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Lübeck – Es war eines der besten Spiele, das die Fans des VfL Bad Schwartau in der Lübecker Hansehalle seit langer Zeit bewundern durften. Dank einer sensationellen Leistung vor allem in der zweiten Halbzeit bezwang die Greve-Sieben den hoch gehandelten TV Bittenfeld auch in dieser Höhe verdient mit 35:29 (15:14).

Ein sehr glücklicher und zufriedener Martin Waschul direkt nach dem Schlusspfiff: „Das war heute von der ersten bis zur letzten Minute eine ganz starke Leistung jedes Einzelnen. Heute hat alles geklappt, es sind Pässe angekommen, die in der Vergangenheit ihr Ziel verfehlten. Heute haben wir bewiesen, dass wir es auch anders können als gegen Henstedt-Ulzburg.“

Es dauerte knappe drei Minuten, ehe der VfL erstmals in Führung ging (2:1). Dennis Klockmann ist es bis zur zehnten Minute auch zu verdanken, dass es bei einer Führung blieb: Zahlreiche Torwürfe der Bittenfelder wurden durch ihn abgewehrt.
Das 3:4 für die Gäste warf Finn Kretschmer, der in der letzten Saison noch im Trikot des VfL in der Hansehalle auflief.  Ein „Kempa“ wie aus dem Lehrbuch,  in der 15. Minute, eingeleitet durch Kretschmer und eingenetzt durch Michael Schweikardt, brachte die Gäste auf ein Tor heran (6:7).

Beim Schwartauer 10:8 legte der Trainer der Bittenfelder die grüne Time-Out-Karte. Zwar gelang den Gästen nach dieser Auszeit der Anschlusstreffer, doch die Gastgeber erhöhten wieder auf zwei Tore. 23. Minute: Die Gäste gleichen aus, aber Jan Schult erzielte nach einem Freiwurf das 12:11.

Der erneute Ausgleich zum 12:12 veranlasste nun Torge Greve eine Auszeit zu nehmen.
In der 24. Minute hatte Finn Kretschmer das Führungstor zum 13:12 für die Gäste auf der Hand. Ein bis dahin überragender Klockmann konnte dieses aber verhindern. Es blieb beim Gleichstand.

In der 28. Minute kam der VfL zum zweiten Mal in dieser Begegnung in Rückstand. Ein Tor von Jan Schule brachte jedoch wieder den Ausgleich (14:14).

Die Schlussminute vor der Halbzeitpause: Die Schwartauer haben die Chance mit einer Führung in die Pause zu gehen, scheitern zunächst jedoch am Torhüter der Bittenfelder. Ein eingeleiteter Tempogegenstoß der Gäste landet in den Händen von Dennis Tretow, der den Ball an Schult abgibt und die Gelegenheit zum 15:14-Pausenstand nutzt.

Nach dem Wechsel konnte der VfL seinen Vorsprung auf zwei Tore ausbauen. Ein Strafwurf, ausgeführt  von Christian Schwarz, brachte die erste Drei-Tore-Führung (18:15).

Die kurz darauf folgende Differenz von vier Treffern zwang den Trainer der Bittenfelder zur Auszeit. Der Angriff direkt danach blieb am nicht nachlassenden Klockmann (insgesamt 16 Paraden und ein gehaltener Siebenmeter) hängen.

Der VfL kam jetzt in Fahrt und konnte sich wie immer auf den achten Mann auf der Tribüne verlassen. Lautstark unterstützten die Zuschauer in der Hansehalle ihre Mannschaft, die ihre Tordifferenz auf fünf Tore erhöhte (22:17).

Beim 23:17 (43. Minute) für den VfL wechselten die Gäste erneut den Torhüter, dieser konnte das 24:17 aber nicht verhindern. Ein kleiner Zwischenspurt des TV verringerte die Tordifferenz auf fünf Tore, was Greve veranlasste, seine Männer in einer Auszeit wieder wachzurütteln.
Diese Auszeit schien den Gastgebern gut getan zu haben, denn kurze Zeit später war auf der Anzeigetafel 31:25 zu lesen.

Fünf Minuten vor Schluss: Ein Strafwurf für die Bittenfelder – Klockmann, der in diesem Spiel wieder mal seine Klasse gezeigt hat, kann den Ball abwehren.

Auf der Gegenseite fällt das Tor zum 33:26 und das 34:26. Die Halle steht Kopf und feiert zwei Minuten vor dem Abpfiff den Sieg ihrer Mannschaft.

Mit 35:29 gewinnt der VfL Bad Schwartau vor 1450 Zuschauern gegen den Aufstiegsaspiranten TV Bittenfeld.

Für den VfL spielten: Klockmann, Noel – Schult (6), Wischniewski (5), Waschul (3), Schwarz (3/3), Pankofer (6), Quade (8), Podpolinski, Tretow (1), Milde, Glabisch, Claasen (3), Bruhn