Forstbauer verlässt Hamburg nach sechs Jahren und zwei Aufstiegen

„Forsti“ zieht es in die Heimat zurück

Jan Forstbauer im Höhenflug vor dem Abschluss
Foto: Lobeca/Ralf Homberg
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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat bekanntgegeben, dass Jan Forstbauer nach sechs Jahren den Verein am Ende der Saison in Richtung TVB 1898 Stuttgart verlassen wird. Damit zieht es Forstbauer zurück in die Heimat, wo er bereits von 2010 bis 2012 für die Stuttgarter in der 2. Handball-Bundesliga auflief.

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Für „Forsti“ ist nach sechs Jahren Schluss beim HSVH

Forstbauer wechselte 2016 vom Bundesligisten MT Melsungen zum damaligen Drittligisten HSV Hamburg und wurde zum Leistungsträger. „Forsti“ stieg mit der Mannschaft in die 2. Handball-Bundesliga und in der vergangenen Saison in die LIQUI MOLY HBL auf. In der laufenden Saison – in der „stärksten Liga der Welt“ – stand der 29-jährige Linkshänder in allen 18 Saisonspielen für die Hamburger auf der Platte und erzielte bisher 62 Tore.

In der Abwehr setzt sich Jan Forstbauer kompromisslos ein
Foto: Lobeca/Felix Schlikis</div

Zehn Jahre nach seinem Weggang kehrt Forstbauer im Sommer in seine Stuttgarter Heimat zurück und unterschrieb beim TVB 1898 Stuttgart einen Vertrag bis 2024. HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke hätte Forstbauer auch gerne weiterhin im Dress der Hamburger gesehen, kann Forstbauers Entscheidung jedoch absolut nachvollziehen: „Forsti hat sich in den letzten Jahren bei uns zu einem wichtigen Teil der Mannschaft entwickelt und gehört auch in dieser Saison zu unseren Stammkräften in der LIQUI MOLY HBL. Wir hätten ihn gerne auch in der kommenden Saison bei uns gesehen und bedauern seinen Abgang, jedoch ist seine Entscheidung zu Gunsten des TVB und vor allem für die Nähe zur Familie mehr als verständlich.“

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Forstbauer kehrt in seine Heimat zurück

Der 1,92 Meter große Linkshänder lernte bei der HSG Cannstatt das Einmaleins des Handballs und reifte in Stuttgart zum Junioren-Nationalspieler. Mit der deutschen U21-Nationalmannschaft krönte sich Forstbauer 2011 sogar zum Jugend-Weltmeister. Zu dieser Zeit stand Forstbauer das erste Mal beim damaligen Zweitligisten TVB unter Vertrag. Über Stationen bei der SG Leutershausen, dem ThSV Eisenach und der MT Melsungen führte Forstbauers Weg 2016 nach Hamburg. Für den Handball Sport Verein Hamburg stand „Forsti“ in bisher 149 Spielen auf dem Feld und erzielte in seinen sechs Saisons 486 Tore – viele weitere sollen bis zum Saisonende folgen.

„Wir haben eine besondere Geschichte geschrieben“

Nach nunmehr sechs Jahren in Diensten des HSVH schließt sich für Forstbauer im Sommer der Kreis und er kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Mit dem HSV Hamburg hat Forstbauer viel erlebt und verlässt Hamburg mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Kurz nachdem ich 2016 hierhergekommen bin, hat unser ehemaliger Hallensprecher Marco Heinsohn Fragebögen verteilt, auf denen unter anderem die Frage nach meinen langfristigen sportlichen Zielen auftauchte. Meine Antwort war damals, dass ich gerne nochmal in der Bundesliga spielen würde. Da kann ich auf jeden Fall einen Haken hinter machen und bin sehr glücklich, dass ich dieses Ziel hier in Hamburg erreichen konnte. Der Kern unserer Mannschaft besteht nun schon sehr lange und ich habe hier viele gute Freunde gefunden“, sagte Forstbauer.

Die Entscheidung, den Verein und die Stadt nach sechs Jahren zu verlassen, sei ihm alles andere als leichtgefallen. „Die Entwicklung, die der Verein in den letzten Jahren genommen hat, ist unglaublich und ich blicke auf eine sehr schöne Zeit zurück, die mit zwei Aufstiegen gekrönt wurde. Aber nach zehn Jahren in meine Heimat zurückzukehren und wieder nah bei meiner Familie zu sein, ist etwas, worauf ich mich sehr freue“, erklärte er. „Wir haben hier in den letzten sechs Jahren eine besondere Geschichte geschrieben und ich werde in der Rückrunde alles geben, um unser gemeinsames Ziel des Klassenerhalts frühzeitig zu erreichen.“

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