Anzeige
Kanzlei Proff

Hamburg – Die HSV Handballer hatten einen drei Tore Rückstand aus dem Hinspiel in Schweden aufzuholen. Durch einen sehr nervösen Anfang und eine nicht so überzeugende erste Halbzeit, gelang dieses erst in der zweiten Halbzeit. Hier steigerte sich die gesamte Mannschaft ab der 40. Minute, die Abwehr leistete Schwerstarbeit und Johannes Bitter im Tor avancierte zum Matchwinner. Er vernagelte sein Tor und brachte die Angreifer von Eskilstuna Guif schier zur Verzweiflung, dass der HSV Handball sicher mit 27:22 ins Final Four nach Berlin einzog.
Der HSV Handball ist damit erstmalig in der Endrunde des EHF Cups, deren Halbfinals morgen um 18 Uhr in Berlin ausgelost werden. Im Lostopf sind neben den Füchsen Berlin und dem HSV Handball noch Skjern Handbold (Schweden) und RK Gorenje Velenje (Slowenien).

Das Spiel begann sehr nervös auf beiden Seiten, Eskilstuna Guif nutzte dieses und hatte bis zur 20 Minute immer wieder die Nase vorn. Nach dem 0:2 Rückstand erzielte der HSV Handball erst in der 7. Minuten beim sechsten Angriff das erste Tor zum 1:2. Die ersten fünf Angriffe verpufften ergebnislos durch Fehlpässe oder Fehlwürfe.

Die Hamburger liefen ständig einem Rückstand hinterher, auch wenn sie immer wieder den Ausgleich erzielten. Es war Johannes Bitter im Tor zu verdanken, dass die Gastgeber nicht schon in der Anfangsphase einem großen Rückstand hinterher laufen mussten. Die erste Führung mit 9:8 gelang Kevin Schmidt per Gegenstoß in der 22. Minute. Durch konzentrierteres Spiel im Abschluss behielt der HSV Handball jetzt immer leicht die Nase vorne, ohne sich deutlich abzusetzen. Nachdem Alexandru Simicu das 12:10 erzielt hatte, war es Jogi Bitter, der einen Strafwurf von Daniel Petersson entschärfte und Matthias Flohr kurz darauf das 13:10 erzielte. Unmittelbar vor der Halbzeitpause verkürzte Eskilstuna Guif noch, der der HSV mit 13:11 in die Pause ging.

Nach der Pause wieder ein etwas nervöser Beginn, worauf in der 39. Minute Eskilstuna Guif auf 16:15 verkürzte. Die 2253 Zuschauer in der Halle wurde nun immer lauter in den Anfeuerungsrufen für den HSV Handball, sie wollten die letzten Reserven mobilisieren. Ein Rück schien durch die Mannschaft gegangen zu sein. Die Abwehr wurde immer stärker und Johannes Bitter legte auch noch eine Schippe drauf, wird zum Fels in der Brandung. So stand es nach 47 Minuten vorentscheidend 21:16.
In dieser Phase wurden sogar noch einige hochkarätige Chancen liegen lassen.

Kapitän Pascal Hens sorgte mit seinem einzigen Tor erstmals für einen sechs Tore Vorsprung beim 24:18 in der 54. Minute. Das Spiel war entschieden und die Mannschaft brachte den Sieg mit Ruhe und Cleverness über die Zeit.
Den Schlusspunkt setzte Max-Henri Herrmann mit seinem gehaltenen Strafwurf gegen Daniel Ekmann und ließ die Halle in Jubelgesänge ausbrechen.
„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, schallte es minutenlang durch die Halle und die ganze Mannschaft wurde frenetisch gefeiert.

Der HSV Handball war in den letzten 20 Minuten des Spiels die bessere Mannschaft, hat sich den Einzug in das EHF Cup Final Four am 16. und 17. Mai in der Max-Schmeling-Halle in Berlin verdient.

Anzeige

Torschützen für HSV Handball:
Kentin Mahé und Adrian Pfahl (je 6/1), Kevin Schmidt (4/1), Alexandru Simicu und Henrik Toft Hansen (3), Matthias Flohr (2), Stefan Schröder, Torsten Jansen und Pascal Hens (je 1)

Stimmen zum Spiel:
Jens Häusler (Trainer HSV Handball): „Ich bin sehr, sehr froh, dass wir Berlin erreicht haben und natürlich haben wir auch da Großes vor. Nach dem Spiel in Schweden war ich mir echt nicht so sicher, da hat es uns Eskilstuna echt schwer gemacht. Aber jetzt bin ich umso glücklicher, dass das bessere Ende auf unserer Seite liegt. Wir haben das ganze Spiel über Ruhe bewahrt und das war heute einfach ein sehr, sehr schöner Teilerfolg.“

Henrik Toft Hansen (Kreisläufer HSV Handball): „Für mich war es schön, nach meiner Verletzung wieder auf dem Spielfeld zu stehen und ich bin glücklich, was wir heute geschafft haben. Wir haben gut gekämpft und es war auch wirklich eine tolle Stimmung in der Halle. Zusammen mit den Fans haben wir das geschafft!“

Petar Djordjic (Rückraumlinks HSV Handball): „Das war ein schweres Duell, welches wir am Ende mit viel Kampf, Leidenschaft, Konzentration und Teamgeist für uns entscheiden konnten. Jetzt bin ich einfach nur unglaublich froh, nach Berlin zu fahren.“

Adrian Pfahl (Rückraumrechts HSV Handball): „Wir haben uns heute viel vorgenommen. Das war ein schweres Spiel, aber ich hatte einfach jederzeit das Gefühl, dass wir das heute packen werden.“

Laura Fetchenheuer (Gewinnerin bei der Verlosung von HL-SPORTS): „Die Atmosphäre war einfach einzigartig dadurch, dass es in der kleinen Halle war. Da es auch bis zur letzen Minute spannend war. Als die Halle dann anfing zu rufen: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin" hatte ich eine richtige Gänsehaut. Am Anfang dachte ich echt, dass das nichts wird bei den Fehlwürfen, aber sie wurden immer besser. Einfach ein unglaublicher Handball-Abend und Danke dafür. Selbst meine Begleitung, die noch nie beim Handball war, ist HSV-Handball Fan geworden“.

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -