Handball meets Football: MTV Lübeck und Lübeck Cougars setzen auf sportlichen Austausch

Bundesliga-Mannschaft lernt von Defense-Coach

Josh Batson und die weibliche B-Jugend des MTV Lübeck. Foto: MTV/oH
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Lübeck – Zwei Sportarten, viele Gemeinsamkeiten und eine Kooperation, die nach den ersten gemeinsamen Einheiten fortgesetzt werden soll: Unter dem Motto „Handball meets Football“ tauschten die weibliche B-Jugend des MTV Lübeck und die Lübeck Cougars in der vergangenen Woche für insgesamt vier Stunden die gewohnten Trainingsinhalte gegen neue Impulse aus dem American Football.

Batson übernimmt

Die weibliche B-Jugend des MTV Lübeck, die in der kommenden Saison in der Jugendbundesliga antritt und damit zu den 32 besten Mannschaften Deutschlands gehört, absolvierte zweimal zwei Stunden Training unter der Leitung von Josh Batson, Defense Coordinator der Herren der Lübeck Cougars.

Dabei ging es keineswegs nur darum, einmal über den Tellerrand zu schauen. Im Mittelpunkt standen Inhalte, die sich gezielt auf den Handball übertragen lassen: Beinarbeit, defensive Bewegungsmuster, Körperkontakt, Kontaktaufnahme sowie das richtige Verhalten in direkten Duellen.

Coach sieht großes Potenzial

Die jungen Handballerinnen nahmen die ungewohnten Aufgaben mit viel Einsatz und Begeisterung an. Auch Batson zeigte sich angetan von der Gruppe und attestierte den Spielerinnen Leidenschaft, Lernbereitschaft und großen Einsatz. Für Christoph Nisius, Cheftrainer der weiblichen B-Jugend des MTV Lübeck, war genau diese Verbindung zwischen neuen Eindrücken und konkretem sportlichem Nutzen entscheidend. „Ich bin selbst großer Football-Fan und finde, dass wir als Handballer viel von dieser Sportart lernen können. Ich schaue grundsätzlich gerne nach rechts und links: Was machen andere Sportarten gut und was davon können wir für uns nutzen? Beim Football faszinieren mich insbesondere die taktische Disziplin und der enorme Teamzusammenhalt, aber auch der Eventcharakter rund um die Spiele“, erklärt Nisius.

mtv wjb @ Handball meets Football: MTV Lübeck und Lübeck Cougars setzen auf sportlichen Austausch
Die weibliche B-Jugend des MTV Lübeck in Aktion. Foto: MTV/oH

Klare Impulse

Gerade sportlich sieht der MTV-Coach einige interessante Parallelen: „Handball und Football sind sehr körperbetonte Sportarten. Für uns waren deshalb besonders die neuen Blickwinkel auf Beinarbeit sowie Kontakttechniken spannend. Es ging also nicht einfach darum, vier Stunden etwas anderes zu machen und aus der klassischen Handballhalle herauszukommen. Wir wollten Impulse bekommen, die uns tatsächlich dabei helfen können, bessere Handballerinnen zu werden.“ Diese Impulse sollen nun in die weitere Trainingsarbeit der Bundesliga-Mannschaft einfließen und dort vertieft und verfestigt werden.

Fortsetzung bereits ins Auge gefasst

Nach den beiden gemeinsamen Trainingseinheiten waren sich Josh Batson und Nisius schnell einig: „Handball meets Football“ soll keine einmalige Aktion bleiben. Für den Herbst sind weitere gemeinsame Einheiten angedacht. Dann sollen unter anderem Defense-Drills und das Verhalten in Kontaktsituationen noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Auch abseits des Trainingsplatzes entstand eine Verbindung zwischen beiden Teams. Die Lübeck Cougars luden die Handballerinnen zu ihrem Heimspiel gegen die Oldenburg Knights ein – eine Einladung, der die Mannschaft gerne folgte.

Für die MTV-Spielerinnen gab es dabei nicht nur American Football live zu erleben, sondern auch einen Eindruck davon, wie die Cougars Mannschaftsgefühl und Spieltag miteinander verbinden. Sportlich befinden sich die Berglöwen derzeit auf Kurs: Nach dem Abstieg im vergangenen Jahr steht die Mannschaft an der Tabellenspitze und hat nach dem deutlichen 43:0-Erfolg am Wochenende gute Chancen auf den direkten Wiederaufstieg.

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Für Nisius passt der Austausch deshalb auch über das eigentliche Training hinaus: „Wir haben in Lübeck viele ambitionierte Sportler und spannende Vereine. Warum sollte man dieses Wissen nicht miteinander verbinden? Wenn unterschiedliche Sportarten voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen, profitieren am Ende alle Seiten.“ So könnte aus zwei zunächst außergewöhnlich klingenden Trainingseinheiten der Beginn einer kleinen Lübecker Sportkooperation werden.

In welcher Tabellenregion landet der SV Todesfelde am Ende der Saison?

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