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Lübeck – In der vergangenen Woche berichtete HL-SPORTS unter anderem über den Trikot-Ärger beim Handball-Zweitligisten TSV Travemünde. Hohe Wellen schlugen danach aus allen Richtungen und wurden zum Gesprächs-Thema in der Lübecker Handball-Welt. Grund genug für das Lübecker Sportportal, noch einmal bei Raubmöwen-Manager Frank Barthel (Foto) nachzuhaken, der sich Rede und Antwort stellte.

HL-SPORTS: Herr Barthel, in der vergangenen Woche haben wir über die Situation
bei der Trikotausstattung der Raubmöwen berichtet. Wie ist Ihre Sichtweise dazu?

Barthel: „Meine Sichtweise ist, dass die Situation, die Trikotfrage so lange nicht gelöst zu haben, sehr belastend gewesen ist. Wir haben zum einen lange auf die bestellte Trikotage warten müssen; und zum anderen ist ein von uns ausgesuchtes Trikot in bestellter Größe und Farbe seitens des Herstellers nicht lieferbar. Das habe ich in dieser Form in den vergangenen Jahren noch nicht erlebt. Wir mussten sogar ein Strafgeld für den nicht vorhandenen Alternativ-Trikotsatz bezahlen.“

HL-SPORTS: Das heißt, das Thema ist nun erledigt und vom Tisch?

Barthel: „Ja, wir haben zusammen mit dem Hersteller eine Alternative gefunden, die Situation zu lösen.“

HL-SPORTS: Es ist aber doch erstaunlich, dass ein solches Thema bei Ihnen derartige Wellen schlägt?

Barthel: „Es ist nur ein Punkt von mehreren Dingen, die mir derzeit die Stimmung verhageln. Wenn wir unseren Spielerinnen schon kein Geld bezahlen können, dann müssen aus meiner Sicht zumindest die Rahmenbedingungen passen – da gehören auch eine vernünftige Trikotage und anderweitige Ausrüstung dazu. Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden, aber ich bin davon überzeugt, dass, vernünftig eingekleidet zu sein, für eine Frauenmannschaft ein Wohlfühlfaktor ist.“

HL-SPORTS: Was sind das für andere Dinge, die Sie angesprochen haben?

Barthel: „Wir haben uns seit dieser Saison damit auseinanderzusetzen, dass wir bei Heimspielen Umkleidekabinen nicht nutzen können, da sie als zusätzliche Toiletten genutzt werden müssen und wir ansonsten nicht einmal 300 Personen in die Senator-Emil-Possehl-Halle einlassen dürfen. Für uns sind die zahlenden Zuschauer überlebenswichtig und ein wichtiger Faktor in unserem Haushalt. Wir werden in dieser Sache komplett allein gelassen. Ein anderes Thema sind die Trainingseinheiten jetzt und auch schon in der Vorbereitung. Wir mussten in den letzten 14 Tagen vor Saisonbeginn mehrfach in andere Hallen umziehen oder das Training ausfallen lassen, da Reparaturarbeiten durchgeführt wurden. Eine letzte wichtige Einheit vor Saisonbeginn mit dem TV Oyten fiel aus, weil Oyten auf der A1 im Stau stecken geblieben war und die Halle dann nicht mehr zur Verfügung stand.“

HL-SPORTS: Das sind keine guten Voraussetzungen für einen gelungenen Saisonstart. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Barthel: „Ich hoffe, dass wir die Probleme „neben der Platte“ kurzfristig im Griff haben und die Mannschaft davon nicht weiterhin abgelenkt wird. Wenn sich das Team um Thomas Kruse und Tanja Volkening voll und ganz auf Handballspielen konzentriert, werden wir nicht mehr lange auf die ersten Punkte warten müssen.“