Hamburger feiern ihren Punktgewinn in Leipzig
Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat beim SC DHfK Leipzig mit dem 27:27 (13:11) seinen ersten Auswärtspunkt in der neuen Spielklasse verhaftet. Die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen ging durch ein Wechselbad der Gefühle, nach zwei Toren Rückstand, zwei Tore Führung und am Ende im Herzschlagfinale der gerechte Punkt durch Tobias Schimmelreiter in einem Spiel auf Augenhöhe.

Nach langem Rückstand nimmt Hamburg Führung mit in die Pause

Von Beginn arbeitete die Leipziger Abwehr sehr aggressiv gegen den Hamburger Rückraum. Die 1:0-Führung der Gastgeber nach 45 Sekunden glich Jan Forstbauer in der 2. Minute aus. Den erneuten Rückstand egalisierte Casper Ulrich Mortensen per Gegenstoß nach gutem Block in der Abwehr. Leipzig netzte innerhalb einer Minute doppelt und zog erstmals mit zwei Tore auf 4:2 (5.) davon. Leif Tissier und Niklas Weller ließen nichts anbrennen und erzielten zwei Minuten später den erneuten Ausgleich zum 4:4. Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Die erneute Zwei-Tore-Führung der Leipziger egalisierte Mortensen vom Siebenmeterpunkt per Heber.

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Beim 7:7 nahm Leipzig die erste Auszeit, was zum 9:7 (17.) durch zwei verwandelte Siebenmeter führte. Hamburg startete einen 4:0-Lauf und machte aus dem Rückstand in der 27. Minute eine 11:9-Führung durch Lukas Ossenkopp, trotz vergebenem Siebenmeter von Mortensen, den Torwart Joel Birlehm parierte. Diesen Vorsprung nahm der HSV Hamburg mit in die Kabine.

Vier-Tore-Führung verspielt HSVH in nur sechs Minuten

Zwei schnelle Tore des SC DHfK Leipzig stellten beim 13:13 in der 32. Minute wieder alles auf null. Es folgte die stärkste Phase der Hamburger, die im Minutentakt aus dem Unentschieden eine 16:13-Führung machten und damit nicht genug, sie bauten die Führung auf 18:14 (39.) aus. Die Abwehr zeigte sich sehr beweglich, antizipierte gut und im Angriff wurde abgestimmt und geduldig gespielt, bis sich die Torchance bot.

Jetzt entschärfte Birlehm mehrere Bälle der Hanseaten, die Abwehr arbeitete sehr offensiv und provozierte beim HSVH einige Ballverluste, die in weniger als 90 Sekunden zum 17:18-Anschluss der Leipziger führten. Damit nicht genug, nach dem 20:17 (43.) verlor Hamburg für sechs Minuten völlig den Zugriff und produzierte selbst schlechte Abschlüsse. Der Gastgeber war wieder im Spiel und drehte – trotz Torwartwechsel beim HSVH von Johannes Bitter auf Jens Vortmann – das Ergebnis von 17:20 in ein 23:21 (49.), das Spiel schien gekippt.

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Haupttorschütze Weller und Schimmelbauer, der den entscheidenden Ball versenkte
Foto: Lobeca/ Felix Schlikis

Trainer Janson nahm seine erste Auszeit des Spiels und brachte seine Mannschaft wieder in die Spur. Nach dem 21:24 per Siebenmeter und einer Zeitstrafe gegen Azat Valiullin gelang mit einem Doppelschlag von Niklas Weller der Anschlusstreffer zum 23:24, was eine Auszeit der Leipziger nach sich zog. Dem Hamburger Ausgleich folgte anschließend in der Crunchtime immer wieder die Führung des Gastgebers, so auch letztmalig nach der letzten Leipziger Auszeit 18 Sekunden vor dem Ende beim 27:26. Toto Jansen zog sofort sein Team-Time-Out und stimmte den finalen Angriff ab. Diesen beendete Tobias Schimmelbauer vier Sekunden vor der Schlusssirene mit seinem einzigen Treffer des Tages zum vielumjubelten 27:27.

Der Handball Sport Verein Hamburg spielte in folgender Aufstellung:
Johannes Bitter, Jens Vortmann – Tobias Schimmelbauer (1), Casper Ulrich Mortensen (3/1), Leif Tissier (4), Manuel Späth, Niklas Weller (6/1), Lukas Ossenkopp (4), Jonas Gertges, Frederik Bo Andersen, Philipp Bauer (2), Jan Forstbauer (5), Thies Bergemann (2), Jan Kleineidam, Azat Valiullin

Alle bisherigen Ergebnisse des 4. Spieltages

SC DHfK LeipzigHSV Hamburg27:27
Bergischer HCTVB 1898 Stuttgart26:25
GWD MindenFüchse Berlin25:31
HBW Balingen-WeilstettenSC Magdeburg17:28

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