
Lübeck – Bei der Handball Europameisterschaft hat die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason am ersten Spieltag der Vorrunde im dänischen Herning gegen Österreich in einem robusten Spiel gewonnen. Da Spanien zuvor nur mit 29:27 gegen Serbien die Oberhand behielte, wurde das DHB-Teams gleichzeitig erster Tabellenführer der Gruppe A.
Deutschland – Österreich 30:27 (12:8)
In einem Spiel mit einem nervösen Beginn legte Deutschland das 1:0 in der 2. Minute per Siebenmeter durch Lukas Zerbe vor. Nach dem Ausgleich zog die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason auf 4:1 (10.) davon. Österreich setzte auf einen Sieben-gegen-Sechs-Angriff und kam besser ins Spiel und glich beim 6:6 (18.) aus, auch durch eine recht aggressive Abwehr der Eidgenossen. Mit einem 5:1-Zwischenspurt gab das DHB-Team die richtige Antwort zum 11:7 (25.), trotz zweier Bälle die über das leere Tor gingen. Nach der Auszeit der Österreicher fiel das 8:11 (29.), doch Deutschland antwortete durch Miro Schluroff zum 12:8-Pausenstand.
Die zweite Hälfte begann mit einem offenen Schlagabtausch und einer weiterhin aggressiv arbeiteten Abwehr der Österreicher. So verkürzten sie auf 11:13 (36.) per Gegenstoß nach einem Pfostentreffer. Das DHB-Team hielt im Tempo dagegen und setzte sich erstmals auf fünf Tore beim 17:12 (39.) ab. In der 41. Minute eine Schrecksekunde bei Deutschland, als Andreas Wolff nach einem Kopftreffer das Spielfeld verließ und David Späth ins Spiel kam. Doch Entwarnung, Wolff kam beim 24:19 in der 47. Minute zurück ins Tor. Diesen Vorsprung hielt Deutschland bis zum 26:21 (51.), als Marko Grgic anschließend seinen Siebenmeter nicht im Tor unterbrachte. Dieses wirkte wie ein Weckruf auf Österreich, das durch ihre robuste Abwehr auf 24:26 (56.) verkürzte und noch einmal für Druck im DHB-Team sorgte. Als Wolff beim 28:25 (58.) einen Siebenmeter von Sebastian Frimmel parierte, avancierte er zum Match-Winner. Im Gegenzug machte Uscins mit dem 29:25 endgültig den Deckel darauf, woran auch eine völlig offensive Deckung der Österreicher nichts mehr änderte. Am Ende siegte Deutschland verdient mit 30:27 und übernahm damit die Tabellenführung vor Spanien, die Serbien mit 29:27 bezwangen.
Deutschland spielte in folgender Aufstellung
David Späth, Andreas Wolff – Johannes Golla (7), Miro Schluroff (4), Matthes Langhoff, Mathis Häseler, Juri Knorr (3), Lukas Zerbe (6/3), Julian Köster (3), Renars Uscins (4), Tom Kiesler, Franz Semper, Lukas Mertens (2), Justus Fischer, Marko Grgic (1), Jannik Kohlbacher
Alle Spiele des Tages
| Spanien | – | Serbien | 29:27 |
| Deutschland | – | Österreich | 30:27 |
| Frankreich | – | Tschechien | 42:28 |
| Norwegen | – | Ukraine | 39:22 |
Tabelle der Gruppe A
| 1 | Deutschland | 2 | : | 0 | 30 | : | 27 | 3 | |||
| 2 | Spanien | 2 | : | 0 | 29 | : | 27 | 2 | |||
| 3 | Serbien | 0 | : | 2 | 27 | : | 29 | -2 | |||
| 4 | Österreich | 0 | : | 2 | 27 | : | 30 | -3 |
Tabelle der Gruppe C
| 1 | Norwegen | 2 | : | 0 | 39 | : | 22 | 17 | |||
| 2 | Frankreich | 2 | : | 0 | 42 | : | 28 | 14 | |||
| 3 | Tschechien | 0 | : | 2 | 28 | : | 42 | -14 | |||
| 4 | Ukraine | 0 | : | 2 | 22 | : | 39 | -17 |
Morgen (17.1.) um 20.30 Uhr geht es für die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason weiter gegen Serbien, die den Spaniern alles abverlangten im ersten Gruppenspiel bei der knappen 27:29-Niederlage.
Bildquellen
- Andreas Wolff: Lobeca/Björn-Ole Kehm
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