Foto: Collage - Fotostand/Krause+EHF
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Lübeck – Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat nach einem schwachen Beginn das Spiel in den zweiten 15 Minuten der ersten Halbzeit – Johannes Bitter kam für den glücklosen Andreas Wolff zwischen die Pfosten – den Schalter umgelegt und souverän aus der sicher agierenden Hintermannschaft die Partie gegen Österreich mit 34:22 (16:13) gewonnen. Nach dem Spiel fiel die Wahl zum „Player of the Match“ auf Jogi Bitter, der mit einer Quote von über 50 Prozent der Fels in der Brandung und ein Garant zum Sieg beim DHB-Team war.

Die deutsche Mannschaft begann das Spiel sehr zerfahren und nervös, leisteten sich in der Anfangsphase einige Fehler sowie unvorbereitete Abschlüsse, die Österreich zu seinen Gunsten nutzte. Nach dem 1:0 durch Nikola Bilyk schnell mit 5:3 (10.) – erneut durch Bilyk mit seinem dritten Treffer – in Führung ging. Das DHB-Team lief bis zum 7:7 (14.) ständig einem Rückstand hinterher, da die Österreicher immer wieder über die Außen-Positionen und den Kreis zum Erfolg kamen.

Nach dem erneuten Rückstand wechselte Bundestrainer Christian Prokop Bitter gegen den glücklos agierenden Wolff ins Tor und er hatte gleich einen guten Einstand. Seine Paraden und seine Emotionen wirken wie ein Zündfunke und der deutsche Motor – der bis dato gestottert hatte – fing an rund zu laufen. Als Bitter beim 10:10 einen Siebenmeter von Robert Weber parierte, ging die Post richtig ab. Jannik Kohlbacher brachte seine Farben mit 11:10 (21.) in Front und Timo Kastening legte – nach einer Parade von Bitter und dem langen Pass – das 12:10 nur 40 Sekunden später nach. Jetzt stand die Hintermannschaft und im Angriff wurden die Chancen konsequent genutzt. So ging Deutschland mit einer 16:13-Führung in die Pause.

In der zweiten Halbzeit machten die Abwehr und Bitter dort weiter, wo sich vor der Pause aufgehört hatten, sie setzten die Angreifer unter Druck, waren beweglich und Bitter ließ nichts anbrennen, er parierte mehrere schwere Bälle. So zog die deutsche Handball-Nationalmannschaft Tor um Tor davon, über 23:16 (40.) waren es erstmals zehn Tore Differenz beim 29:19 (49.) von Hendrik Pekeler ins leere Tor und der Sack war endgültig zu.

Aber in dieser Partie zeigte das DHB-Team weiter Biss, ließ nicht nach und zeigten den begeisterten Zuschauern guten Handball. Von den deutschen Fans wurde Jogi Bitter mit Sprechchören gefeiert, der immer wieder einen Hand oder einen Fuß an den Ball bekam. Er schien an diesem Abend eine Krake zu sein. So fiel nach dem Spiel die Wahl zum „Player of the Match“ auch auf ihn, der während des Spiels schon eine Quote von über 60 Prozent hatte, am Ende waren es immer noch mehr als 50 Prozent.

Nach heißt es einen Tag ausruhen, bevor es morgen (22.1.) um 20.30 Uhr im letzten Hauptrunden-Spiel gegen Tschechien um den Einzug in die Finalrunde nach Schweden geht. Als Drittplatzierte würde das DHB-Team am Sonnabend (25.1.) um 16 Uhr in Stockholm gegen den Dritten der Gruppe II um Platz 5 spielen. Somit muss die Mannschaft von Christian Prokop noch einmal Vollgas geben.

Torschützen für die deutsche Handball-Nationalmannschaft:
Timo Kastening (6), Tobias Reichmann (5/5), Hendrik Pekeler und Jannik Kohlbacher (je 4), Philipp Weber und Fabian Böhm (je 3), Uwe Gensheimer, Johannes Golla und Kai Häfner (je 2), David Schmidt, Patrick Zieker und Paul Drux (je 1)

(kbi)

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