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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Die Nachricht könnte bitter für alle sein, doch es sieht danach aus, dass der Sport zum größten Teil in Schleswig-Holstein noch in dieser Woche zum Erliegen kommen könnte. Die Corona-Zahlen sind über das vergangene Wochenende stark angestiegen und einige Kreise sind nah an der 50er Marke des Inzidenzwertes (Fälle pro 100.000 Einwohner).

Hamburg fährt den Sport runter

Die erste Überschreitung gab es im Kreis Dithmarschen mit 52,6. Dort wurden bereits am Sonntag alle Fußballspiele abgesagt. Auch der Kreis Pinneberg (53,8) überstieg den kritischen Wert schon am Wochenende. Daraufhin unterbrach der Hamburger Fußballverband (HFV) seine Saison und der Hamburger Handball Verband (HHV) in der Elbmetropole sind ebenfalls bis auf Weiteres im Pause-Modus. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt die Inzidenz für Hamburg bei 74,8. Die Stadt selbst hat einen Wert von sogar 97,5 Neuinfektionen gemeldet.

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Lübeck „kurz vor knapp“

In der Region Lübeck steht man nah dran. Am Montag wurde in der Hansestadt an der Trave ein Inzidenzwert von 44,8 gemeldet. Es traten bereits verschärfte Maßnahmen in Kraft. „Spitzenreiter“ ist am Montagnachmittag der Kreis Stormarn mit 53,6 gewesen. Ostholstein kletterte erneut und steht bei 40,4, knapp gefolgt von Herzogtum Lauenburg (39,4) und Segeberg (39,3). Dabei geht es nicht darum, wer die höchsten Zahlen vorweist, sondern mindestens unter 35 liegt und am besten noch weiter runter.

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„Sport-Lockdown“ ist nah

Bei Übersteigen des Inzidenzwertes von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern ist nach der gültigen Landesverordnung von Schleswig-Holstein Mannschaftssport nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt. Das ist im Kreis Stormarn bereits der Fall. An einen Ligabetrieb ist in den Amateurklassen aller Sportarten nicht mehr zu denken. Nur noch die beiden Profi-Teams des VfB Lübeck und VfL Lübeck-Schwartau dürften in voller Mannschaftsstäke trainieren.

SHFV und HVSH mit Sondersitzung

Im nördlichsten Bundesland klingeln die Alarmglocken. Die Verbände stehen unter Druck und müssen eine Entscheidung treffen. Für den kommenden Donnerstag ist beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) eine Präsidiumssitzung anberaumt. Dort soll entschieden werden, ob und wie der Spielbetrieb in Teilen des Landes aufrechterhalten werden kann. Eine mögliche Vorziehung der Winterpause ist ebenfalls eine Option. Der Handballverband Schleswig-Holstein (HVSH) berät sogar schon am heutigen Montagabend (26. Oktober) in einer Sondersitzung des Präsidiums mit den Kreisverbänden zum Thema. Hier ist davon auszugehen, dass es eine landesweite Regelung gibt. Die könnte nach dem Vorbild des HHV eine Saisonunterbrechung mit sich bringen.