Die Freude nach dem Erreichen des Viertelfinals war groß, doch nun ist der Traum vom Final-4 geplatzt (Foto: VfL/Schimpf)
Die Freude nach dem Erreichen des Viertelfinals war groß, doch nun ist der Traum vom Final-4 geplatzt (Foto: VfL/Schimpf)
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Lübeck – Die Handball-Bundesliga der Frauen hat ihre Saison bereits vor Wochen abgebrochen, die Herren folgten am heutigen Tage. Wenig überraschend folgte der DHB nur Minuten später mit dem Abbruch der Saison der deutschen Meisterschaft der A- und B-Jugendlichen. Für die Handballgirls des VfL Bad Schwartau endet damit der Traum vom doppelten Final-4. Doch zumindest Angelina Saur wird ein lachendes Auge auf den heutigen Tag werfen können.

Saur geht nach Volda

Denn die Spielmacherin der A-Jugend wechselt ins Ausland. Norwegen ist das Ziel, wo Saur zur neuen Saison für den norwegischen Zweitligisten Volda HK auflaufen wird. Bereits im Februar hatte sich die 18-Jährige bei einem Probetraining vorgestellt. Volda liegt rund 350km nördlich von Bergen im Nordwesten Norwegens. Der heimische Handballclub gehört zu den Spitzenklubs in Norwegens 1. Division und belegte bis zur Saisonunterbrechung wegen des Corona-Viruses den dritten Platz. Saur ist damit nach Leonie Schumacher (Buxtehuder SV) und Judith Tietjen (Waiblingen Tigers) der dritte Abgang beim VfL – wobei Rechtsaußen Tietjen noch ein Zweitspielrecht für die kommende VfL-Bundesliga-Saison hat.

Kein Training = keine Spiele

Den Saisonabschluss hätten sich aber wohl alle anders gewünscht. Doch der Schritt des DHB, die Deutschen Meisterschaften bei A- und B-Jugend abzusagen, war erwartbar, nach dem zuvor bereits die HBF und die HBL ihre Saison abbrachen. Damit ist der Traum der Handballgirls, in beiden Altersklassen ins Final-4 einzuziehen, jäh geplatzt. „Unsere Vereine der 3. Liga und Jugend-Bundesliga haben an ihren Standorten keine Möglichkeit, den Trainingsbetrieb ieder aufzunehmen und können in der Folge auch keine Spiele austragen“, begründet der DHB-Vorstandsvorsitzende Mark Schober in einem Schreiben an die betroffenen Vereine diesen Schritt. Für die Spielerinnen ist dies sicherlich enttäuschend, ob der Schritt nachvollziehbar ist, muss aber jeder selbst entscheiden.

Immerhin kann die A-Jugend mit dem neuen Jahrgang in der kommenden Saison auch einen neuen Anlauf nehmen: sie ist, der DM-Viertelfinalqualifikation sei dank, für die kommende JBLH-Saison qualifiziert.

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