Piotr Przybecki hat Respekt vor dem Gegner (Foto: Lobeca/Michael Raasch)
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Lübeck – Die Erleichterung war groß beim VfL Lübeck-Schwartau nach dem Heimsieg in der Vorwoche. Der Abwärtstrend ist vorerst gestoppt und man konnte sich im Tabellenkeller etwas Luft verschaffen. Nun wartet am Samstag (19 Uhr) die nächste Prüfung auf die Przybecki-Sieben. Zu Gast sind die Schwartauer beim TuS N-Lübbecke. Und klar ist: bei einem Sieg ist Schwartau wieder im Mittelfeld angekommen. Bei einer Niederlage muss der Blick weiter nach unten gehen.

Nettelstedt als personifiziertes Mittelmaß

Der TuS-N, immerhin dreimaliger Europapokalsieger, hat sich ein wenig mit der zweiten Liga abgefunden. War im Vorjahr noch der Aufstieg in die erste Liga das erklärte Ziel, so steht mit dem neuen Trainer Emir Kurtagic der Wiederaufbau im Vordergrund. Und so ist der TuS das personifizierte Mittelmaß. In elf Spielen sammelten die Ostwestfalen 11:11 Punkte bei 260:262 Toren. Während also die Defensive absolute Spitze ist, hapert es vor allem offensiv. Bester Werfer ist Peter Strohsack mit 49 Toren – der somit deutlich mehr Tore geworfen hat als Schwartaus bester Torschütze (Kretschmer/Raguse/33). Dennoch stimmt die Form bei Nettelstedt, denn seit vier Spielen ist die Kurtagic ungeschlagen. Der Respekt vor dem Gegner ist in Schwartau jedenfalls vorhanden. „Nettelstedt gehört vom Potenzial her in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga. Sie haben aber ihre ganze Klasse noch nicht abrufen können, obwohl sie einen guten Kader haben. Sie spielen eine körperbetonte 6:0-Deckung und versuchen dann, in schnelle Gegenstöße zu kommen“, meint VfL-Coach Piotr Przybecki.

Finn Kretschmer ist aktuell bester VfL-Werfer (Foto: Lobeca/Michael Raasch)

Abwehrschlacht erwartet

Von daher darf man sich beim Gastspiel wohl auf eine Abwehrschlacht gefasst machen, denn auch der VfL hat bekanntlich seine Stärken in der Defensive und stellt hinter Nettelstedt die Nummer drei der Liga in dieser Kategorie. „Für uns wird es wichtig sein, die Energie aus dem Emsdetten-Spiel mitzunehmen“, meint Przybecki und hofft, dass seine Mannschaft an die Leistung der letzten Woche anknüpfen kann. Da kam der VfL bekanntlich dank starker Torwart- und Abwehrleistung zum verdienten Heimsieg.

Die Bilanz gegen Nettelstedt spricht allerdings für die Gastgeber. Lediglich das Letzte von acht Duellen konnte der VfL Lübeck-Schwartau für sich entscheiden. Und beim Blick auf die Tabelle wird klar, dass das Duell wichtig ist. Mit einem Sieg könnte Schwartau an Lübbecke vorbeiziehen, bei einer Niederlage droht das Abrutschen auf den drittletzten Tabellenplatz.