Max Mißling im Anflug
Foto: Lobeca/Felix Schlikis
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Neustadt i.H. – In der 3. Liga hat die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz vor 404 Zuschauern in der Neustädter Gogenkrog-Halle nach der 22:27 (9:12)-Niederlage gegen den HSV Hannover mit 8:18 Punkten weiterhin den ersten Abstiegsplatz inne. Damit warten die beiden „Neuen“ Trainer Tobias Schröder und Max Mißling weiter auf ihr erstes Erfolgserlebnis in Form von doppelten Punkten.

Nachdem Jan-Ove Litzenroth seine Zeitstrafe abgesessen hatte, glich er in der 4. Minute zum 1:1 aus, bevor Marius Nagorsen die einzige Führung an dem Abend mit dem 2:1 (5.) erzielte. Es wollte einfach nicht laufen bei den Neustädtern, so gerieten sie nach dem letzten Ausgleich beim 3:3 (11.) durch fünf Tore in Folge der Hannoveraner mit 3:8 (18.) ins Hintertreffen. Langsam lief der Motor der HSG etwas runder und sie holte langsam und bedächtig auf. Als Max Mißling das 8:10 kurz vor der Pause erzielte, keimte wieder Hoffnung unter den Zuschauern auf. Mit 9:12 aus Sicht der Gastgeber ging es in die Kabinen.

„Wir haben zu viele technische Fehler gemacht“, räumte Torhüter Max Folchert nach der Partie gegen den HSV Hannover kritisch ein. „Zu viele Fehlpässe und Unkonzentriertheiten, die letztendlich zu diesem Ergebnis geführt haben.“

Erneut Mißling steuerte nach Wiederbeginn den Treffern zum 10:12 bei, doch der Gast hatte die passende Antwort parat und zog auf fünf Tore beim 16:11 in der 36. Minute davon. Die HSG Ostsee N/G gab sich nicht geschlagen und gestaltete die nächsten knapp 20 Minuten ausgeglichen, ohne jedoch entscheidend zu verkürzen. Als aus dem 18:21 (53.) ein 18:24 (57.) wurde, war endgültig der Sack zu und die Hannoveraner entführten – wie bereits in der vergangenen Saison beim 31:26 – einen Fünf-Tore-Erfolg mit dem 27:22 aus Neustadt.

Die HSG-Bank ein wenig ratlos
Foto: Lobeca/Felix Schlikis

„Die Mannschaft und auch ich haben uns sicherlich mehr vom Spiel erhofft. Wir sind von Anfang an ins Hintertreffen geraten und haben zu viele technische Fehler gemacht“, erläuterte Trainer Schröder die Situation nach dem Spiel. „Uns fehlten der Druck zum Tor und das Spiel über die Außen. Nicht die Abwehr war unser Problem, sondern das Umschaltverhalten, die zweite Welle, die noch nicht so greift und die erste Welle war gar nicht da. Auch das Positionsspiel muss besser werden, da müssen wir ansetzen.“

Frank Barthel, sportlicher Leiter der HSG Ostsee, sah die Leistung hingegen in einigen Teilen zufrieden stellend: „Die Mannschaft befindet sich noch im Umbruch und benötigt immer noch Zeit. Natürlich ist Zeit in unserer Situation und in der 3. Liga ein endliches Gut. Wir wollen aber nicht in Hektik verfallen und unsere Strategie weiterverfolgen. Es war Dynamik da, ganz sicher noch mit Luft nach oben. Einiges hat sich im Zusammenspiel geändert und auch zusammengepasst, aber die Trainingsleistung findet sich noch nicht im Spiel wieder, daran müssen wir weiter arbeiten.“

Die Tabellensituation ist zwar Ernst, aber durch die Ausgeglichenheit in der unteren Region – lediglich zwei Punkte bis Platz 10 – noch nicht bedrohlich, da mit einem Sieg die Abstiegsplätze verlassen werden können. Allerdings gibt es da in zwei Wochen beim starken Aufsteiger und derzeitigen Tabellendritten TuS Vinnhorst eine Mammutaufgabe zu lösen.

Torschützen für die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz:
Marius Nagorsen und Max Mißling (je 5), Jan-Ove Litzenroth (3), Piet Möller und Jonas Engelmann (je 2), Ben Jarik (1/1), Max Folchert, Yannik Barthel, Alexander Mendle und Niklas Jung (je 1)

(PM/kbi)