Henstedt-Ulzburg entscheidet Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Stodo glücklich für sich

Lauenburg und Sülfeld halten sich schadlos

Der Lauenburger SV erwartet den Angriff von TuS 93
Foto: Ulrike Wiegleb

Lübeck – Die Schleswig-Holstein-Liga (SHL) der Frauen hat am 1. Spieltag für die fünf Mannschaften aus dem Berichtsraum von HL-SPORTS gleich zwei Derbys auf dem Programm. Im ersten Derby setzte sich Aufsteiger SV Henstedt-Ulzburg II gegen den ATSV Stockelsdorf II mit 23:22 durch, während im zweiten Duell der zweite Aufsteiger TuS Lübeck 93 Lehrgeld beim 27:35 gegen den Vizemeister Lauenburger SV zahlte. Weiter sicherte sich der SV Sülfeld einen nie gefährdeten 32:20 Erfolg über die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg.

SV Henstedt-Ulzburg II – ATSV Stockelsdorf II 23:22 (11:10)
Der Aufsteiger SV Henstedt-Ulzburg II startete gut ins Spiel, lag in der Anfangsphase leicht in Front, müsste durch mangelnde Chancenverwertung den ATSV Stockelsdorf II beim 5:4 in der 15. Minute erstmals den Vortritt lassen. Wenig später drehte der Gastgeber das Spiel, zog beim 9:6 (22.) auf drei Tore weg. Stodo verkürzte beim 11:10-Pausestand wieder auf einen Treffer. Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste aus Stockelsdorf beim 14:12 nach 38 Minuten. Mit einem 5:0-Lauf ging der SVHU mit 17:14 (43.) aber wieder in Führung, nutzte dabei die vielen technischen Fehler, die Stodo produzierte und baute den Vorsprung auf 20:16 (49.) aus. Stockelsdorf gab sich nicht geschlagen und glich beim 22:22 nur zwei Minuten vor Schluss aus, obwohl Stodo kurz vorher in doppelter Unzahl spielte (rote Karte für Alisa Lang und wenig später Zeitstrafe für Mia Sablowski). Nur 19 Sekunde vor der Schlusssirene netzte Hannah Wulff in einem Kopf-an-Kopf-Spiel zum viel umjubelten Siegtreffer ein.

- Anzeige -
Henstedt-Ulzburg II bejubelt den Sieg über Stodo II
Foto: Amy Pauline Schaare

„Am Ende war der Sieg glücklich, ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf wohl gerechter gewesen. Wir freuen uns über diese für uns so wichtigen zwei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der SH-Liga,“ so das Fazit von Henstedt-Ulzburgs Trainer Norbert Eichel.

„Wir verlieren viele Bälle, machen viele technische Fehler und auch das Tempospiel ist noch ausbaufähig“, so Hannah Treichel vom ATSV das Spiel. „Unsere Abwehr arbeitet schon gut, am Ende machte uns die doppelte Unterzahl einen Strich durch die Rechnung.“

Torschützen für den SV Henstedt-Ulzburg II
Hannah Wulff (9/1), Bente Trepping (4), Fioana Schermer (3), Lara Witzleben (2/2), Christine Grawitter (1/1), Kim Paulat, Annika Fimmen, Freya Kittler und Taina Schermer (je 1)
Torschützen für den ATSV Stockelsdorf II
Alisa Lang (6), Nina Kindler (5), Mia Sablowski (3/2), Kathi Werdin (3), Hannah Treichel und Christina Hamann (je 1/1), M.G., Berit Schwarz und Lara Kieckbusch (je 1)

TuS Lübeck 93 – Lauenburger SV 27:35 (13:14)
Auch wenn der Lauenburger SV von Beginn an in Führung lag, hielt der Aufsteiger TuS Lübeck 93 in der ersten Hälfte gut dagegen. TuS spielte unbekümmert auf und stellte die Abwehr der „Elbdiven“ so manches Mal vor schwierige Aufgaben. Nach dem 4:9 (15.) startete eine Aufholjagd des TuS durch konsequente Aktionen und eine kompakte Abwehr, dass der Gast zur Pause lediglich mit 14:13 in Front lag. Der Gastgeber glich in der 33. Minute beim 15:15 letztmalig aus. Die Hintermannschaft des LSV stabilisierte sich und gelangte über die gute Abwehr ins Tempospiel. So zogen die „Elbdiven“, auch begünstigt durch überhastete Abschlüsse des TuS, Tor um Tor davon und brachte einen nie gefährdeten 35:27-Erfolg routiniert ins Ziel.

TuS 93 nach der Niederlage gegen die „Elbdiven“
Foto: Reiner Sprengel

„Uns war klar, dass wir vom Gejagten zum Jäger und vom Favoriten zum Underdog wurden, so spielten wir unbekümmert auf“, wissen Stina Wieckberg und Fenja Husfeldt zu berichten. „Überhaste Aktionen und Abschlüsse luden die Lauenburgerinnen immer wieder zu einfachen Toren ein, wodurch das Ergebnis etwas zu deutlich ausfiel.“

Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige

„Ein typisches Auftaktspiel, in dem wir zwar unsere Erfahrungen ausspielen konnten, aber der Aufsteiger zeigte uns auch, woran wir in den nächsten Wochen noch arbeiten müssen“, zog Co-Trainerin Ulrike Wiegleb ein nüchternes Fazit. „Im Angriff waren wir zufrieden bei einer Quote von 65 Prozent.“

Torschützen für den TuS Lübeck 93
Sabrina Eppl (11/6), Svea Thullesen (5), Sophia Ostheimer und Stina Wieckberg (je 3), Jennifer Schmidt und Tabea Nicolai (je 2), Lotta Schröder (1)
Torschützen für den Lauenburger SV
Lena Hadeler (7/3), Lena Bahde (7), Maren Knakowski und Svea Böge (je 6), Luisa Rott (4), Sabrina Reimers (3), Sarie-Marleen Stapelfeldt (2)

SV Sülfeld – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg 32:20 (16:12)
Torschützen für den SV Sülfeld

Lena Ewen (10/2), Lara Zube (5/1), Julia Fritsche und Trixy Rohlfs (je 5), Julia Studt und Laura Beth (je 3), Antonia Dsubenko (1)

Alle SHL-Spiele auf einen Blick

SV Henstedt-Ulzburg IIATSV Stockelsdorf II23:22
HSG Tarp/WanderupHC Treia/Jübek28:21
TuS Lübeck 93Lauenburger SV27:35
SV SülfeldHSG Schü/We/Re32:20

Die aktuelle Tabelle

1SV Sülfeld2:032:2012
2Lauenburger SV2:035:278
3HSG Tarp/Wanderup2:028:217
4SV Henstedt-Ulzburg II (N)2:023:221
5TSV Lindewitt0:00:00
6HSG Horst/Kiebitzreihe0:00:00
7SG Dithmarschen Süd (N)0:00:00
8IF Stjernen Flensborg (N)0:00:00
9ATSV Stockelsdorf II0:222:23-1
10HC Treia/Jübek0:221:28-7
11TuS Lübeck 93 (N)0:227:35-8
12HSG Schü/We/Re0:220:32-12

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.