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Lübeck – Die Hansestadt Lübeck kommt aus Negativ-Schlagzeilen in Sachen Sport nicht heraus. Gerade erst in der vergangenen Woche titelte HL-SPORTS „Stadt setzt Sportler vor die Tür – Kein Spielbetrieb ab Sommer?“, was für einen ersten Aufschrei sorgte. Nun steht die „Sportstadt“ wieder unter Beschuss. Grund dafür sind die Heiz-Intentionen, die Sportler und vor allem Zuschauer frieren lässt.

Gerade einmal 16 Grad maß man am vergangenen Samstag im Bundesligaspiel der Travemünder Raubmöwen gegen die Neckarsulmer Sport-Union am Nachmittag. Zuschauer, die mit dicker Winterjacke und Decken auf der Tribüne saßen, waren das Ergebnis der Maßnahmen der Stadt. Auf Nachfrage sagte Travemündes Abteilungsleiter Marcus Ploog zu HL-SPORTS: „Diese Umstände gibt es nicht erst seit heute und wir haben das schon oft bei der Stadt angeprangert. Passiert ist bisher leider nichts. Die vorgeschriebenen 16 Grad werden eingehalten und daran will die Stadt anscheinend nicht rütteln.“

Zur Schulzeit ist die Travemünder Steenkamp-Halle mollig warm, doch wenn es zum Trainingsbetrieb geht, wird es merklich kühler, wussten Beteiligte zu berichten. Eine erhöhte Verletzungsgefahr, wie auch Ploog weiß, wird anscheinend in Kauf genommen. „Wenn man spielt geht es, doch die Ersatzspieler müssen sich schon etwas dicker anziehen. Das bedeutet auch, dass die Aufwärmphase längere Zeit benötigt“, so Ploog weiter. Für den schnellen Handballsport ein Unding und das auch noch in der Bundesliga.