„Frogs-Ladies“ nach zähem Kampf dem Spitzenreiter unterlegen

Todesfelde/Leezen holt wichtigen Auswärtspunkt

Torhüterin Sophia Kohn verhinderte die knappe Niederlage des SVHU nicht
Foto: Lobeca/Ralf Homburg</div
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Lübeck – Am 10. Spieltag der 3. Liga in der Staffel Nord-Ost der Frauen hat der verlustpunktfreie Rostocker Handball Club, das Spitzenspiel beim SV Henstedt-Ulzburg siegreich beendet. Der SVHU blieb trotz der Niederlage Zweiter, da der punktgleiche Frankfurter Handballclub ebenfalls beim TSV Wattenbek unterlag. Die SG Todesfelde/Leezen kehrte mit einem wichtigen Punkt von der HSG Mönkeberg/Schönkirchen zurück.

HSG Mönkeberg/Schönkirchen – SG Todesfelde/Leezen 25:25 (15:13)
Nach dem 0:1 trafen Franziska Haupt und Nina Eggeling zum 2:1 in der 4. Minute für die SG Todesfelde/Leezen, doch es blieb in der ersten Halbzeit die einzige Führung. Die HSG Mönkeberg/Schönkirchen zog nach dem 4:4 (8.) mit einem 5:1-Lauf auf 9:5 (15.) davon, was Trainer Thomas Kruse zur Auszeit veranlasste. Doch der Rückstand verkürzte sich erst kurz vor der Halbzeit auf zwei Tore, die beim 13:15 auch mit in die Kabine genommen wurden.

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In der 36. Minute glich Anni Knutzen zum 15:15 aus und es blieb ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der Gastgeber weiterhin immer einen Treffer vorlegte. Nach dem 18:18 gelang Haupt in Überzahl die erste Führung der zweiten Hälfte beim 19:18 (44.), doch der Gastgeber glich postwendend aus. Mit einem 4:0-Lauf in weniger als drei Minuten setzte sich ToLee auf 23:19 (51.) vermeintlich vorentscheidend ab. Doch die Gastgeber steckten nicht auf, verkürzten nicht nur, sondern glichen in der 59. Minute zum 24:24 aus. Haupttorschützin Haupt legte erneut nur 72 Sekunden vor dem Ende das 25:24 vor, welches Mönkeberg erneut ausglich. Jetzt nahm Thomas Kruse seine finale Auszeit 14 Sekunde vor Ultimo, die aber nicht zum gewünschten Erfolg führte. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff noch eine Auszeit der Gastgeberinnen, die am 25:25 als Endergebnis nichts mehr änderte.

SG Todesfelde/Leezen nimmt einen wichtigen Auswärtspunkt mit
Foto: Linda Räihä

„Wir waren in der ersten Halbzeit in der Abwehr nicht voll präsent, was sich in der zweiten Hälfte änderte. Auf Grund der zweiten 30 Minuten hätten wir uns mit einem Sieg belohnen müssen, aber dazu machten wir letztendlich ein paar technische Fehler zu viel“, fasste Trainer Kruse das Spiel zusammen. „Aber auf das gesamte Spiel gesehen geht die Punkteteilung in Ordnung und wir versuchen durch einem Sieg im nächsten Spiel die Hinserie mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis abschließen.“

Torschützen für die SG Todesfelde/Leezen
Franziska Haupt (9/1), Anna Lena Grell (5), Nina Eggeling (4/2), Anni Knutzen (4), Yonna Thissen (2), Lynn Saftig (1)

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SV Henstedt-Ulzburg – Rostocker Handball Club 29:31 (16:16)
Das Spiel hielt, was die Tabellensituation versprach. Es war ein schnelles und temporeiches Spitzenspiel von beiden Teams vor mehr als 250 Zuschauern, welches den Namen verdiente. Nach 41 Sekunden eröffnete Lina Röttger die Partie mit dem 1:0 für die „Frogs-Ladies“ und Caroline Rodewald legte, nach dem Ausgleich der Gäste, das 2:1 nach. Nach dem ersten Rückstand netzte der SV Henstedt-Ulzburg dreifach, hatte mit 5:3 in der 6. Minute die Nase vorn und beim 7:4 (8.) waren es erstmal drei Tore. Den Gastgebern gelangen häufig Treffer über die Außenpositionen und den Gästen über ein Eins-gegen-Eins. So ließ der Rostocker Handball Club sich nicht abschütteln und glich beim 10:10 (19.) wieder aus. Es blieb eine ausgeglichene erste Halbzeit und beide Mannschaften gingen mit einem 16:16 in die Pause.

Trainer Christian Gosch mit Anweisungen bei einer Spielunterbrechung
Foto: Lobeca/Ralf Homburg

Der verlustpunktfreie Tabellenführer aus Rostock startete mit einem Doppelschlag in die zweite Hälfte, bevor die Gastgeberinnen auf 17:18 verkürzten. Während einer Zeitstrafe gegen Emilie Wolf traf Rostock zweimal, zog auf 20:17 (39.) davon und Kristin Rakowski wurde parallel disqualifiziert. „Durch die rote Karte für Kristin Rakowski und durch den Ausfall von Kathi Rahn hatten wir wenig Optionen“, sah Trainer Christian Gosch schon einen herben Verlust. Trotz Unterzahl verkürzten die Gastgeberinnen auf 19:20 (40.), doch der Rostocker HC setzte sich erneut auf drei Tore ab. In der 46. Minute beim 20:23 nahm Trainer Gosch ein Team-Time-Out. In der 48. Minute wurde Nele Reimer vom Gast ebenfalls disqualifiziert, der fälligen Siebenmeter vergab Röttger, stattdessen erzielte Rostock das 25:21. Beim 27:23 (52.) war die Vorentscheidung gefallen und Lara Brezenci machte in der 56. Minute beim 28:25 endgültig den Deckel für die Gäste drauf. „Rostock legte immer vor, auch wenn wir immer wieder verkürzten hat es am Ende nicht gereicht. Es war ein starkes Handballspiel von beiden Teams mit dem verdienten Sieg für Rostock“, brachte es Gosch auf den Punkt. Am Ende ging die Partie nach zähem Kampf mit 29:31 verloren, was an der Tabellensituation nichts änderte, da der punktgleiche Frankfurter Handballclub die Punkte beim TSV Wattenbek liegenließ.

Torschützen für den SV Henstedt-Ulzburg
Lina Röttger (7/2), Caroline Rodewald (7), Lara Haarbrücker und Annika Jordt (je 4), Tarja Pauschert (3/1), Kristin Rakowski (3), Emilie Wolf (1)

Alle Spiele und die aktuelle Tabelle der 3. Liga Staffel Nord-Ost

SV Grün-Weiß SchwerinPfeffersport Berlin29:23
VfL von 1850 StadeMTV Heide43:30
TSV WattenbekFrankfurter Handballclub36:26
HSG Mönkeb./Schönk.SG Todesfelde/Leezen25:25
SV Henstedt-UlzburgRostocker Handball Club29:31
Berliner TSCBuxtehuder SV II23:39
1Rostocker Handball Club18:0298:23266
2SV Henstedt-Ulzburg14:6311:24269
3Frankfurter Handballclub14:6255:23124
4Buxtehuder SV II12:8314:26153
5SV Grün-Weiß Schwerin10:8240:22119
6Pfeffersport Berlin10:8236:2306
7VfL von 1850 Stade10:10293:301-8
8SG Todesfelde/Leezen9:11264:266-2
9TSV Wattenbek7:11256:262-6
10HSG Mönkeberg/Schönkirchen7:13284:322-38
11Berliner TSC2:14193:251-58
12MTV Heide1:19253378-125

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