Das elbstvertrauen ist ad: Die Handballgirls wollen auch in Brmeen jubeln. (Foto: Handballgirls/Schimpf)
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Bad Schwartau – Der Spielplan der A-Jugend-Bundesliga weiblich ist eng getaktet. Nur zwei Wochen nach dem ersten Spiel der Zwischenrunde muss der VfL Bad Schwartau auf Reisen gehen. Am Sonntag (15.30 Uhr) müssen die Handballgirls beim Nachwuchs von Werder Bremen antreten. Die ersten Entscheidungen könnten dabei fallen.

Handballgirls mit Selbstbewußtsein

Das Final-4 ist der große Traum, das Viertelfinale das Ziel. Eine Selbstverständlichkeit ist beides für die Handballgirls des VfL Bad Schwartau nicht. Doch die Mannschaft von Olaf Schimpf und Nils Küssner kann mit breiter Brust in das Auswärtsspiel an der Weser gehen. In der Oberliga ist man seit fünf Spielen ungeschlagen und in der Bundesliga hat man sogar alle fünf bisherigen Spiele gewonnen. Beeindruckend war vor allem, wie der VfL im ersten Zwischenrundenspiel agierte. Nach einem Fehlstart steigerte sich die Mannschaft immer weiter und dominierte die SG Kappelwindeck/Steinbach in Halbzeit zwei fast nach Belieben. Dass es am Ende „nur“ 35:28 hieß, war dem Umstand geschuldet, dass man es in den letzten zehn Minuten vergleichsweise locker anging. Dennoch wollte Olaf Schimpf das erste Spiel nicht so eindeutig sehen: „Bis zur 50. Minute war das schon noch eng.“ Personell wird das Schwartauer Trainerteam nicht aus dem vollen Schöpfen können.

Werder lebt von den Nationalspielerinnen

Bei Werder Bremen hingegen dürfte das Selbstbewusstsein nicht ganz so groß sein. In der Vorrundengruppe eins konnte man zwar überraschend dem Buxtehuder SV einen Punkt abknöpfen und gewann die beiden Duelle gegen den Rostocker HC deutlich. Doch so wirklich rund läuft es beim Zweiliga-Nachwuchs nicht. Werder verlor den Zwischenrunden-Auftakt beim Thüringer HC klar mit 23:32 und auch in der Oberliga steht man nach einer Auftaktniederlage gegen Oldenburg unter Druck. Für Werder ist es also ein Must-Win-Spiel. Und dabei kann Bremens Trainer Dominic Buttig auf gleich zwei Junioren-Nationalspielerinnen bauen. Im Rückraum sind Nina Engel (35 Tore) und Naomi Conze (26) echte Waffen, die dem Spiel der Bremerinnen ihren Stempel aufdrücken. Zwar legt Olaf Schimpf wert darauf, dass Werder als Mannschaft funktioniert, doch er betont auch: „Natürlich musst du deinen Fokus auf solche Spielerinnen wie Engel oder Conze legen. Sie können den Unterschied ausmachen.“

Fallen schon Entscheidungen?

Von den klaren Ergebnissen des ersten Spieltags wollte sich Schwartaus Trainer auch nicht blenden lassen: „Die Ergebnisse waren zwar deutlich, aber die Spiele an sich knapp. Von daher ist auch in diesem Spiel noch alles offen.“ An der Ausgangslage ändert dies wenig: Kappelwindeck und Bremen stehen mit dem Rücken zur Wand. Verlieren dürfen beide Teams nicht. Andersherum würde ein Sieg der Handballgirls nicht automatisch das Erreichen des Viertelfinales bedeuten. Aber dem Traum würde man einen großen Schritt näher kommen.

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