Hochklassiges Spiel von Norwegens Torhüter Bergerud entschieden

Deutschland klopft wieder bei der Weltspitze an

Foto: Lobeca/Patrick Suephke
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Kattowitz – Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der 28. Handball-Weltmeisterschaft 2023 bereits vorzeitig das Viertelfinale erreicht, somit ging es im Spiel gegen Norwegen nur noch um die Platzierung in der Hauptrundengruppe III. Hier unterlag Deutschland in einem hochklassigen Spiel mit 26:28 (16:18) gegen Norwegen und trifft im Viertelfinale nun auf Frankreich.

Abwehr bekommt beweglichen Angriff der Norweger nicht unter Kontrolle

Norwegen eröffnete mit dem 1:0 bereits nach 45 Sekunden die Partie und Deutschland antwortete postwendend mit dem 1:1 durch Rune Dahmke. Norwegens Torhüter Sæverås, der die ersten 30 Minuten im Tor stand, führte sich gleich mit einer starken Leistung ein, was seine Farben mit 4:1 in der 5. Minute in Front brachte. Juri Knorr verkürzte mit einem Doppelschlag auf 3:4, doch Norwegen findet immer wieder den Weg zum Torerfolg, so hieß es 4:7 (9.), als Bundestrainer Alfred Gislason Andreas Wolff für Joel Birlehm ins Tor beorderte. Wolff führte sich gleich mit einer Parade ein und ebnete so den Weg zum 6:7 (10.) durch Patrick Groetzki. Die deutsche Abwehr bekam die beweglichen Angreifer Norwegens nicht unter Kontrolle, so gerieten sie immer wieder in Rückstand und beim 10:13 (20.) erneut mit drei Treffern. Ein wiederholter Doppelschlag von Knorr brachte nur eine Minute später den Anschluss beim 12:13. Das DHB-Team hatte in der Zwischenzeit auf eine 3:2:1-Deckung umgeschaltet und eroberte so auch den einen und andere Ball. Dahmke erzielte per Gegenstoß den Ausgleich zum 16:16, doch Deutschland ging mit einem 16:18-Rückstand in die Pause.

Deutsches Team scheitert zwölf Mal in der zweiten Hälfte an Torhüter Bergerud

Deutschland startete in die zweite Hälfte mit einem technischen Fehler und kassierte sofort das 16:19. Die deutsche Abwehr zeigte sich sehr beweglich und kaufte Norwegen den Schneid ab, was sich im Angriff in Tore widerspiegelte. Luca Witzke gelang in der 42. Minute erneut der Ausgleich zum 20:20, nachdem zuvor Johannes Golla und Groetzki an Torhüter Bergerud, den Ausgleich verhinderte. Bis dahin scheiterte der deutsche Angriff reihenweise am Bergerud und Wolff setzte einen langen Ball neben das Tor beim 21:22, was den Ausgleich bedeutet hätte.
Nach der Auszeit von Gislason gelang dem DHB-Team nicht nur der Ausgleich zum 24:24 (52.) durch Djibril M’Bengue, sondern eine Minute später die erste und einzige Führung zum 25:24 von Jannik Kohlbacher, nach Anspiel von M’Bengue. Nach der Auszeit der Norweger trafen diese zum 25:25 (54.) per Siebenmeter, nachdem Witzke die rote Karte sah. In der Schlussphase vernagelte Norwegens Torhüter Bergerud seinen Kasten und ebnete seiner Mannschaft den Weg zum 28:25 (59.) und wurde so zum Matchwinner, dank seiner zwölf Paraden, die er nur in der zweiten Halbzeit verzeichnete. Den Schlusspunkt setzte Christoph Steinert zum 26:28-Endstand.

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Es war ein hochklassiges, temporeiches Spiel, in dem in der zweiten Hälfte beide Abwehrreihen brillierten, der norwegische Torhüter Bergerud eine Weltklasseleistung ablieferte und somit das Spiel entschied. Nach dem Spiel wurde er auch zum „Player oft he Match“ gewählt.

Torschützen für Deutschland:
Juri Knorr (8/1), Rune Dahmke (4), Johannes Golla und Jannik Kohlbacher (je 3), Patrick Groetzki und Luca Witzke (je 2), Julian Köster, Djibril M’Bengue, Kai Häfner und Christoph Steinert (je 1)

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