Leif Tissier und Niklas Weller. Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Hamburg – Nach einigen freien Tagen im Anschluss an die deutliche 22:32-Niederlage gegen den frischgebackenen deutschen Meister SC Magdeburg ist die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen am Montag in die Vorbereitung auf das Gastspiel beim Rekordmeister (Sonntag, den 5. Juni/14 Uhr) aus Kiel gestartet. Für den Handball Sport Verein Hamburg ist es der erste Pflichtspiel-Auftritt beim amtierenden DHB-Pokalsieger und aktuellen Champions-League-Halbfinalisten. Zwar trennen beide Mannschaften zumindest geografisch nur rund 90 Kilometer, sportlich hingegen liegen zwischen dem THW und dem HSVH Welten.

Stabil

Für die Hamburger geht es im Vergleich zum THW zumindest tabellarisch nur noch um die Abschlussplatzierung in der LIQUI MOLY HBL. Der Klassenerhalt ist gesichert – mit 26:36-Punkten nach 31 Spielen steht der HSVH aktuell auf Rang 11 und hat nur noch theoretische Chancen in seiner ersten Bundesliga-Saison noch auf einem einstelligen Tabellenplatz zu landen. Das Saisonziel ist mit dem Klassenerhalt aber ohnehin bereits erreicht.

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Nichts zu verschenken

Der THW rangiert in der Bundesliga nach 31 absolvierten Partien auf dem 2. Tabellenplatz und weist 52:10 Punkte auf. Drei Spiele vor dem Ende der Saison hat der THW somit zwei Punkte Vorsprung auf Rang 3, den aktuell die Füchse Berlin belegen. Mit Platz 2 in der LIQUI MOLY HBL würde der Rekordmeister zumindest sein Minimalziel der Champions-League-Qualifikation erreichen. Ein Ausrutscher gegen den HSVH wäre für die Mannschaft von Trainer Filip Jicha ein herber Rückschlag im Kampf um Platz 2. Der THW wird dem HSVH also mit maximaler Motivation gegenübertreten und alles daransetzen, seiner Rolle als Favorit gerecht zu werden.

Derby-Sieg

Zuletzt setzten die Kieler im Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt ein Ausrufezeichen im Kampf um die Champions-League-Qualifikation und fügten der SG beim 28:27-Auswärtssieg in der Hölle-Nord die erste Heimniederlage der Saison zu. Wenige Tage zuvor qualifizierte sich der THW zudem mit einem 33:32-Sieg über Paris Saint-Germain für das Final Four der EHF Champions League und hat somit die Chance, sich am 18./19. Juni in Köln erneut zum Champions-League-Sieger zu küren. Zuletzt gewann der THW die Champions League im Jahr 2020. Den Sieg über PSG musste der THW jedoch teuer bezahlen und verlor Abwehrchef Hendrik Pekeler mit einem Achillessehnenriss. Der ehemalige Nationalspieler wird den Zebras mindestens sechs Monate fehlen. In der laufenden Saison gewann der THW bereits den DHB-Pokal und bezwang, bei der letzten Auflage des REWE Final Four in der Hamburger Barclays Arena, den SC Magdeburg deutlich mit 28:21.

Das nennt man Qualität

Dass der THW auch in diesem Jahr im Final Four der Champions League steht, zeigt über welche Qualität der Kader von Filip Jicha verfügt. Angeführt von Welthandballer Niklas Landin im Tor hat der THW auf jeder Position einen Spieler des Formats „Weltklasse“. Bester Torschütze der Kieler ist Rechtsaußen Niclas Ekberg mit 182 Saisontreffern (97 Siebenmeter), gefolgt wird er von Sander Sagosen mit 121 Saisontreffern. Der Norweger ist mit 101 Assists zudem der beste Vorbereiter des Rekordmeisters und der Dreh und Angelpunkt im Kieler Offensivspiel. Mit dem ehemaligen Hamburger Domagoj Duvnjak, Harald Reinkind, Magnus Landin oder den ehemaligen deutschen Nationalspielern Patrick Wiencek und Steffen Weinhold hat der THW eine Kader-Breite vorzuweisen, die seines Gleichen sucht.

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Unverändert

Das Hinspiel im Dezember war schon einmal eine Machtdemonstration der Kieler – der HSVH blieb ohne Chance gegen einen THW, der das Duell sehr ernst nahm und mit Vollgas in der Barclays Arena antrat. Schon im Laufe der ersten Halbzeit lag der HSVH mit neun Toren zurück und fand überhaupt keine Lösungen gegen die herausragende offensive Kieler Abwehr. Am Ende setzte sich der THW in Hamburg völlig ungefährdet mit 32:23 durch. Für das jetzige Duell mit dem Rekordmeister hofft der HSVH dennoch, den Gegner irgendwie ärgern zu können. Immerhin: Trainer Torsten Jansen kann dabei auf dieselben Akteure zurückgreifen wie zuletzt gegen den SC Magdeburg. Leif Tissier (Foto) und Azat Valiullin sind weiterhin keine Option für das Spiel der Hamburger. Kreisläufer Thore Feit hütet krank das Bett, auch er wird nicht mit von der Partie sein.

Steigt der SV Todesfelde dieses Jahr in die Regionalliga auf?

  • Nein, „Tofe“ packt es nicht (55%, 574 Votes)
  • Ja, der SVT schafft das (34%, 355 Votes)
  • Ich bin mir nicht sicher (10%, 107 Votes)

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