den Robin Haug entschärfte. Auch der zweite Treffer für den HSV Hamburg ging auf das Konto von Schmidt. In der Offensive gelang den zahmen Hamburgern wenig und in der Defensive zeigten sie sich ebenfalls zu zahm, so hieß es beim Team-Time-Out von Trainer Torsten Jansen bereits 5:10 (12.). Eine ungewohnt deutliche Ansprache brachte kurzfristig etwas Ordnung in den Angriff, das Rückzugsverhalten und die Defensive, wo inzwischen Mohamed El Tayar im Tor stand. Den Hamburgern gelang es allerdings nicht die Gäste im Angriff so einzuengen, dass es eine Wende bedeutet hätte. So hatte Leipzig immer die passende Antwort parat, wenn Hamburg ein Tor erzielte. So gingen die Hamburger mit einem 15:19-Rückstand in die Kabine.

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Hamburg erwischte einen bombastischen Start in die zweite Hälfte mit einem 3:0-Lauf, Halbzeit übergreifend sogar ein 4:0-Lauf, und verkürzte auf 18:19 als gerade etwas mehr als zwei Minuten gespielt waren. Doch der SC DHfK erholte sich, als die Strafzeit abgelaufen war und legte zum 21:18 (34.) nach. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich die Leipziger präsenter zeigten und erneut auf fünf Tore beim 27:22 (42.) davonzogen. Eine Zeitstrafe gegen die Gäste nutze der HSVH und blies zur Aufholjagd.
Als Casper Ulrich Mortensen, nach einer Balleroberung auf dem Weg zum leeren Tor, nicht regelkonform von den Beinen geholt wurde, gab es durch die Schiedsrichter per Videobeweis die rote Karte gegen Leipzig und zusätzliche einen Siebenmeter wegen Vereitelung einer klaren Torchance. Diesen verwandelte Mortensen zum 25:27 (45.). Damit nicht genug, die Aufholjagd ging weiter: zweimal Mortensen und einmal Elias Kofler markierten den Ausgleich beim 28:28 (48.). Leipzigs Trainer Carstens nahm seine zweite Auszeit des Spiels. Im Anschluss vollstreckte Mortensen mit einem Kempa zur ersten Hamburger Führung beim 29:28 und die Halle stand Kopf. Jetzt waren es die Leipziger, die die Hamburger Führung postwendend ausglichen. Nach dem 31:31 (53.) des HSVH per Siebenmeter setzten die Gäste mit einem 3:0-Lauf zum 34:31 (58.) eine Duftmarke und zwangen Trainer Torsten Jansen zur letzten Auszeit.
Jacob Lassen erzielte das 32:34 als noch weniger als zwei Minuten auf der Uhr standen und die Ansage des Team-Time-Out wurde umgesetzt, Hamburg wurde ganz offensiv in der Abwehr. Hamburg eroberte den Ball und im Angriff waren die Hamburger nur regelwidrig zu stoppen. Den fälligen Siebenmeter parierte Leipzigs Torwart Mrkva gegen Nicolaj Jørgensen. 46 Sekunden vor dem Ende vergab Leipzig freistehend die endgültige Entscheidung und Niklas Weller netzte zum 33:34 als noch 22 Sekunden Restspielzeit waren. Die letzte Auszeit des Spiels hatte Leipzig zehn Sekunden vor Ultimo und setzte anschließend den Ball fast mit der Schlusssirene zum ersten Auswärtssieg der Saison in die Hamburger Maschen zum 35:33.
Fazit: Der Handball Sport Verein Hamburg fand aufgrund vieler einfacher Fehler nicht zu seinem Spiel und wirkte über weite Strecken wie noch in der Winterpause. Neuzugang Jan-Christian Schmidt, mit Zweitspielrecht vom TSV Bayer Dormagen gekommen, sorgte für den Lichtblick. Er erzielte nicht nur die beiden ersten Hamburger Tore, sondern steuerte insgesamt vier Treffer bei. Hamburg zeigte nur in der letzten viertel Stunde des Spiels was sie in der Lage sind zu leisten. Leipzig sendete ein deutliches Lebenszeichen und es war nicht zu erkennen, dass der Tabellenletzte in Hamburg am Start war. Damit feierte der SC DHfK Leipzig seinen zweiten Saisonsieg, beide gegen des HSV Hamburg, und meldete sich eindrucksvoll zurück im Kampf um den Klassenerhalt!

Der Handball Sport Verein Hamburg spielte in folgender Aufstellung
Mohamed El Tayar, Robin Haug – Toma Gadza, Oliver Norlyk (1), Elias Kofler (4), Jacob Lassen (2), Nicolaj Jørgensen (7/1), Niklas Weller (2), Dominik Axmann, Kaj Geenen, Maximilian Botta, Frederik Bo Andersen (3), Einar Olafsson, Moritz Sauter (2), Jan-Christian Schmidt (4), Casper Ulrich Mortensen (8/1)

Bildquellen

  • Schmidt und Olafsson mit Schwerstarbeit: Lobeca/Ralf Homburg
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