Hamburg lässt gegen THW Kiel zu viele klare Chancen liegen

Magaard nach langer Verletzungspause zurück auf dem Feld

Robin Haug (# 16) verhindert trotz 14 Paraden die Niederlage nicht
Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat in der Barclays-Arena gegen Rekordmeister THW Kiel vor 11.619 Zuschauern nur in der ersten viertel Stunde mithalten können. Im weiteren Verlauf meldete sich der THW, nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen, wieder in die Erfolgsspur zurück. Andreas Magaard kehrte beim HSVH nach langer Verletzung zurück und Anton Härtel kam zu seinem Bundesliga-Debüt.

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HSV Hamburg – THW Kiel 27:34 (14:19)

Der Handball Sport Verein Hamburg fand besser ins Spiel und legte eine 2:0-Führung durch Treffer von Jacob Lassen und Moritz Sauter in der 3. Minute vor. Während der Kieler Zeitstrafe gelang der Anschlusstreffer, doch Hamburg antwortete prompt mit dem 3:1 (5.) ins leere Tor durch Nicolaj Jørgensen. Leichte Unkonzentriertheit der Hamburger ermöglichten den Kielern einen 3:0-Lauf und mit dem 4:3 (7.) die erste Führung. Es blieb ein ausgeglichenes Spiel bis Mitte der ersten Halbzeit beim 9:9. Ein erneuter 3:0-Lauf des THW brachten den HSV Hamburg mit 9:12 (18.) in Rückstand, auch durch Ballverlust im Sieben-gegen Sechs. Trainer Torsten Jansen nahm seine Auszeit, doch die Gastgeber fanden nicht die nötige Sicherheit zurück. Viele technische Fehler und Missverständnisse nutzte Kiel gnadenlos aus und zog auf 18:13 (26.) davon. Mit einem verwandelten Siebenmeter nach Ablauf der Spielzeit der ersten Halbzeit netzte Jørgensen zum 14:19-Halbzeitstand.

Die zweite Hälfte eröffnete der THW Kiel mit dem 20:14 und im Anschluss trafen beide Teams jeweils doppelt, so hieß es 16:22 (35.). Nach zwei Hamburger Treffern setzte Bo Andersen seinen Siebenmeter – nach der roten Karte gegen Lukas Zerbe – an dem Pfosten, statt das 19:22 zu erzielen, was sicherlich die Halle angezündet hätte. So gelang dieses nach einer Parade von Haug und dem Treffer von Bo Andersen über die Außenposition zum 19:22 (38.). Diesen Rückstand gelang es nicht weiter zu verkürzen, da nun Kiels Torhüter Perez de Vargas freie Bälle parierte und somit Kiel vorentscheidend auf 27:21 (47.) davonzog. Damit nicht genug, nach dem 23:27 (50.) durch Lassen, nach einer spektakulären Körperdrehung, machte der THW mit einem 4:0-Lauf endgültig den Deckel beim 31:23 (54.) drauf. Nach der letzten Auszeit schickte Trainer Jansen mit Anton Härtel einen Debütanten aufs Feld, begleitet von Toma Gadza. Am Ende unterlagen die Hamburger deutlich mit 27:34 einem am gestrigen Tag übermächtigen THW Kiel.

HSVH-Trainer Torsten Jansen bewertete die Begegnung hinterher sachlich: „Wir wussten von Anfang an, dass uns ein Gegner erwartet, der genau dieses Spiel spielen will und uns vor große Aufgaben stellt. In einigen Phasen haben wir es aber nicht geschafft, konsequent genug zu verteidigen. Gerade bei den zweiten, dritten oder sogar vierten Aktionen waren wir nicht aufmerksam genug – und genau das hat Kiel gut ausgenutzt. Das sind dann die Situationen, die sich im Spiel summieren und am Ende den Unterschied machen. Wir haben hinten nicht immer den nötigen Zugriff bekommen und uns das Leben dadurch selbst schwer gemacht. Trotzdem hatten wir über weite Strecken die Möglichkeit, das Spiel enger zu gestalten. Leider ist es uns nicht gelungen, unser Spiel konsequent durchzuziehen. Das ist natürlich ärgerlich, weil wir wissen, dass da mehr drin gewesen wäre.“

Der Handball Sport Verein Hamburg spielte in folgender Aufstellung
Mohamed El Tayar, Robin Haug – Toma Gadza, Andreas Magaard (1), Oliver Norlyk, Elias Kofler (1), Anton Härtel, Jacob Lassen (4), Nicolaj Jørgensen (9/4), Niklas Weller, Kaj Geenen (3), Maximilian Botta, Frederik Bo Andersen (7/2), Einar Olafsson, Moritz Sauter (2), Azat Valiullin

Bildquellen

  • Torhüter Robin Haug HSVH: Lobeca/Ralf Homburg
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